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Wie kann ich Keime in meiner Wohnung reduzieren?

Im Zuge der Corona-Diskussion stellt sich vielen die Frage: Wie groß ist die Gefahr einer Keimübertragung über Flächen und Gegenstände?

Nach derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnissen können die Corona-Viren bis zu 3 Stunden als Aerosole (in der Luft verteilt), bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu drei Tage auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben (Stand: Mai 2020). Damit sind sie schneller inaktiv als viele andere Krankheitserreger.
Das Ansteckungsrisiko im eigenen Haushalt verringern Sie mit folgenden Tipps:

Gute Händehygiene

  • Eine gute Händehygiene ist im Kampf gegen das Corona-Virus unerlässlich. Vor allem wenn man die eigene Wohnung betritt.

Beachten Sie den Weg von der Haustür zum Waschbecken!

  • Auf dem Weg von der Haustüre bis zum Waschbecken berühren Sie viele Gegenstände: Die Haustür, eventuell die Klingel und den Briefkasten, den Lichtschalter, die Tür zum Bad, die Armaturen am Waschbecken oder den Seifenspender.
    All diese Stellen könnten also in Kontakt mit Viren gekommen sein und von dort auf die Hände der Familienmitglieder gelangen. Wenn Sie diese Punkte gründlich reinigen, können Sie Keimübertragungen verhindern.

Ist eine Desinfektion notwendig?

  • Vom Einsatz von Desinfektionsmitteln im Privathaushalt rät das Robert-Koch-Institut ab. Ein handelsüblicher Allzweckreiniger reicht vollkommen aus. Er enthält Seifen, sogenannte Tenside. Diese zerstören die aus Fett bestehende Außenhülle der Keime und machen sie so für den Menschen unschädlich.
Wichtig:
Geben Sie das Reinigungstuch zur Wäsche nachdem Sie es verwendet haben. Bis zum nächsten Waschgang sollten Sie die Wischtücher möglichst schnell und luftig trocknen. Das verhindert eine Keimvermehrung im Tuch. Waschen Sie das Tuch bei 60°C mit Vollwaschmittel. Danach ist es wieder einsatzfähig.

Weitere Reinigungstipps für ein sauberes Zuhause

1. Mittel und Materialien

Vier verschiedene Reinigungsmittel auf einem Schrank
Mikrofasertücher eignen sich besonders gut für die Reinigung. Feucht fassen sie mehr Schmutz auf als herkömmliche Reinigungstücher. Wählen Sie verschiedene Farben für unterschiedliche Bereiche, zum Beispiel rot für das WC, gelb für Waschbecken, Dusche und Ablageflächen im Bad, grün für die Küche, blau für alle anderen Flächen im Wohnraum. So stellen Sie die Hygiene sicher.
Um den Wohnbereich gründlich zu reinigen, reichen in der Regel ein Allzweckreiniger, ein WC-Reiniger und ein Glasreiniger. Für hartnäckige Kalkflecken verwenden Sie Zitronensäure.
Um umweltschonend zu reinigen, achten Sie beim Einkauf auf das europäische Umweltzeichen "Euroblume" oder den "Blauen Engel".

2. Arbeiten Sie systematisch und mit der richtigen Technik!

Eine Person wischt einen Schrank mit einem Lappen ab
Von oben nach unten reinigen
Entfernen Sie zuerst die Spinnweben aus den Ecken.
Wischen Sie dann Schränke und Regale ab und abschließend den Boden.
Sicherheit geht vor: Steigen Sie für die höher gelegenen Flächen nicht auf Stühle, sondern verwenden Sie eine stabile Trittleiter.
Ein viermal gefalteter Lappen auf einem Tisch
Nutzen Sie die Falttechnik!
Falten Sie Ihr Reinigungstuch zu Beginn zweimal.
So erhalten Sie acht frische Flächen, mit denen Sie hintereinander putzen können.

3. Gesundheit geht vor!

Eine behandschuhte Hand wischt einen Tisch
Nutzen Sie Handschuhe!
Gerade säure- oder laugenhaltige Putzmittel greifen die Haut stark an. Um Reizungen zu vermeiden, sollten Sie Haushaltshandschuhe tragen und Ihre Hände nach dem Putzen mit einer Handcreme pflegen.
Ein blauer Eimer mit einem blauen Tuch
Vermeiden Sie Sprühnebel und Dämpfe!
Sprühflaschen sind praktisch und daher sehr beliebt. Beim Sprühen entstehen aber feine Aerosole aus Wasser und Reinigungsmittel. Diese belasten die Lunge. Eine Studie der Universität Bergen in Norwegen gibt entsprechende Hinweise.
Reinigungskonzentrate sollten Sie nur in gut durchlüfteten Bereichen mit Wasser mischen.

Reinigungsmittel können Lunge schädigen