Nachgefragt
Staub – Wie werde ich ihn los?

Eine Person wischt einen Schrank mit einem Lappen ab

Jeder kennt es: Die Sonne scheint und macht den Staub auf Möbeln und Böden sichtbar. So werden Sie den Staub los und vermeiden ein schnelles Wiederanstauben.

In der Reihe "Nachgefragt" greift das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft hauswirtschaftliche Alltagskompetenzen auf. Wir geben jungen Menschen, die gerade einen eigenen Haushalt gründen, Tipps zum nachhaltigen Hauswirtschaften und auch für erfahrene Hausfrauen und Hausmänner ist etwas Wissenswertes dabei.

Woher kommt der Staub?

Viele Dinge im Alltag verursachen Staub: Kleine Fussel lösen sich von unserer Kleidung oder Hautschuppen und Haare vom Körper. Auch Essenskrümel oder Verbrennung von Öl, Gas oder Holz beim Heizen tragen zur Staubentstehung bei. Ebenso wie Verschmutzungen von außen, z. B. über Autoabgase, Blütenstaub oder Schuhabrieb. Am Tag bilden sich somit ca. 6 mg Staub pro m2. Das entspricht ca. 130 g Hausstaub pro Person im Jahr. (Bezugsgröße: 60 m2 Wohnfläche)

Schadet Staub unserer Gesundheit?

Grundsätzlich führt zu viel eingeatmeter Staub zu Reizungen der Atemwege. Bei Asthmatikern kann dieser Asthmaanfälle auslösen. Am Staub setzen sich weitere Stoffe fest, zum Beispiel Weichmacher oder Verbrennungsrückstände. Diese Stoffe sind bei hoher Konzentration gesundheitsschädlich. In Hausstaub spielen zudem Milben und andere Mikroorganismen eine wichtige Rolle. Sie leben von den Inhaltstoffen des Staubs. Liegt der Staub lange herum, bildet sich ein kleines Biotop – ein großes Problem für Hausstauballergiker.

Was kann ich gegen Staub tun?

Wirbeln Sie weniger Staub auf!

  • Saugen Sie Sitzkissen und Polster regelmäßig ab.
  • Schütteln Sie Kissen und Decken draußen aus.
  • Warten Sie einen Tag mit dem Saugen und Wischen Ihrer Böden, nachdem Sie Betten bezogen haben. In der Zeit kann sich der Staub setzen.

Reinigen Sie feucht!

  • Räumen Sie alle Flächen frei, bevor Sie beginnen, Staub zu wischen.
  • Entfernen Sie den Staub mit einem feuchten Mikrofasertuch. Die Feuchtigkeit wirbelt den Staub nicht auf.
  • Beginnen Sie beim Staubwischen oben und arbeiten Sie sich dann nach unten vor.
  • Verzichten Sie auf offene Regale, wenn Sie nicht so gerne Staub wischen.

Lüften Sie regelmäßig!

  • Durch das Lüften gelangt mehr Staub aus der Wohnung heraus als von außen hinein.
  • Beim Lüften entfernen Sie auch andere chemische Stoffe und Feuchtigkeit, die zu Schimmel führen können.
  • Lüften Sie regelmäßig. Am besten morgens und abends und auch während des Tages, wenn möglich. Das erhöht den Staubabtransport aus der Wohnung deutlich.

Feuchtes Tuch oder Wedel und Einwegtücher?

Staubwedel, Mikrofasertuch und Einwegtücher zum Staubwischen
Hersteller und Händler bieten in letzter Zeit viele Einweg-Abstaubprodukte in Form von Wedeln oder Trockentüchern an. Stiftung Warentest hat diese in der aktuellen Ausgabe (4/2021) getestet. Wir fassen die Ergebnisse für Sie zusammen.
  • Staubwedel schneiden nicht gut ab. Sie entstauben schlechter als Tücher.
  • Einwegtücher erzielen ein gutes Ergebnis.
  • Sowohl im Blick auf das Staubfangvermögen als auch auf die Umwelt schneiden waschbare Tücher jedoch besser ab als nicht waschbare. Die Herstellung von Einwegtüchern verbraucht viele Rohstoffe: Für das Tuch, für den Griff und für die Verpackung.
  • Waschbare Tücher können Sie bis zu 50 Mal wiederverwenden. Auch der Waschvorgang reduziert die Staubaufnahmefähigkeit nicht.

Für Sportmuffel: Putzen tut's auch!

Eine Person putzt einen Boden mit einem Mopp
Studien zeigen, dass Putzen eine positive Auswirkung auf die mentale Gesundheit haben kann. So kommt das University College London zum Ergebnis, dass Menschen, die regelmäßig putzen, deutlich weniger Angstzustände und Stress haben. Bereits 20 Minuten am Tag reichen aus. Eine andere Studie zeigt: Menschen, die bewusst abspülen und dabei z. B. den Duft des Spülmittels genießen oder das warme Wasser auf der Haut, sind seltener nervös.