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Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).
Für einen artenreichen Wildbestand
Jagd in Bayern
Wussten Sie schon, dass es Gesetzesauftrag ist, einen artenreichen Wildbestand zu erhalten, der im ausgewogenem Verhältnis zu den natürlichen Lebensgrundlagen steht?
Rothirsch und Hirschkuh
(Foto: H. Blesch, LWF)
Im dichtbesiedelten Mitteleuropa mit seiner meist intensiv genutzten Landschaft ist der Wald für viele Wildarten ein wichtiger Lebensraum. Besonders attraktiv sind naturnah aufgebaute Mischwälder.
Kommen jedoch Reh- oder Rotwild (in den Alpen auch Gamswild) in zu großer Zahl vor, werden vor allem junge Tannen und Laubbäume durch übermäßigen Verbiss der Knospen am Aufwachsen gehindert.
Diese Baumarten bleiben dann gegenüber den weniger schmackhaften Fichten oder Kiefern in ihrer Entwicklung zurück. Aus artenreichen Mischverjüngungen können so artenarme Nadelwälder mit all ihren Nachteilen entstehen. ![]()
Weitere Gründe für die Jagd
Nachdem für die Regulierung unseres heimischen Schalenwildes seine natürlichen Feinde wie Wolf und Luchs kaum mehr eine Rolle spielen, ist es heute eine wichtige Aufgabe der Jagd, für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Zahl des Reh-, Gams- und Rotwildes und der Waldverjüngung zu sorgen.
Vorrangiger Weiser für die tragbare Wilddichte ist der Zustand der Waldverjüngung. Die Forstleute der Ämter für Landwirtschaft und Forsten nehmen dazu den vom Schalenwild verursachten Verbiss an jungen Waldbäumen über ein Stichprobenverfahren auf und fertigen das Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung. Es bildet eine maßgebliche Grundlage für die Festsetzung der Zahl von Abschüssen durch die Kreisverwaltungsbehörden (v. a. Landratsämter).
"Man braucht doch nur die Wildtiere nicht mehr im Winter füttern, dann wird das Schalenwild automatisch durch die Nahrungsnot im Winter weniger und die Wildschäden haben ein Ende. Das Schwache und das Kranke fällt der natürlichen Auslese anheim und nur starkes und gesundes Wild bleibt am Leben. Das Wild verliert dann auch seine Scheu vor dem Menschen, weil es ihn ja nicht mehr zu fürchten hat..."
Gelegentlich hört man solche oder ähnliche Forderungen die Jagd einzustellen. Doch es geht in der modernen Kulturlandschaft kein Weg an der Jagd zur Regulierung der Wildbestände vorbei.
Es ist einerseits richtig: Das Wild würde sich nach einiger Zeit auf eine Anzahl einpendeln, die der Lebensraum zulässt. Aber diese Zahl wäre für unsere Kulturlandschaft zu groß und schwere Wildschäden wären unausweichlich. Aus der Zeit nach dem letzten Weltkrieg sind uns solche Verhältnisse gut bekannt. Damals war die Jagd für einige Jahre verboten. Die Wildschäden waren enorm.
Schalenwild verfügt zwar über eine raffinierte Geburtenregelung. Wenn es zu viele werden, bringen die weiblichen Tiere weniger Junge zur Welt, bekommen auch in einem Jahr überhaupt keine Jungen, werden spät geschlechtsreif und gebären mehr männliche als weibliche Jungtiere.
Das Ganze hat nur einen Haken: Die Geburtenregelung setzt viel zu spät ein. Erst wird die Nahrungsgrundlage ruiniert, also die Jungbäume oder die Feldfrüchte. Dann erst wird die Konkurrenz der Tiere untereinander spürbar.
Es geht deshalb kein Weg an einer Regulierung der Wildbestände vorbei, denn Wölfe und Luchse die als einzige tierische Räuber für ein Gleichgewicht zwischen Pflanzen und Pflanzenfressern sorgen könnten, leben bei uns nicht mehr in ausreichender Zahl. Und strenge Winter werden im Zeitalter der Klimaerwärmung auch immer seltener. Die vernünftigste Form der Regulation von Schalenwildbeständen in der Kulturlandschaft ist die Jagd. ![]()
Aktuelles

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am 26.06.2012 geurteilt, dass der Schutz des Eigentums durch Bejagungszwang und Pflichtmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt ist.
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In den kommenden Wochen sind wieder Mitarbeiter der Forstverwaltung in ganz Bayern unterwegs, um an mehr als 22 000 Inventurpunkten junge Waldbäume auf Verbiss-Spuren von Rehen, Rotwild und Gämsen zu untersuchen.
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Schwerpunkte

Elch, Luchs und Co. lassen sich immer wieder in Bayern blicken. In den Managementplänen erfahren Sie, wo Sie eine Elchbeobachtung melden können oder wie Sie einen Luchsriss erkennen.
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Um in Deutschland auf die Jagd gehen zu können, bedarf es einer behördlichen Erlaubnis (Jagdschein).
Hier finden Sie Hinweise zur Jäger- und Falknerprüfung in Bayern.
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Das Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erfasst und bewertet die Situation der Waldverjüngung sowie des Verbisses und der Fegeschäden durch Schalenwild.
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