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Nachhaltige Ernährung (Schritt 7/7)
Energieeffizienz im eigenen Haushalt

Nachhaltige Ernährung bedeutet auch klimabewusste Ernährung. Im eigenen Haushalt lässt sich Klimaschutz über energieeffiziente Haushaltsgeräte, Ökostrom und eine bewusste Mobilität umsetzen.

Strom sparende Geräte

Dieses EU-Label Energieeffizienz kennzeichnet den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten. Es ermöglicht eine schnelle Einordnung in sparsamer oder hoher Verbrauch.
Energieeffiziente Haushaltsgeräte senken den Stromverbrauch - und damit die Stromkosten - und schonen das Klima. Viele unserer Haushaltsgroßgeräte sind jedoch älter als 10 Jahre und verbrauchen daher besonders viel Strom. Diese durch energieeffiziente Geräte zu ersetzen, könnte die Treibhausgas-Emissionen um bis zu 22 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren [1].

Seit 20.12.2010 gibt es ein EU-Label EnergieEffizienz, welches Verbrauchern den jährlichen Stromverbrauch sowie die wichtigsten Daten des Gerätes auf einen Blick zeigt. Das Label gilt verpflichtend für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernsehgeräte. Die energieeffizientesten Geräte werden mit A+++ gekennzeichnet.

Ökostrom

Der Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Strommix betrug 2009 17,3 % [2]. Pro Kilowattstunde wurden etwa 565 Gramm CO2-Äquivalente emittiert. Da ein privater Haushalt pro Jahr durchschnittlich 3.500 Kilowattstunden verbraucht, setzt er damit rund 2 Tonnen CO2-Äquivalente frei. Die Art der Stromerzeugung ist dabei entscheidend für die Entstehung von Treibhausgasen, wobei die Ökostromerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich weniger Treibhausgase emittiert. Bei der Berechnung [3] werden direkte (durch die Stromerzeugung), aber auch indirekte (z. B. Bau der Anlagen, Förderung, Transport) Emissionen berücksichtigt.

Art der StromerzeugungTreibhausgase mit Vorketten
g CO2-Äquivalente/kWh in 2009
Windkraft24
Wasserkraft40
Geothermie105
Photovoltaik127
Deutscher Strommix624
Mit dem Einkauf von Ökostrom fördern Sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien und Sie vermeiden Treibhausgas-Emissionen.

Fair und sozial

Ein bewusstes Konsumverhalten macht uns den Wert von Lebensmitteln wieder neu begreifbar. Gerade die eigene Familie kann eine Keimzelle für den bewussten Umgang mit Lebensmitteln, für nachhaltige Ernährung sein.

Bewusste Mobilität

Mit dem Fahrrad oder zu Fuß einkaufen gehen – das vermeidet nicht nur Abgase, sondern verhilft uns selbst zu mehr Bewegung im täglichen Leben. Es muss nicht gleich ein kompletter Verzicht auf das Auto sein. Jeder Einkauf und jeder Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist bereits ein Schritt zu mehr Klimaschutz.

Engergieeffizient und ökonomisch

Neue, energieeffiziente Haushaltsgeräte bedeuten für jeden Haushalt zunächst eine Investition. Doch über den geringeren Verbrauch an Strom hat sich diese Investition meist in einigen Jahren gelohnt. Sie können das ganz einfach selbst ausrechnen, denn die neuen Haushaltsgeräte weisen auf dem Energielabel ihren Jahresverbrauch aus.

Quellen

[1] Europäische Kommission: Nachhaltige Energie für Europa. Newsletter, www.sustenergy.org, 2006

[2] Umweltbundesamt: Strommix in Deutschland, www.umweltbundesamt.de, 2009

[3] Umweltbundesamt: Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix 1990-2009, www.umweltbundesamt.de, 2011

In 7 Schritten zu Nachhaltiger Ernährung