Erwerbskombination
Wettbewerb "Bäuerin als Unternehmerin des Jahres 2022"

Schmuckbild des Wettbewerbs "Bäuerin als Unternehmerin des Jahres 2022"

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zeichnet die "Bäuerinnen als Unternehmerinnen des Jahres 2022" aus. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto "Frauen – kreativ und zukunftsorientiert". Prämiert wurden Bäuerinnen, die einen eigenen Betriebszweig auf dem landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich aufgebaut haben.

Vier Bäuerinnen sind Unternehmerinnen des Jahres 2022! Ihnen überreichten Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am 26. Oktober 2022 einen Staatsehrenpreis und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 €. Daneben wurden zwei Anerkennungspreise für besondere Leistungen vergeben. Zum 20-jährigen Jubiläum des Wettbewerbs wurde darüber hinaus die Vielfalt an Ideen unserer Preisträgerinnen aus den Wettbewerben zwischen 2002 und 2022 aufgezeigt. Die ausgezeichneten Unternehmerinnen dieser Jahre haben mutig und engagiert ihre innovativen Ideen umgesetzt und sind mit ihren Unternehmen heute noch erfolgreich. In seinem Festvortrag würdigte Pater Anselm Grün die Leistungen und zeigte auf, wie Wachstum im Wandel stattfinde. 

Pressemitteilung vom 26. Oktober 2022

20 Jahre Wettbewerb "Bäuerin als Unternehmerin des Jahres"

Gruppenfoto - Bäuerinnen als Unternehmerin des Jahres 2022 mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Ministerin Michaela Kaniber

(v. l.) Elisabeth Schreiner, Lkr. Rottal-Inn; Nora Wölfert, Biohof Wölfert, Lkr. Coburg; Anna Landes, Hofladen Landes, Lkr. Donauwörth; Ministerin Michaela Kaniber; Ministerpräsident Dr. Markus Söder; Claudia Fenzel, Hafninger Hof, Lkr. Passau; Lena-Maria Fischer, Milchmädl, Lkr. Cham; Daniela Golder-Eisenbarth, Bauernhofkindergarten Reimlingen, Lkr. Donauwörth

Gruppenbild in Originalgröße photo 8,2 MB

Alle Fotos von der Veranstaltung: Tobias Hase/StMELF, Abdruck honorarfrei

(v. l.) Ministerin Michaela Kaniber; Claudia Fenzel, Hafninger Weide, Lkr. Passau; Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Staatsehrenpreis Claudia Fenzel, Lkr. Passau

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(v. l.) Ministerin Michaela Kaniber; Lena-Maria Fischer, Milchhof Irrgang, Lkr. Cham; Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Staatsehrenpreis Lena-Maria Fischer, Lkr. Cham

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(v. l.) Ministerin Michaela Kaniber; Anna Landes, Hofladen Landes, Lkr. Donauwörth; Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Staatsehrenpreis Anna Landes, Lkr. Donauwörth

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(v. l.) Ministerin Michaela Kaniber; Elisabeth Schreiner, Lkr. Rottal-Inn; Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Staatsehrenpreis Elisabeth Schreiner, Lkr. Rottal-Inn;

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(v. l.) Ministerin Michaela Kaniber; Daniela Golder-Eisenbarth, Bauernhofkindergarten Reimlingen, Lkr. Donauwörth; Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Anerkennungspreis Daniela Golder-Eisenbarth, Lkr. Donauwörth

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(v. l.) Ministerin Michaela Kaniber; Nora Wölfert, Biohof Wölfert, Lkr. Coburg; Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Anerkennungspreis Nora Wölfert, Lkr. Coburg

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Impressionen der Preisverleihung

Der Wettbewerb 2022

Die Preisträgerinnen 2022 wurden von unserer unabhängigen Fachjury aus 23 Bewerberinnen ausgewählt. Sie alle sind kreativ und zukunftsorientiert. Darüber hinaus sind die prämierten Unternehmerinnen Vorbilder für bäuerliche Unternehmerinnen und

- wirtschaftlich erfolgreich.
Das unternehmerische Handeln der Bäuerinnen leistet einen wertvollen Beitrag zum Einkommen des landwirtschaftlichen Familienbetriebs und stabilisiert damit den Gesamtbetrieb.
- innovativ und unternehmerisch aktiv.
Innovative Geschäftsideen werden mit großem Einsatz und Risikobereitschaft als Einkommenskombination umgesetzt. Vielseitige Kompetenzen und Potenziale im Betriebs-, Haushalts- und Personalmanagement werden eingesetzt.
- strukturpolitisch handelnd.
Sie schaffen Arbeitsplätze, bieten attraktive Produkte an, stärken die regionalen Wirtschaftskreisläufe, sind gemeinwohlorientiert aktiv und beeinflussen damit positiv die Struktur im ländlichen Raum. Sie wirken als Botschafterin und als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.

