Ländliche Entwicklung
Ein starker Partner für einen starken Raum

Bayerns ländlicher Raum ist lebenswert und soll es bleiben. Auch die Menschen dort erwarten attraktive Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen, die denen der Städte nicht gleichen, aber gleichwertig sind.

Dafür steht der Freistaat Bayern den Bürgern und Kommunen durch Ländliche Entwicklung zur Seite, um Dörfer, Landschaften und Regionen zu stärken. Vor Ort werden die Projekte von den sieben Ämtern für Ländliche Entwicklung begleitet. Sie betreuen in über 1600 Gemeinden fast 2600 Projekte und gestalten attraktive Standortbedingungen für 1 Mio. Bürger. Hinzu kommen knapp 114 Integrierte Ländliche Entwicklungen zur Stärkung von Regionen.

Aktuelles

Dorferneuerung und Baukultur
16 Staatspreise für denkmalgeschützte und ortsbildprägende Gebäude

Runde Sitzgelegenheit auf einem Dorfplatz, der durch Bäume, Kirche und Rathaus eingerahmt wird.

Sieben private und neun öffentliche Bauherrinnen und Bauherren zeigen, wie nachhaltige Baukultur in alten und neuen Gebäuden gelingen kann. Sie haben Gebäude für Wohnzwecke oder das Gemeinschaftsleben im Dorf erhalten und revitalisiert oder das Ortsbild mit Neubauten bereichert.   Mehr

Fachinformationen
Alternativen zum Einfamilienhaus am Ortsrand

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem schlichten, schönen Holzhaus.

Wohnkonzepte für junge und ältere Menschen in der Ortsmitte als Alternative zum Einfamilienhaus am Ortsrand - in Kirchanschöring, Landkreis Traunstein, werden Ideen für eine nachhaltige Ortsentwicklung ausprobiert. Die Broschüre gibt wertvolle Empfehlungen.  Mehr

Förderung
Gute Nachrichten für Bayerns ländliche Kommunen

Zwei Fahrradfahrer radeln über einen Dorfplatz der durch ein Fachwerkhaus und eine Kirche begrenzt wird.

Ministerin Kaniber hat zusätzliche Mittel für die Dorferneuerung bereitgestellt. In diesem Jahr stehen 90 Millionen Euro zur Verfügung. Sie werden um 20 Millionen Euro aufgestockt. Bis 2025 stehen weitere 20 Millionen Euro aus dem Topf der Europäischen Union bereit.  Mehr

Jubiläum
40 Jahre Dorferneuerung – Alles Gute Dörfer

Ministerin mit drei Personen beim Pflanzen einer Linde

Ein Dorfladen, ein Spielplatz, ein Gemeinschaftshaus, eine bessere Verkehrsführung, mehr Grün im Dorf, ein Nahwärmenetz: die Dorferneuerung ist vielfältig und ein Erfolgsmodell. Seit nunmehr 40 Jahren planen und gestalten die Bürgerinnen und Bürger mit der Dorferneuerung ihre Heimat. Ministerin Kaniber startete hierzu eine Jubiläumspflanzaktion unter dem Motto „40 Dorflinden in den Dorferneuerungsgemeinden“.   Mehr

Förderung
Sechs Millionen Euro für kreative Kleinprojekte

Die Füße von zwei Menschen in Wanderschuhen in einer Wiese

Digitale Wanderrouten-Portale, Spielplätze, sanierte Marterl und vieles mehr - fast zwölfhundert pfiffige, kleine Projekte erhielten einen Zuschuss aus dem Regionalbudget. Im vergangenen Jahr kamen 81 Gemeinde-Zusammenschlüsse in den Genuss. Auch in diesem Jahr werden wieder Projekte im Rahmen des Regionalbudgets gefördert.  Mehr

