Kopfbild: Hühner in Freilandhaltung

Tierische Erzeugung
Geflügel

Die Haltung von Legehennen und die Mast von Geflügel stellt für viele bayerische Betriebe eine Einkommensquelle dar. Auch in Bayern ist dabei ein Trend zu größeren Einheiten zu beobachten.

Einen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Nutztierrassen leisten die privaten Züchter von Rassegeflügel.

Der Weg zur genehmigten Geflügelhaltung

Auch wer nur wenige Hühner im privaten Bereich halten möchte, muss rechtliche Vorgaben beachten. Vor Beginn der Haltung von Geflügel ist immer eine Betriebsnummer beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu beantragen. Ihr Amt und den "Antrag auf Zuteilung einer Betriebsnummer" finden Sie im BayernPortal (Postleitzahleneingabe). Senden Sie das ausgefüllte Formular an Ihr Amt. Dort erhalten Sie auch weitere Auskünfte. Ausführliche Informationen bietet auch unsere Broschüre "Der Weg zur genehmigten Geflügelhaltung".

Haltung von Legehennen

Über die Hälfte der bayerischen Hennen steht in der Bodenhaltung, knapp 14 % werden im Freiland gehalten. Der Anteil der Kleingruppenhaltung ist weiter rückläufig. Etwa 500.000 Hennen werden in Öko-Betrieben gehalten, das sind 7 % der Legehennen in Bayern.

Empfehlungen zur Haltung und Fütterung von Legehennen mit intakten Schnabelspitzen

Die bayerischen Legehennenhalter haben sich in einer freiwilligen Vereinbarung verpflichtet, auf das Kupieren von der Schnabelspitze zu verzichten. Dies erfordert unter anderem eine Anpassung der Haltungsbedingungen und der Futterrationen, um Federpicken und Kannibalismus zu vermeiden.

Haltung von Mastgeflügel

In Bayern werden ca. 5,5 Millionen Masthühner und ca. 800.000 Puten gemästet. Geflügel wird fast ausschließlich in geschlossenen Ställen in Bodenhaltung gemästet. Bei Hühnern muss eine Besatzdichte von 35 kg pro Quadratmeter eingehalten werden. Bei Puten ist ein Besatz mit 52 bis 58 kg pro Quadratmeter üblich.

Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung (Abschnitt 4) Externer Link

In der ökologischen Tierhaltung haben die Tiere bei deutlich mehr Stallraum auch Zugang zum Freiland.

Eier und Geflügelfleisch

Geflügelfleisch liegt nach Schweinefleisch in der Verbrauchergunst an zweiter Stelle. Eier werden als vollwertiges und preiswertes Lebensmittel geschätzt. Etwa die Hälfte der Eier werden direkt von den Verbraucherinnen und Verbrauchern gekauft, die andere Hälfte wird in Lebensmitteln (z. B. Nudeln) und in der Gastronomie verarbeitet.

Ausführliche Informationen zu Eiern und Geflügel (LfL) Externer Link

Ansprechpartner

Fachzentrum Kleintierhaltung