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RSS-Feed Pressemitteilungen des StMELF

Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Es kreucht und fleucht
Tiere des Waldes

Röhrender Rothirsch

Röhrender Rothirsch zur Brunftzeit (Bild: LWF)

Begegnungen mit Tieren im Wald sind eine spannende und aufregende Sache.

Nur: Solche Tiererlebnisse sind oft zufällig und lassen sich nicht planen. Spannend ist es auch, im Wald nach Tierspuren zu fahnden. Die meisten unserer Waldbewohner hinterlassen irgendwelche Spuren, die ihre Anwesenheit verraten. Unsere Walderlebniszentren bieten sogar geführte Tierspurenwanderungen an.

Walderlebniszentren in Bayern Externer Link

Die Tiere in Bayerns Wäldern erzählen über sich...

Säugetiere des Waldes

Das Rotwild

Meinen Namen habe ich von der Färbung meines Fells im Sommer. Im 19. Jahrhundert wurde ich in Deutschland fast ausgerottet. Heute lebe ich wieder auf über 10% der Landesfläche Bayerns. Im Jahr 2002 hat mich die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres erklärt.
Ich bin nur entfernt verwandt mit dem Reh. Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch!
Mein Leibgericht:
Ich bin weniger wählerisch als mein Verwandter das Reh. Ich fresse auch eiweißärmere Kost wie Gräser, Blätter, Flechten und Pilze aber auch Baumfrüchte oder Baumrinde.
Meine persönlichen Daten:
bis zu 200 cm Länge, 150 cm Schulterhöhe und 200 kg Gewicht
meist nur 1 Junges, Kalb genannt, zwischen Mai und Juni

Das Reh

Der heutige Wald mit seinen vielen Verstecken und den Waldrändern zu Feldern und Äckern hin ist ein idealer Lebensraum für mich. Nur im Winter wird´s manchmal etwas eng im Wald. Wenn wir sehr zahlreich sind, beißen wir zuviel Knospen ab und zerstören so unsere zukünftigen Verstecke selbst.
Mein Leibgericht:
Schmackhafte Kräuter nach Saison, in der winterlichen Fastenzeit Baumknospendiät
Meine persönlichen Daten:
Länge 120 cm, Schulterhöhe 70 cm, bis zu 25 kg schwer
meist 2 Junge zwischen Mai und Juni

Das Schwarzwild - Wildschweine

Am besten geht´s mir, wenn ich mich in einem Schlammloch "suhlen" kann und wenn es eine Mast gibt, also wenn Buche oder Eiche besonders viele Früchte tragen. Auf der Suche nach leckeren Würmern und Maden durchwühle ich oft den Waldboden und schaffe so ein gutes Keimbeet für junge Bäume.
Mein Leibgericht:
Dicke Würmer mit frischen Eicheln
Meine persönlichen Daten:
Länge bis zu 160 cm, Schulterhöhe bis zu 90 cm, 70 bis zu 200 kg schwer
3-12 Junge zwischen April und Mai

Der Dachs

In der Nacht sammle ich alles was ich auf und im Waldboden finden kann und fresse es auf. Mit dem Jagen hab´ ich´s nicht so. Auch sonst bin ich recht umgänglich. Der Fuchs zieht manchmal sogar bei mir in die Höhle mit ein.
Mein Leibgericht:
Erdfrische Regenwürmer und süße Beeren zum Dessert
Meine persönlichen Daten:
1 m lang mit Schwanz, Schulterhöhe 30 cm, bis zu 15 kg schwer
2-4 Junge zwischen Februar und März

Der Fuchs

Durch meine meisterliche Mäusejagd halte ich den Samen und Keimlingen der Waldbäume die Mäuse vom Leibe.
Mein Leibgericht:
Mäusehäppchen
Meine persönlichen Daten:
110 cm lang, davon 20 cm Schwanz, bis zu 10 kg schwer
3-7 Junge im April

Der Biber

Ab und zu fälle ich ein paar Bäume am Ufer, um an die zarte Rinde und die Knospen in den Kronen der Bäume zu kommen. Während ich eher versteckt lebe, sind meine Staudämme unübersehbar.
Mein Leibgericht:
Salat von Uferpflanzen und Knopsen, dekoriert mit Weidenrinde
Meine persönlichen Daten:
bis zu 1,30 m lang (mit Schwanz), bis zu 25 kg schwer
in Familienverbänden 2-3 Junge im Jahr

Das Eichhörnchen

Mein "Eichkobel" ist ein kugelrundes Nest aus Zweigstückchen. Ich bereite mich jedes Jahr sorgfältig auf den Winter vor und lege Futterlager an. Normalerweise hab' ich immer genug gesammelt und aus meinen unverbrauchten Lagern wachsen dann im Frühjahr Bäume.
Mein Leibgericht:
"Studentenfutter" aus Baumfrüchten mit Vogeleiern und Baumsaft
Meine persönlichen Daten:
45cm lang, davon 20cm Schwanz, bis zu 400 g schwer
meist zweimal 3-5 Junge zwischen März und August

Insekten des Waldes

Der Borkenkäfer

In guten Jahren ärgere ich Waldbesitzer und Waldbesucher, weil ich zusammen mit meinen vielen Kinderlein haufenweise Bäume zum Absterben bringe.
Mein Leibgericht:
Saftiger Fichtenbast, nach Möglichkeit ungeharzt
Meine persönlichen Daten:
ca. 5 mm groß
1-3 Generationen pro Jahr