Grundversorgung
Ein Dorfladen für Lützelburg

In drei Gläsern mit Deckel sind bunte Süßigkeiten

Was für den Einzelnen nicht zu stemmen ist, schafft die Dorfgemeinschaft: Bürger finanzieren ihren eigenen Dorfladen, einen Ort zum Einkaufen und Ratschen. Sie werden von der Gemeinde und der Dorferneuerung unterstützt. Kleinstunternehmen der Grundversorgung auf dem Land können eine Förderung erhalten.  Mehr

Grundversorgung
Metzgerei Riedhofer – regional und raffiniert

Vor einer Metzgerei stehen zwei Männer und eine Frau

Die Metzgerei in Eisenberg im Allgäu bietet eine vielfältige Auswahl an Fleisch- und Wurstsorten. Dabei legt der junge Metzger höchsten Wert auf Qualität und Regionalität. Der gelernte Koch, Metzgermeister und Fleischsommelier Dominik Riedhofer garantiert den respektvollen Umgang mit Tier und Fleisch. Als Kleinstunternehmer der Grundversorgung wurde er im Rahmen der Dorferneuerung unterstützt.  Mehr

Flächensparen und Innenentwicklung
Innen statt Außen – eine Förderinitiative für lebendige Dörfer

Straße durch ein Dorf mit Zebrastreifen. Ein beiges Modellhaus ergänzt die dörfliche Häuserzeile.

Die Ortsmitte ist Herz und Gesicht eines Dorfes. Unsere Dörfer „Innen statt Außen“ zu entwickeln, schafft Lebensqualität, stärkt die Gemeinschaft und spart Flächen. Gemeinden erhalten mit der Förderinitiative noch mehr Unterstützung für ihre Projekte der Innenentwicklung in der Dorferneuerung.  Mehr

Landschaft und Resourcen
FlurNatur - ein Förderprogramm für artenreiche Landschaften

Schlehenhecken Ilmried

Hecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Trocken- und Feuchtbiotope stärken die biologische Vielfalt, begrünte Abflussmulden, Erdbecken und Geländestufen halten das Wasser bei Starkregenfällen in der Fläche zurück. Die Ländliche Entwicklung fördert deshalb mit dem Programm FlurNatur die Planung und Anlage von Struktur- und Landschaftselementen.  Mehr

Dorferneuerung und Innenentwicklung
Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung für vitale Dörfer

Bäcker steht neben einem mit verschiedenen Brotsorten beladenen Rollregal.

Eine gute Grundversorgung steigert die Lebensqualität für die Menschen in Dörfern enorm. Die Dorferneuerung fördert deshalb bestehende und neue Kleinstunternehmen wie Dorfladen, Bäcker und Metzger, Dorfwirtshaus, Gesundheits- und Pflegedienstleistungen, Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe.  Mehr

Weitere Beiträge

Neuer Leiter der Verwaltung
"Eine Führungspersönlichkeit mit Weitblick, Verhandlungsgeschick und politischem Gespür"

Zwei Männer und eine Frau vor bunten Stellwänden

Mit diesen Worten verabschiedete Staatsministerin Michaela Kaniber den langjährigen Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, Maximilian Geierhos, in den Ruhestand. Für seine hervorragenden Verdienste um die Ländliche Entwicklung zeichnete die Ministerin den 65-jährigen Geierhos mit der Staatsmedaille in Silber aus. Sein langjähriger Stellvertreter Leonhard Rill wird sein Nachfolger als oberster Chef der Land- und Dorfentwicklung.  Mehr

Integrierte Ländliche Entwicklung
Gemeinsam sind wir stärker - Starke Regionen durch gemeindeübergreifende Zusammenarbeit entwickeln

Gruppe von 10 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die sich auf einer Treppe stehend die Hände reichen und damit ihre Zusammenarbeit signalisieren.