Die Bewertung

Unsere Jury setzt sich aus namhaften Akteuren zusammen, die in unterschiedlichen Bereichen landwirtschaftliche Unternehmen und /oder Frauen unterstützen. Im Sommer berät die Jury in einer offiziellen Sitzung über die eingereichten Bewerbungen und bestimmt die Preisträgerinnen. Zu unserer Jury gehören:

Portrait von Jury-Mitglied Manuela Dagmar Hartleb

Dagmar Hartleb

Portrait Jury-Mitglied Sophia Gottschaller

Sophia Gottschaller

Portrait des Jury-Mitglieds Andrea Fuß

Dr. Andrea Fuß

Portrait von Jury-Mitglied Mechthild Schmidhuber

Mechthild Schmidhuber

Portrait von Jury-Mitglied Prof. Dr. Monika Gerschau

Prof. Dr. Monika Gerschau

Portrait von Jury-Mitglied Elisabeth Beer

Elisabeth Beer

Portrait von Jury-Mitglied Martin Hartmann

Martin Hartmann

Portrait von Jury-Mitglied Dr. Gerhard Dorfner

Dr. Gerhard Dorfner

Die Preisträgerinnen

Staatsehrenpreis – Claudia Fenzel, Hafninger Hof, 94113 Tiefenbach, Lkr. Passau

Studium Agrarmarketing und -managment und Hauswirtschafterin, Kochbuchautorin, Bauernhofgastronomin, BR Fernsehköchin, Teilnahme Landfrauenküche 2010, Bayerische Milchkönigin.

Claudia Fenzel vermarktet alles direkt vom Hof und setzt dabei auf mehrere Schienen. Gäste werden in Ihrem kleinen Wirtshaus "Lindenkeller" verwöhnt, ein Kochbuch wird im eigenen Weide Verlag vertrieben und Kunden der "Hafninger Weide" bestellen ab Hof.

Vor rund 23 Jahren gründete Claudia Fenzel im ersten Schritt der Diversifizierung des Familienbetriebs die Hof-Gastronomie "Lindenkeller". Die Umstellung auf eine Bio-Landwirtschaft mit Mutterkuhhaltung zur Erzeugung von Fleisch und später auch noch eine Bio-Hähnchenmast bauten die Landwirtschaft zukunftsfähig aus. Inzwischen werden rund 180 Fleischrinder und seit 2019 auch Hähnchen versorgt.

Der Betrieb vermarktet alle seine landwirtschaftlichen Produkte direkt an seine Kunden: Über Online-Bestellung und regionale Abholstellen in der Nähe der Kunden werden jährlich über 2000 Kunden erreicht. In ihrem Lindenkeller z. B. beim "Offenen Abend" serviert die leidenschaftliche Köchin Überraschungsmenüs, bei denen sie regionale Produkte, Gemüse der Saison und viele Kräuter und Gewürze einsetzt. Ihre bewährten Rezepte hat sie in einem eigen verlegten Kochbuch veröffentlicht. Claudia Fenzel informiert ihre Kunden professionell über verschiedene Kanäle im Internet und auf Social Media.

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Staatsehrenpreis – Lena-Maria Fischer, Milchmädl, 93413 Cham, Lkr. Cham

Meisterin der Landwirtschaft, Erlebnisbäuerin, stellv. Vorstand LandGenuss Bayerwald, Organisation Direktvermarktung.

Mit ihrem Hofladen mit eigen erzeugten und regionalen Produkten hat sich Lena-Maria Fischer ihren Traum vom familienfreundlichen Bauernhof verwirklicht. Sie setzt auf Dialog mit den Kunden und Transparenz. Auf ihrem Erlebnisbauernhof zeigt sie Schulkindern, wie die Lebensmittel produziert werden.

