Henner Damke, mpanch/Fotolia.com

RSS-Feed Pressemitteilungen des StMELF

Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

Aufruf des Presse-RSS-Feeds

Förderwegweiser
Direktzahlungen

Als Direktzahlungen bezeichnet das EU-Recht bestimmte Beihilfen für die landwirtschaftlichen Betriebsinhaber, auf die diese nach dem EU-Recht bei Beachtung der geregelten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch haben. Sie werden in vollem Umfang aus EU-Mitteln finanziert.

Basisprämie durch Aktivierung der Zahlungsansprüche

Die Basisprämie wird durch Aktivierung von Zahlungsansprüchen (ZA) gewährt. Im Jahr 2017 verfügt jeder Zahlungsanspruch einer Region über einen einheitlichen Wert. In Bayern liegt er voraussichtlich bei knapp 184 €.

Umverteilungsprämie für aktivierte Zahlungsansprüche

Die Umverteilungsprämie wird für maximal 46 mit Fläche aktivierte Zahlungsansprüche gewährt. Sie beträgt jeweils ca. 50 € für die ersten 30 ZA und ca. 30 € für die weiteren 16 ZA.

Junglandwirteprämie

Die Zahlung für Junglandwirte kann je Betriebsinhaber maximal für einen Zeitraum von fünf Jahren gewährt werden und muss jedes Jahr beantragt werden. Der Zeitraum verkürzt sich um die Anzahl an Kalenderjahren, die zwischen dem Kalenderjahr der Niederlassung des Junglandwirts als Betriebsinhaber und dem Kalenderjahr der ersten Antragstellung auf eine Zahlung für Junglandwirte vergangen sind. Die Junglandwirteprämie wird für maximal 90 aktivierte ZA gewährt und beträgt nach derzeitigen Schätzungen ca. 44 € je ZA.

Kleinerzeugerregelung

Im Jahr 2015 konnten sich Betriebsinhaber einmalig zur Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung entscheiden. Sie unterliegen damit im Rahmen des Direktzahlungssystems nicht den Vorschriften des Greenings und der Cross Compliance. Die fachrechtlichen Vorschriften gelten aber weiterhin. Die Zahlung ergibt sich aus der Summe der oben genannten einzelnen Direktzahlungen und ist auf maximal 1.250 € je Jahr begrenzt.
Die Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung kann mit der Mehrfachantragstellung 2017 widerrufen werden.

Greeningprämie - Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden

Mit der Beantragung der Basisprämie verpflichtet sich der Betriebsinhaber auch zur Einhaltung der dem Klima- und Umweltschutz förderlichen Landbewirtschaftungsmethoden (Greening) auf allen seinen beihilfefähigen Flächen im gesamten Kalenderjahr 2017. Die in diesem Zusammenhang einzuhaltenden Bedingungen umfassen die Anbaudiversifizierung (Fruchtartenvielfalt) und die Bereitstellung Ökologischer Vorrangflächen (ÖVF) auf Ackerland sowie den Dauergrünlanderhalt. Von den Greeningauflagen sind Betriebe, die die Direktzahlungen im Rahmen der Kleinerzeugerregelung beantragen, sowie Betriebe des ökologischen Landbaus befreit. Die Greeningprämie beträgt auch im Jahr 2017 ca. 86 € je Hektar.
Genehmigung der Umwandlung von Dauergrünland
Jede Umwandlung von Dauergrünland in Ackerland oder Dauerkulturen ist nur dann noch zulässig, wenn sie zuvor vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten genehmigt wurde.
Seit 28.10.2016 gilt dies auch, wenn Dauergrünland in nichtlandwirtschaftliche Fläche umgewandelt, also bebaut oder aufgeforstet werden soll. In diesem Fall ist es allerdings nicht erforderlich, eine andere Fläche mit der entsprechenden Hektarzahl als Dauergrünland neu anzulegen.
Kleinerzeuger sind von der Genehmigungspflicht ausgenommen. Für umweltsensible Dauergrünlandflächen besteht ein vollständiges Umwandlungs- und Pflugverbot. Eine Genehmigung zur Umwandlung ist für diese Flächen nicht möglich.

Voraussetzungen für die Förderung

  • Direktzahlungen nur an aktive Betriebsinhaber
  • Betriebsinhaber eines landwirtschaftlichen Unternehmens und eigenverantwortliche Bewirtschaftung des Betriebes zum 15. Mai
  • Die beantragten Flächen sind grundsätzlich während des gesamten Kalenderjahres beihilfefähig.

Einschränkungen für die Förderung

  • Grundsätzlich werden keine Direktzahlungen gewährt, wenn die beihilfefähige Fläche des Betriebs kleiner als 1 ha ist.

Höhe der Förderung

  • Die Höhe der Förderung ist abhängig von der Anzahl der Zahlungsansprüche.
  • Je ha beihilfefähiger Fläche kann ein Zahlungsanspruch aktiviert werden.

Mittelherkunft

  • EU - Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL)

EU-Verordnungen (in den jeweils geltenden Fassungen)

  • Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 vom 17. Dezember 2013
  • Delegierte Verordnung (EU) Nr. 639/2014 vom 11. März 2014
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 641/2014 vom 16. Juni 2014
  • Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 vom 17. Dezember 2013
  • Delegierte Verordnung (EU) Nr. 640/2014 vom 11. März 2014
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 809/2014 vom 17. Juli 2014

Bundes-Gesetze und Verordnungen (in den jeweils geltenden Fassungen)

  • Gesetz zu Durchführung der Direktzahlungen (Direktzahlungen-Durchführungsgesetz – DirektZahlDurchfG)
  • Verordnung zur Durchführung der Direktzahlungen (Direktzahlungen-Durchführungsverordnung - DirektZahlDurchfV)
  • Verordnung zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem - InVeKoSV
Ansprechpartner
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kontaktdaten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Antragszeitraum
9. März bis 15. Mai 2017
Zurück zu:
Förderwegweiser