Hinter starken Regionen stehen innovative Gemeinschaften. In rd. 100 kommunalen Allianzen entwickeln Gemeinden gemeinsame Konzepte zu aktuellen Herausforderungen. Die Ländliche Entwicklung unterstützt diese Entwicklungsprozesse und setzt anschließend viele der Maßnahmen in Dorf und Flur.   Mehr

Hochwasserschutz
Mit der Ländlichen Entwicklung Wasser in der Landschaft zurückhalten und Schutzmaßnahmen für Dörfer errichten

Wasserrückhaltebecken mit Stau- und Ablassbauwerk. Im Hintergrund befindet sich ein Dorf.

Der Klimawandel bringt zunehmende Starkregenereignisse. Wir setzen in der Fläche für den Wasserrückhalt an und nutzen die natürlichen Gegebenheiten; erforderliche Flächen stellen wir durch Bodenmanagement bereit. In Abstimmung mit der Wasserwirtschaft und Gemeinden schaffen wir Schutzeinrichtungen in Flur und Dorf.   Mehr

Info-Kurzfilm
Bayern | Ländlich erfolgreich - Die Flurneuordnung

Luftbild

In der Flurneuordnung werden Felder und Wiesen durch Wege erschlossen und durch Bodenordnung so gestaltet, dass Landwirte Arbeitszeit und Kosten sparen. Gleichzeitig werden die Kulturlandschaft gestaltet, Böden und Gewässer geschützt sowie Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten und neu geschaffen.  Mehr

Dorferneuerung und Innentwicklung
Kurzfilm „Heimat“ - Innenentwicklung leicht erklärt

Ein gemaltes Bild zeigt eine ideale Dorfszene mit intakten Gebäuden, Geschäften und einer belebten Straße. Am Dorfrand gibt es noch keine Neubausiedlungen, im Altort keine Leerstände.

Was bedeuten die Schlagwörter „Innenentwicklung“ oder „Altortrevitalisierung“, die in der Ländlichen Entwicklung häufig gebraucht werden? Der in Zusammenarbeit von Sinngrundallianz und Regionalmanagement Main-Spessart entstandene Film „Heimat“ erklärt es für jedermann verständlich.   Mehr

Planen mit System
Mit dem Vitalitäts-Check die Situation in Dörfern und Gemeinden analysieren und die Innenentwicklung planen

Titelseite des Leitfadens Vitalitäts-Check - Das Analyseinstrument zur Innenentwicklung für Dörfer und Gemeinden

Der Vitalitäts-Check erfasst und bewertet die bauliche, funktionale und soziale Situation in Dörfern und Gemeinden. Die Ergebnisse sind Grundlage für die Planungen in Dorferneuerungen, Gemeindeentwicklungen und Integrierten Ländlichen Entwicklungen. Der Vitalitäts-Checks steht zum download bereit.   Mehr

Info-Kurzfilm
Bayern | Packt an - Die Dorferneuerung

Luftbild von Stadt Lauringen

In 2100 Dörfern engagieren sich Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft ihrer Heimat. Die Dorferneuerung ist eine Bürgerbewegung für den ländlichen Raum. Erfahren Sie von Bürgermeister Friedel Heckenlauer, wie nachhaltige Dorfentwicklung die Attraktivität und Lebensqualität in seiner Gemeinde verbessert.  Mehr

Erfolg durch Dialog

Ländliche Entwicklung ist gemeinsames Handeln für den gemeinsamen Erfolg der Menschen im ländlichen Raum. Die notwendigen Maßnahmen erarbeiten wir im Dialog mit Gemeinden, Bürgern und Landwirten und setzen sie um.  

Gemeinden kooperieren

Zur interkommunalen Zusammenarbeit bietet die Ländliche Entwicklung den Gemeinden die Integrierte Ländliche Entwicklung. Dabei sollen die kooperierenden Gemeinden auf die Potenziale ihrer Region bauen, gemeinsam profitieren und ihre Identität bewahren. 

Bürger handeln

In der Dorferneuerung und Flurneuordnung ist die Bürgermitwirkung Grundprinzip. Dadurch übernehmen Bürger selbst Verantwortung für die Zukunft ihrer Heimat und die durchgeführten Maßnahmen bleiben nachhaltig wirksam. 