Schon während ihrer Meisterausbildung informierte sich Lena-Maria Fischer in Richtung Direktvermarktung und setzte diese Idee 2016 in Form eines Milchautomaten in einem regionalen Supermarkt um. In den darauffolgenden Jahren wuchs die Hofmolkerei kontinuierlich. Seit 2018 produziert der Betrieb mit über 80 Milchkühen auch Bauernhofeis – der "Grundstein" zum 2022 eröffneten eigenen Hofladen. Dort vermarktet Lena-Maria Fischer eigene Produkte – Milch, Eis, Joghurt, Drinks, Butter, Rind- und Schweinefleisch – ergänzt durch Produkte anderer Direktvermarkter aus der Region. Damit liefert sie einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung in ihrer Region und ihre Eistorten bereichern allerlei Feierlichkeiten. Als Erlebnisbäuerin lädt sie Schulklassen auf ihren Betrieb ein. Die Kinder sind nicht nur erste Kunden, sondern führen die Familien wieder zu den Höfen und damit näher an die Landwirtschaft heran.

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Staatsehrenpreis – Anna Landes, Hofladen Landes GbR, 86609 Donauwörth, Lkr. Donauwörth

Meisterin der Hauswirtschaft, Bürokauffrau.

In ihrem neuen Hofladen bietet Anna Landes beste Qualität aus der Region. Sie stellt Produkte für den täglichen Bedarf zur Verfügung, denn in ihrem Ort gibt es weder Nahversorger noch Gaststätten. Im Café mit 30 Sitzplätzen kann man den Hühnern zuschauen. Neu im Sortiment ist eine Kochbox.

2015 haben Michael und Anna Landes den Betrieb übernommen und wollten die Direktvermarktung mit Hofladen weiter ausbauen. Dazu wurde die alte Werkstatt zu einem Hofladen umgebaut, ergänzt durch ein Café. Anna Landes wollte dabei vor allem ihren wichtigsten Mitarbeiterinnen, den 5000 Legehennen, eine passende Bühne bieten. Bodentiefe Fenster ermöglichen einen direkten Blick in den Auslauf. Dieses Angebot ist einmalig in der Region. Auch die Energieversorgung des Bauernhofs mit nachwachsenden Rohstoffen wurde perfekt in Szene gesetzt: Der Hackschnitzelbunker neben dem Laden ist komplett verglast.

Im Januar 2022 wurde der Hofladen durch einen Online-Shop ergänzt. Ganz neu hat Anna Landes ihre regionale Kochbox entwickelt: Die Kunden wählen ein Gericht im Online-Shop aus und bekommen sämtliche Zutaten (alles regionale Produkte aus dem Hofladen) inklusive Rezept nach Hause geliefert .

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Staatsehrenpreis – Elisabeth Schreiner, Weber Fünf, 84326 Falkenberg, Lkr. Rottal-Inn

Einzelhandelskauffrau, Weiterbildung Betreuungsassistenz, Schulassistenz, Erlebnisbäuerin, Betriebszweigentwicklungsseminare Soziale Landwirtschaft und Direktvermarktung.

Ein Bauernhof ist für Elisabeth Schreiner schon immer ein Ort der Begegnung. Dazu hat sie auf ihrem Erlebnisbauernhof im Rottal zahlreiche Möglichkeiten geschaffen – mit Sozialer Landwirtschaft, einem Bauernhofcafé, dem Hofladen und erlebnisorientierten Angeboten.

Zur Weiterführung war der elterliche Milchviehbetrieb bei der Übernahme durch Elisabeth und Markus Schreiner zu klein, die Milchwirtschaft wurde aufgegeben. Da aber der Hof nicht ohne Tierhaltung bleiben sollte, baute Elisabeth Schreiner eine Alpakaherde auf und qualifizierte sich vielfältig weiter – zur Erlebnisbäuerin, für die Direktvermarktung und in der Sozialen Landwirtschaft.

So baute sie den Betrieb professionell zu einem Begegnungs- und Erlebnisbauernhof für Kinder, Schulgruppen und Senioren oder Menschen mit Behinderungen um. Der Hof ist barrierefrei und rollstuhlgerecht. Alpakas, die neuen Bewohner im Stall und der Freifläche, sind Begleiter bei Wanderungen. Sie sind auch Lieferanten der Wolle für die Produkte, die im eigenen Hofladen vermarktet werden. Hier wie auch in ihrer Bauernhofgastronomie setzt Elisabeth Schreiner auf unterschiedliche Netzwerke. In Workshops zum Garten und Feldanbau gibt sie ihr Wissen weiter.