Die Biene

Um alleine 500 g Honig zu produzieren müsste ich dreimal um die Welt fliegen. Durch die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen sichere ich die Bildung von Samen und Früchten. Diese dienen als Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten.
Meine persönlichen Daten:
Pflanzensäfte (z. B. Nektar)
Pollen
Meine persönlichen Daten:
Körperlänge:
Königinnen: 15 und 18 Millimeter
Arbeiterinnen: 10 bis 13 Millimeter
Drohnen (männliche Bienen): 13 bis 16 Millimeter

Der Maikäfer

Als Larve, genannt Engerling, fresse ich 3 oder 4 Jahre an Wurzeln. Im Mai schwärme ich als Maikäfer aus und suche eine Hochzeiterin. Vor, während und nach der Hochzeit bin ich aber hauptsächlich hungrig und damit beschäftigt, dem etwas abzuhelfen.
Mein Leibgericht:
Als Larve: feine Wurzeln in Erde
Als Käfer: junge Blätter, direkt vom Baum
Meine persönlichen Daten:
3 cm lang
Eiablage zwischen Mai und Juli, der Zyklus vom Ei über das Larvenstadium dauert 3 - 5 Jahre

Die rote Waldameise

Wir sind die Gesundheitspolizei des Waldes. Schon tote oder gerade erbeutete Insekten werden Stück für Stück von uns "entsorgt". Wir transportieren sie in Teamarbeit zu unserm Bau. Bestimmt haben Sie uns schon mal dabei zugesehen? Außerdem "halten" wir uns Blattläuse die wir wegen ihrer süßen Ausscheidungen "melken".
Mein Leibgericht:
Süßer Blattlaushonig garniert mit Insekten
Meine persönlichen Daten:
ca. 1 cm lang
fruchtbar ist nur die Ameisenkönigin, die über 10 Jahre alt werden kann

Der Zitronenfalter

Ich überwintere als Falter und bin deshalb im Frühjahr der erste Schmetterling, der fliegt. Meine Eier lege ich an den jungen Blättern des Faulbaums ab, wo dann auch die Larven fressen und sich später verpuppen.
Mein Leibgericht:
Feiner Blätterhack vom Faulbaum
Meine persönlichen Daten:
Spannweite 6 cm
Eiablage im Frühjahr - Raupenstadium und Verpuppung zwischen Mai und Juli - Falter ab Juli

Vögel des Waldes

Der Eichelhäher

Durch meine gelegentlich etwas unordentliche Vorratshaltung säe ich pro Jahr etwa 5000 Eicheln aus. Wenn sie also eine junge Eiche sehen wo weit und breit keine alte steht, dann habe wahrscheinlich ich sie gesät. Wegen meines Gesanges nennen mich Ignoranten auch "Troubadix des Waldes".
Mein Leibgericht:
Bodengelagerte Eicheln aus eigener Lese
Meine persönlichen Daten:
34 cm groß, 170 g schwer
Standvogel
Brut zwischen April und Juni mit 5-6 Eiern

Der Buchfink

Ich finde überall im Wald Futter und Brutraum. Ich vertrage Samen und vertilge kleine Insekten, die ich von den Blättern absammle.
Mein Leibgericht:
Naturbelassene Sämereien und Insekten nach Saison
Meine persönlichen Daten:
15 cm von Schnabel- bis Schwanzspitze, 20 g schwer
Standvogel
Brut zwischen April und Juli mit zweimal 3-6 Eiern

Der Buntspecht

Durch meine unermüdliche Bautätigkeit in Sachen Baumhöhlen schaffe ich Wohnraum für mich und viele andere Tiere im Wald. Ansonsten setze ich meinen spitzen Schnabel auch noch ein, um Larven aus der Rinde zu hacken und um auf meiner "Spechtschmiede" Zapfen nach Samen zu durchsuchen.
Mein Leibgericht:
Saftige Insektenlarven in Holz eingebettet, gerne "geharzte" Borkenkäfer
Meine persönlichen Daten:
23 cm groß, 80 g schwer
Standvogel
Brut zwischen Mai und Juli mit 5-7 Eiern

Der Kleiber

Da ich auf Sicherheit bedacht bin, "vermauere" ich den Eingang meiner Bruthöhle mit Lehm und anderen Materialien so, daß keine größeren Tiere mehr hindurchpassen. Ich suche die Rinde der Bäume nach Nahrung ab und erbeute dabei kleine Insekten, oft Spinnen und Falter.
Mein Leibgericht:
Potpourri aus kleinen Insekten an Rinde
Meine persönlichen Daten:
14 cm groß, 23 g schwer
Standvogel
Brut zwischen April und Juli mit 6-8 Eiern

Der Waldkauz

Ich bin die häufigste Eule im Wald. Ich brüte in Baumhöhlen und jage, dank meiner guten Augen, in der Nacht. Leichte Beute sind um diese Zeit unvorsichtige Mäuse und kleine Vögel, die ich gleich, so wie sie sind, verschlinge. Ihre Reste (Haut und Knochen) spucke ich wieder als "Gewölle" aus.
Mein Leibgericht:
Fangfrische Mäuse am Stück als Mitternachtsdinner
Meine persönlichen Daten:
38 cm groß, 500 g schwer
Standvogel
Brut zwischen Februar und Juni mit 3-5 Eiern

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