Planungen umsetzen

Die Planungen in der Dorferneuerung und in der Flurneuordnung erfolgen mit gesicherter Umsetzung. Dafür stehen Fördergelder, die Zuständigkeit für die Planfeststellung sowie die Bodenordnung zur Koordinierung der vielfältigen Landnutzungsinteressen zur Verfügung. 

Unsere Dienstleistung im Überblick

Unsere Aufgaben
Aufgaben der Ländlichen Entwicklung
Angesichts der Vielschichtigkeit der gegenwärtigen und der zu erwartenden Entwicklungen steht der ländliche Raum vor großen Herausforderungen. Er verfügt aber auch über vielfältige Potenziale, die es zu stärken gilt. Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung leistet unter den sich verändernden Rahmenbedingungen vielfältige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes.
  • Sie stärkt die ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Potenziale in den ländlichen Teilräumen,
  • ermuntert die Gemeinden und ihre Bürger, aktiv und eigenverantwortlich Entwicklungskonzepte für ländliche Gemeinden und Räume auszuarbeiten und umzusetzen sowie zur Stärkung der Eigenkräfte der Regionen beizutragen,
  • verbessert die Lebensqualität im ländlichen Raum, um damit die Heimatbindung zu vertiefen und die Standortfaktoren für die Wirtschaft zu optimieren,
  • sichert und stärkt die Grundlagen einer nachhaltigen Landbewirtschaftung sowie einer flächendeckenden Landnutzung,
  • verbessert die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft und macht damit die Betriebe fit für den Wettbewerb,
  • entflechtet und löst Konflikte bei der Landnutzung sozialverträglich und flächensparend,
  • unterstützt querschnittsorientierte, ressortübergreifende Förderkonzepte und realisiert flächenbeanspruchende Maßnahmen möglichst ressourcensparend,
  • unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bei der Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen,
  • unterstützt ländliche Gemeinden und Regionen, Energiekonzepte zu entwickeln und umzusetzen,
  • erhält und verbessert eine intakte Umwelt, die ökologische Vielfalt, die Schönheit und den hohen Erholungswert der Landschaft,
  • sichert die natürlichen Lebensgrundlagen durch Beiträge beispielsweise zum Trinkwasser-, Gewässer- und Bodenschutz,
  • unterstützt den Hochwasserschutz und hilft Hochwasser vorbeugend zu vermeiden,
  • hilft öffentliche Vorhaben ohne Enteignungen umzusetzen,
  • fördert die Innenentwicklung der Dörfer.
Unser Angebot
Angebot der Ländlichen Entwicklung

Aus diesen Aufgaben leitet die Verwaltung für Ländliche Entwicklung ihr Angebot ab:

  • Land- und Forstwirtschaft zukunftsorientiert unterstützen
  • Gemeinden nachhaltig stärken und damit vitale ländliche Räume sichern
  • öffentliche Vorhaben eigentumsverträglich realisieren
  • natürliche Lebensgrundlagen schützen und Kulturlandschaft gestalten
Unsere Grundprinzipien
Grundprinzipien der Ländlichen Entwicklung

Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung arbeitet nach drei Grundprinzipien, die sich seit vielen Jahren bewährt haben:

  • Bürgermitwirkung
  • Projektträgerschaft in örtlicher Verantwortung
  • Bodenmanagement
Unsere Instrumente
Instrumente der Ländlichen Entwicklung

Je nach Aufgabenstellung werden bedarfsorientiert folgende Instrumente der Ländlichen Entwicklung eingesetzt:

  • Integrierte Ländliche Entwicklung
  • Gemeindeentwicklung
  • Dorferneuerung
  • Flurneuordnung
  • Unternehmensverfahren
  • Ländlicher Straßen- und Wegebau
  • Freiwilliger Landtausch
  • Freiwilliger Nutzungstausch