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RSS-Feed Pressemitteilungen des StMELF

Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Förderwegweiser
Direktzahlungen

Als Direktzahlungen bezeichnet das EU-Recht bestimmte Beihilfen für die landwirtschaftlichen Betriebsinhaber, auf die diese nach dem EU-Recht bei Beachtung der geregelten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch haben. Sie werden in vollem Umfang aus EU-Mitteln finanziert.

Basisprämie durch Aktivierung der Zahlungsansprüche

Die Basisprämie wird durch Aktivierung von Zahlungsansprüchen (ZA) gewährt. Im Jahr 2018 verfügt jeder Zahlungsanspruch einer Region über einen einheitlichen Wert. In Bayern liegt er voraussichtlich bei knapp 180 €.

Umverteilungsprämie für aktivierte Zahlungsansprüche

Die Umverteilungsprämie wird für maximal 46 mit Fläche aktivierte Zahlungsansprüche gewährt. Sie beträgt jeweils ca. 50 € für die ersten 30 ZA und ca. 30 € für die weiteren 16 ZA.

Junglandwirteprämie

Aufgrund einer Neuregelung im EU-Recht kann ab dem Antragsjahr 2018 die Zahlung für Junglandwirte für einen Zeitraum von fünf aufeinanderfolgenden Jahren ab erstmaliger Antragstellung auf Zahlung für Junglandwirte gewährt werden. Die bisherige Verkürzung dieses Zeitraums um die Anzahl an Kalenderjahren, die zwischen dem Kalenderjahr der erstmaligen Niederlassung und der erstmaligen Antragstellung vergangen sind, entfällt.

Damit kann auch noch Junglandwirten mit erstmaliger Niederlassung in den Jahren 2010, 2011 und 2012, die 2015 die Zahlung für Junglandwirte erhalten haben, in den Jahren 2018 und 2019 diese Zahlung gewährt werden. Eine rückwirkende Gewährung für vergangene Jahre ist jedoch nicht möglich.

Die Junglandwirteprämie wird für maximal 90 aktivierte ZA gewährt und beträgt nach derzeitigen Schätzungen ca. 44 € je ZA.

Kleinerzeugerregelung

Im Jahr 2015 konnten sich Betriebsinhaber einmalig zur Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung entscheiden. Sie unterliegen damit im Rahmen des Direktzahlungssystems nicht den Vorschriften des Greenings und der Cross Compliance. Die fachrechtlichen Vorschriften gelten aber weiterhin. Die Zahlung ergibt sich aus der Summe der oben genannten einzelnen Direktzahlungen und ist auf maximal 1.250 € je Jahr begrenzt.
Die Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung kann mit der Mehrfachantragstellung 2018 widerrufen werden.

Greeningprämie - Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden

Mit der Beantragung der Basisprämie verpflichtet sich der Betriebsinhaber auch zur Einhaltung der dem Klima- und Umweltschutz förderlichen Landbewirtschaftungsmethoden (Greening) auf allen seinen beihilfefähigen Flächen im gesamten Kalenderjahr 2018. Die in diesem Zusammenhang einzuhaltenden Bedingungen umfassen die Anbaudiversifizierung (Fruchtartenvielfalt) und die Bereitstellung Ökologischer Vorrangflächen (ÖVF) auf Ackerland sowie den Dauergrünlanderhalt. Von den Greeningauflagen sind Betriebe, die die Direktzahlungen im Rahmen der Kleinerzeugerregelung beantragen, sowie Betriebe des ökologischen Landbaus befreit. Die Greeningprämie beträgt auch im Jahr 2018 ca. 86 € je Hektar.
Genehmigung einer Umwandlung von Dauergrünland, Anzeige des Umpflügens von Grünlandflächen
Jede Umwandlung von Dauergrünland ist nur zulässig, wenn sie zuvor vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten genehmigt wurde.
Mit Inkrafttreten der Dritten Verordnung zur Änderung der DirektZahlDurchfV am 30. März 2018 kommt in Deutschland die sogenannte Pflugregelung zur Anwendung. Eine Umwandlung von Dauergrünland liegt somit seit dem 30. März 2018 bereits immer dann vor, wenn Dauergrünland (z. B. auch zur Grünlanderneuerung) umgepflügt wird. Darüber hinaus liegt, wie bisher, eine Umwandlung von Dauergrünland auch immer dann vor, wenn (ggf. auch ohne Umpflügen der Dauergrünlandfläche) eine Bestellung mit einer Ackerkultur oder einer Dauerkultur erfolgt. Das Gleiche gilt, wenn Dauergrünland in eine nichtlandwirtschaftliche Fläche (z. B. Bebauung oder Aufforstung) umgewandelt wird. Für umweltsensible Dauergrünlandflächen besteht ein vollständiges Umwandlungs- und Pflugverbot. Ausgenommen davon ist lediglich die Umwandlung in eine nichtlandwirtschaftliche Fläche (z. B. Bebauung, Aufforstung). Kleinerzeuger und Ökobetriebe, die von den Greeningauflagen befreit sind, unterliegen nicht der Genehmigungspflicht.
Andererseits kann die Entstehung von Dauergrünland auf Ackerflächen, die mit Gras bzw. Grünfutter oder als Brache genutzt werden, durch Anwendung einer Pflugfurche künftig vermieden wird. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass das Umpflügen dieser Flächen mit dem Ziel, sie wieder mit Gras oder Grünfutterpflanzen anzulegen, spätestens innerhalb eines Monats beim Landwirtschaftsamt schriftlich angezeigt wird.

Voraussetzungen für die Förderung

  • Betriebsinhaber eines landwirtschaftlichen Unternehmens und eigenverantwortliche Bewirtschaftung des Betriebes zum 15. Mai
  • Die beantragten Flächen sind grundsätzlich während des gesamten Kalenderjahres beihilfefähig.

Einschränkungen für die Förderung

  • Grundsätzlich werden keine Direktzahlungen gewährt, wenn die beihilfefähige Fläche des Betriebs kleiner als 1 ha ist.

Höhe der Förderung

  • Die Höhe der Förderung ist abhängig von der Anzahl der Zahlungsansprüche.
  • Je ha beihilfefähiger Fläche kann ein Zahlungsanspruch aktiviert werden.

Mittelherkunft

  • EU - Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL)

EU-Verordnungen (in den jeweils geltenden Fassungen)

  • Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 vom 17. Dezember 2013
  • Delegierte Verordnung (EU) Nr. 639/2014 vom 11. März 2014
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 641/2014 vom 16. Juni 2014
  • Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 vom 17. Dezember 2013
  • Delegierte Verordnung (EU) Nr. 640/2014 vom 11. März 2014
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 809/2014 vom 17. Juli 2014

Bundes-Gesetze und Verordnungen (in den jeweils geltenden Fassungen)

  • Gesetz zu Durchführung der Direktzahlungen (Direktzahlungen-Durchführungsgesetz – DirektZahlDurchfG)
  • Verordnung zur Durchführung der Direktzahlungen (Direktzahlungen-Durchführungsverordnung - DirektZahlDurchfV)
  • Verordnung zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem - InVeKoSV
Ansprechpartner
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kontaktdaten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Antragszeitraum
März bis 15. Mai 2018
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