Energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen

Rund 90 % der nachwachsenden Rohstoffe, die in Bayern auf landwirtschaftlichen Flächen erzeugt werden, werden für Energiezwecke verwendet. 10 % werden stofflich genutzt, z. B. als Bio-Kunststoff. Energieholz ist der bedeutendste Energierohstoff bei Biomasse.

Aktualisiert am: 05.05.2025
Drucken
Maisfeld im Vordergrund mit drei Gebäuden einer Biogasanlage im Hintergrund© © StMELF

Scheitholzfeuer © StMELF

Die Nutzung von Holz als Brennstoff entwickelt sich in Bayern dynamisch. Mehr als 6 Millionen Tonnen Energieholz werden insgesamt verbraucht. Dies entspricht rechnerisch rund 2/3 des bayerischen Heizölbedarfs beziehungsweise circa 28 % des bayerischen Gasverbrauchs. Neben den klassischen Energieholz-Sortimenten Waldenergieholz, Sägenebenprodukte, Industrierestholz u. a. gewinnen Kurzumtriebshölzer leicht an Bedeutung. Derzeit wächst auf rund 1.500 Hektar Ackerfläche Energieholz. Im aktuellen Energieholzmarktbericht werden Aufkommen und Verbrauch von Holz für Energiezwecke dargestellt.

Energieholzmarktbericht - LWF externer Link

Ausblick

Weitere Ausbaupotenziale bestehen zum Beispiel durch die klimafreundliche Nutzung von Rest- und Abfallstoffen sowie von Gülle und in der Verstromung von Holz durch den Einsatz von Holzvergasungsanlagen. Obwohl das Rohstoffpotenzial begrenzt ist, kann es zum Beispiel durch eine Ausweitung der Kraftwärmekopplung, also der kombinierten Strom- und Wärmenutzung, besser ausgeschöpft werden. Beim Ausbau wird dabei auf die ökologische Verträglichkeit der Bioenergienutzung geachtet.