Buchen im Spessart
Buchenbewirtschaftung im Spessart: Rechtsaufsicht und Forstaufsicht

Rechtsaufsicht über die BaySF
Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) ist Rechtsaufsichtsbehörde über die Bayerische Staatsforsten AöR (BaySF) und achtet darauf, dass die Geschäfte gesetzes- und satzungskonform geführt werden und die BaySF insbesondere ihrer gesetzlichen Pflicht zur vorbildlichen Waldbewirtschaftung und Jagdausübung nachkommen.

Dazu prüft das StMELF alle wesentlichen Vorhaben der BaySF, Unternehmensberichte, grundlegende Richtlinien, den Jahresabschluss der BaySF, eingehende Beschwerden und vieles mehr. Im Falle rechtlicher Beanstandungen werden die nötigen Maßnahmen ergriffen, damit die BaySF auch künftig einen vorbildlichen Kurs einhalten. Die Rechtsaufsicht hat ihre Grundlage in Art. 6 des Staatsforstengesetzes.
Forstaufsicht im Staatswald
Neben der Rechtsaufsicht unterliegen die BaySF - wie alle anderen Waldbesitzer - der Forstaufsicht nach Artikel 26 des Waldgesetzes für Bayern (BayWaldG), die sich explizit auf die Überwachung der waldrechtlichen Vorgaben des Waldgesetzes konzentriert. Forstaufsicht ist die hoheitliche Tätigkeit, die der Freistaat Bayern ausübt, um den Wald zu erhalten, vor Schäden zu bewahren und seine sachgemäße Bewirtschaftung zu sichern. Maßstab für die Forstaufsicht im Staatswald ist die gesetzliche Verpflichtung der BaySF zur vorbildlichen Waldbewirtschaftung (Art. 18 BayWaldG).

Die Forstbehörden stehen in regelmäßigem Kontakt mit den BaySF (Forstbetriebe, Zentrale) und können auftretende Fragen meist rasch klären. Sie haben auch hoheitliche Instrumente zur Verfügung, nämlich ein uneingeschränktes Betretungsrecht des Waldes sowie das Recht, von den BaySF alle zum Vollzug des Waldgesetzes erforderlichen Auskünfte einzuholen. Im Bedarfsfall kann die Forstbehörde erforderliche Maßnahmen anordnen und ggf. im Wege der Ersatzvornahme selbst durchführen.

Ein Großteil der forstaufsichtlichen Tätigkeiten erfolgt daher direkt an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) in Form von stichprobenhaften Beobachtungen und Kontrollen. Werden den Ämtern konkrete Hinweise über mögliche Verstöße gegen die Pflicht zur vorbildlichen Waldbewirtschaftung bekannt, werden diese geprüft und gegebenenfalls notwendige Schritte unternommen. Bei naturschutzrechtlich relevanten Fragen ist eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Naturschutzbehörden üblich.