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Anerkennungspreis – Daniela Golder-Eisenbarth, Bauernhofkindergarten Reimlingen, 86756 Reimlingen, Lkr. Donauwörth

Mit dem Bauernhofkindergarten hat sich Daniela Golder-Eisenbarth ihr Herzensprojekt verwirklicht: den Bauernhof als Ort der Begegnung von Mensch, Tier und Natur. Sie ermöglicht den Kindern Landwirtschaft zu erleben und vermittelt Bildung lebensecht.

Bei der Kinderpflege beobachtete Daniela Golder-Eisenbarth die besondere Wirkung von Tieren und Natur auf Kinder. Diese Erfahrung wollte sie nutzen und eröffnete nach einer über dreijährigen Genehmigungs-, Planungs- und Bauphase im September 2021 ihren Bauernhofkindergarten. Dazu wurde ein 100 Jahre alter Holzstadel aufwändig und in sehr viel Eigenleistung liebevoll saniert.

Auf der kleinen Hofstelle versorgen die Kinder selbst Schafe, Hühner, Hasen und Meerschweinchen. Sie sind beim Anbau von Obst und Gemüse und beim täglichen Kochen eingebunden. Gebastelt wird mit Naturmaterialien und so Nachhaltigkeit aktiv erlebt. Mit der Aufnahme von Integrationskindern unterstützt Daniela Golder-Eisenbarth auch entwicklungsverzögerte Kinder und deren Familien. Mit diesem Betriebszweig nutzt Daniela Golder-Eisenbarth die kleine Hofstelle und schafft für den Nebenerwerbsbetrieb mit seiner 100-köpfigen Mutterkuhherde ein zusätzliches Einkommen.

Anerkennungspreis – Nora Wölfert, Biohof Wölfert, 96484 Meeder, Lkr. Coburg

Nora Wölfert wollte schon immer Biobäuerin werden. Freude am Beruf und Vielseitigkeit machen für sie den Arbeitstag interessant. Nach dem Motto kein Anbau ohne Nutzung ist der Betrieb mit vielen Betriebszweigen breit aufgestellt und arbeitet in einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft.

Der landwirtschaftliche Betrieb von Nora Wölfert liegt etwas abseits in einem kleinen Dorf nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze – doch mit ihren Ideen ist sie Pionierin. Arten- und Geschmacksvielfalt sind ihr wichtig, ökologische Landwirtschaft ist dabei immer vollständig gedacht. Da ist nicht nur der Nährstoffkreislauf im Gleichgewicht. Ihre Milchkühe füttert sie so, dass keine Konkurrenz zur menschlichen Ernährung entsteht. Die Dreinutzungstiere liefern Milch, Fleisch und Energie für die Hofbiogasanlage. Der Betrieb ist somit auch energieautark.

Nora Wölfert baut alte Getreidearten wie Dinkel, Khorasanweizen, Emmer, Champagnerroggen, aber auch Blaue Bamberger Speisebohnen, Linsen oder Kichererbsen an. Sie backt Brot im wiederbelebten Dorfbackofen, lässt Emmerbier brauen und macht Emmernudeln. Im Hofladen bietet Sie ein vielfältiges Angebot.

Die Ziele des Wettbewerbs

  • Existenz der Höfe sichern
  • Stellung der Bäuerinnen stärken
  • Wertschöpfung der Höfe steigern
  • Erzeuger-Verbraucher-Dialog stärken
  • Produkte und Dienstleistungen bekanntmachen
  • Den ländlichen Raum nachhaltig bereichern
  • Neue Arbeitsplätze schaffen
  • Lebensqualität in ländlichen Gebieten steigern
  • Weitere Bäuerinnen motivieren
  • Vernetzung von Unternehmerinnen fördern
… und damit die unternehmerischen Leistungen und die Innovationsbereitschaft der Bäuerinnen würdigen.

Die Preisträgerinnen 2019

1. Preis | Staatspreis – Maria Deß, Ziegenhof Deß, 92342 Freystadt, Lkr. Neumarkt i.d.OPf.

Bürokauffrau und Hauswirtschafterin, Erlebnisbäuerin, Bauernhofgastronomin mit Wirtebrief und Landerlebnisreisen, Teilnahme am Programm Erlebnis Bauernhof und Landfrauenküche 2015

In ihrem Ziegenhof-Café serviert Maria Deß hausgemachte Kuchen und Brotzeiten. Alles von der Ziege finden die Kunden an der Verkaufstheke im Café. An über 180 Tagen im Jahr begrüßt Maria Deß ihre Gäste und zeigt den Betrieb, der nach Biokreis-Richtlinien bewirtschaftet wird. Im Jahr 2006 siedelte das Ehepaar Deß mit seinem Ziegenstall für die rund 170 Ziegen aus. Um aus der Ziegenhaltung ein eigenes Unternehmen aufzubauen, begann sich Maria Deß weiterzubilden. Zudem stanzelt sie auf der Steirischen Harmonika aus vollem Herzen.

Das Ziegenhof-Café wurde 2013 mit Blick in den Ziegenstall gebaut und ist jeden ersten Sonntag im Monat und darüber hinaus auch für Veranstaltungen geöffnet. Im Café bietet Maria Deß neben regionalen Produkten Ziegenkäse und Ziegenwurst aus eigener Produktion an. Ganz wichtig ist es ihr, nicht nur die Milch und das Fleisch der Ziegen zu nutzen, sondern das komplette Tier zu verwerten – vom Ziegenfett, über Hörner und Knochen bis zum Ziegenfell.

Was am Konzept überzeugt

  • vielseitig qualifizierte Unternehmerin
  • beispielhafte Vermarktung der eigenen Ziegen „from nose to tail“
  • hohe Mitarbeiterzufriedenheit
  • zahlreiche Kooperationen mit anderen Landwirten
  • attraktives tagestouristisches Ziel und musikantenfreundliches Wirtshaus

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Unternehmerin des Jahres 2019: Staatspreis – Maria Deß

2. Preis | Ehrenpreis – Brigitte Riedl, Zehatmoarhof, 85625 Jakobsbaiern, Lkr. Ebersberg

Bankkauffrau, Einsemestriger Studiengang Hauswirtschaft, Ebersberg, Agrarbürofachfrau

Mit der Umstellung von der Milchwirtschaft auf die Freilandhühnerhaltung 2009 beginnt der Weg von Brigitte Riedl als Unternehmerin. Sie weiß, dass fast jede Hühnerbäuerin einen Eierlikör herstellt. Mit ihrer speziellen, milderen Rezeptur des Mischgetränks, ihrem „Gack“, fing 2013 alles an. Das ganz Besondere ist aber ihre Verpackungsidee – das Gackerl® – mit der sie den Markt erobert. Die Unternehmerin packt das Mischgetränk in kleine 2cl Twist-off Portionsgläser und vermarktet sie in Eierkartons und -schachteln. Sie verkauft direkt ab Hof, im Einzelhandel und arbeitet mit Getränkemärkten zusammen, die ihr Partygetränk im größeren Stil vermarkten.

Als Unternehmerin beschäftigt Brigitte Riedl fünf Mitarbeiterinnen, allesamt Mütter. Es wird immer vormittags gearbeitet, damit sich Familie und Beruf gut vereinbaren lassen.

Was am Konzept überzeugt

  • Entwicklung einer Produktinnovation aus einem Klassiker der Direktvermarktung und Platzierung am Markt
  • Rohstoffe aus der Region – vom Futter bis zum Alkohol
  • Arbeitsplätze für fünf Mütter – Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen
  • Wiederverwendbarkeit der Gläser

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Unternehmerin des Jahres 2019: Ehrenpreis – Brigitte Riedl

Anerkennungspreis – Julia Dürr-Döppert, Weinbau Dürr GbR, 97258 Bullenheim, Lkr. Neustadt/Aisch-Bad Windsheim

Julia Dürr-Döppert ist als selbstständige Unternehmerin Teil der Weinbau Dürr GbR. Der Familienbetrieb lebt davon, dass jedes Familienmitglied eigenverantwortlich einen Unternehmenszweig betreut, aber alle zusammen an einem Strang ziehen.

Julia Dürr-Döppert nutzt das Erfahrungswissen ihrer Eltern und setzt bewusst eigene, innovative Akzente, um das Beste aus ihren Trauben herauszuholen. So baut sie seit letztem Herbst den ersten Wein in einem Granitfass aus. Die „GranitGranate“ hat einen einzigartigen weichen Charakter und ist ihr neues Premiumprodukt. Daneben bietet sie Weinstockleasing an und setzt auf den direkten Kundenkontakt. Sie hat viel Zeit in eine umfassende Ausbildung investiert, ist Winzermeisterin und Technikerin für Weinbau und Oenologie und erfolgreiche Absolventin der Hauswirtschaftsschule.

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Unternehmerin des Jahres 2019: Anerkennungspreis – Julia Dürr-Döppert

Anerkennungspreis – Maria Voglrieder, Summererhof, 85625 Baiern / Netterndorf, Lkr. Ebersberg

Mit viel Energie und Zielstrebigkeit baut Maria Voglrieder für den Summererhof weitere Standbeine auf und macht ihn so zukunftsfähig. Es gibt einen Hofladen, eine Schaukäserei und ein Hofcafé. Sie war auch die treibende Kraft bei der Umstellung auf einen Naturlandbetrieb.

Von Beginn an war es der Jungbäuerin wichtig, sich einen eigenen Betriebszweig auf dem Hof aufzubauen. So eröffnete sie 2008 ihren Hofladen, der wöchentlich rund 200 Kunden aus nah und fern anlockt. Nudeln, Konfitüren, Brotaufstriche, Säfte und Obstbrände werden von sorgfältig ausgewählten Partnern und Lieferanten nach streng definierten Vorgaben hergestellt.
Nach dem Motto „besser essen, sorglos genießen“ bietet Maria Voglrieder Catering-Leistungen an und vertreibt Geschenkkörbe. Eine Besonderheit sind dabei die eigenen Käsesorten, die in der 2010 eröffneten Schaukäserei vor den Augen der Kunden hergestellt werden: zu sehen durch ein Guckloch im Boden des Hofcafés! Das Hofcafé wurde zuletzt 2018 erweitert, so dass Maria Voglrieder nun auch größere Gruppen bewirten kann. Die Kunden aus der Region profitieren von ihrem breiten Angebot.

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Unternehmerin des Jahres 2019: Anerkennungspreis – Maria Voglrieder

Sonderpreis | Startup – Gabi Stadler, Esel-Begegnungshof, 94545 Hohenau, Lkr. Freyung-Grafenau

Die gelernte Dorfhelferin Gabi Stadler kennt die schwierige Suche nach Betreuungsplätzen im ländlichen Raum. Sie weiß, dass Angehörige kaum Entlastungsangebote in der Kurzzeitpflege finden.

Im Raum Freyung will sie mit ihrem Konzept Abhilfe schaffen. Unter der Leitidee der sozialen Landwirtschaft öffnet sie den eigenen Hof für ältere und pflegebedürftige Menschen und Kinder und lässt sie Tiere und Natur erleben. Die Betreuung erfolgt in familiärer Atmosphäre eingebunden in den Familienalltag. Ihr Hof ist mit einer barrierefreien Wohnung und einer weit läufigen Gartenanlage ausgestattet.

Der Gründerin ist die eigene Qualifikation sehr wichtig, um die Qualität des Angebots zu sichern und sich weiterzuentwickeln. Das Konzept sieht zusätzliche Arbeitskräfte vor. Ganz besondere Mitarbeiter unterstützen sie schon heute: Ihre fünf Esel, die Herzen öffnen!

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Unternehmerin des Jahres 2019: Sonderpreis | Startup – Gabi Stadler

Sonderpreis | Startup – Svea Petersen, Schweinfach glücklich, 93342 Einmuß, Lkr. Kelheim

Bankkauffrau, Hauswirtschafterin mit Abschluss als Betriebsleiterin der ländlichen Hauswirtschaft.

Glückliche Schweine – zufriedene Kunden. Als Neueinsteigerin in der Schweinehaltung beweist Svea Petersen viel Mut und Geschick. Zum Erfolgsrezept gehören das Gespür für ihre Tiere und der Blick auf das Marktgeschehen. Ihre Schweine werden nur auf Bestellung produziert. Den ersten großen Schritt hat das Nordlicht Svea Petersen 2012 getan, als sie ihre Ausbildung in Niederbayern fortsetzte und der Liebe wegen blieb. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie 2018 einen Schweinestall mit viel Auslaufmöglichkeit für die Tiere gebaut.

Svea Petersen mästet Schweine und vermarktet diese. Dabei wird immer nur die Anzahl Ferkel dazugekauft, für die ein Abnehmer Interesse bekundet hat. Ihre Kunden legen Wert auf artgerechte Tierhaltung und regionale Produkte. Dazu sind sie bereit, auf das vorbestellte Fleisch bis zu einem halben Jahr zu warten. In diesem Jahr will Svea Petersen sich voll dem Betrieb widmen. Als Nächstes plant sie, einen Hofladen zu eröffnen.

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Unternehmerin des Jahres 2019: Sonderpreis | Startup – Svea Petersen