Kopfbild Techniker für Ländliche Entwicklung

Berufsausbildung
Techniker (m/w/d) für Ländliche Entwicklung

Du gestaltest aktiv den ländlichen Raum mit uns. Denn du bearbeitest Projekte der Land- und Dorfentwicklung. Du bist eng eingebunden in deren Organisation und Umsetzung, am Amt und vor Ort.

Die Basis deiner Tätigkeit ist die Bodenordnung, also die hoheitliche Umgestaltung von Grund und Boden mit deren Eigentums- und Besitzverhältnissen. Dafür wirst du mit modernster Mess- und Kommunikationstechnik ausgestattet. In Flur und Dorf vermisst du natürliche Abgrenzungen zwischen Feldern, Wäldern, Gewässern und Wegen. Im Büro arbeitest du die Daten in ein Geoinformationssystem ein. Du sprichst und verhandelst mit Grundeigentümer*innen sowie Gemeinden und Behörden. Du berechnest die Grenzen neuer Grundstücke und überträgst die vereinbarte Neueinteilung in die Natur. Abschließend erstellst du die amtlichen Vermessungsunterlagen und bereitest die Umschreibung des Grundbuchs vor.

Deine Projekte sind abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Du agierst drinnen wie draußen im Team und klärst die Fragen der an deinen Projekten beteiligten Personen und Gruppen. Es hilft dir, wenn Du gerne mit Menschen zu tun hast. Die Ergebnisse deiner Arbeit sind greifbar und wirken nachhaltig in der Region. Dein Arbeitsplatz ist krisensicher. Bewährst du dich während deiner Ausbildung, steht einer Übernahme nichts im Wege.

Eine junge Frau steht an einem Vermessungsgerät und lächelt einen entgegen

"Nachdem ich am Amt mein Praktikum absolviert habe, war mir sofort bewusst, dass ich hier arbeiten möchte. Durch das Praktikum habe ich einen super Einblick in die Tätigkeit einer Technikerin für Ländliche Entwicklung bekommen. Ich arbeite viel mit Leuten zusammen und finde den Beruf sehr abwechslungsreich."

Hannah Reil – Auszubildene

Das bringst du mit

  • mindestens Qualifizierender Mittelschulabschluss (Quali)
  • gute Noten in den Fächern Mathematik und Deutsch
  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union mit sehr guten Kenntnissen der deutschen Sprache (Level C1)

Ausbildungsbeginn und -ort

  • 1. September eines Jahres an einem der sieben Ämter für Ländliche Entwicklung in Bayern

Die Ausbildung umfasst zwei Abschnitte:

    1. Dienstanfängerzeit (2,5 Jahre):

    • Du beginnst deine Ausbildung an deinem gewählten Amt. Den Berufsschulunterricht besuchst du im Block in Ansbach. Dort vertiefst du auch die erlernte Theorie im praktischen Blockunterricht. Die Ausbildung umfasst die Grundlagen der Land- und Dorfentwicklung mit Schwerpunkt Vermessungstechnik und der Weiterbearbeitung gewonnener Vermessungs- und Grundstücksdaten.
      Abschluss: Technikerin und Techniker für Ländliche Entwicklung

    2. Vorbereitungsdienst (1 Jahr)

    • Es folgt der einjährige Vorbereitungsdienst. Du verbesserst deine erworbenen Kenntnisse und ergänzt diese um rechtliche und verwaltungsorganisatorische Aspekte. Diese sogenannte Anwärterzeit wird mit einer schriftlichen und mündlichen Staatsprüfung abgeschlossen.
      Abschluss: Technische Obersekretärin und Technischer Obersekretär

    Berufsperspektiven

    • Du arbeitest sofort aktiv in den Projekten mit. Mit der Zeit übernimmst du immer mehr Verantwortung. Der Aufstieg zum Projektleiter ist möglich.

    Ausbildungsvergütung

    • 1. Ausbildungsjahr: 785 Euro
      2. Ausbildungsjahr: 865 Euro
      3. Ausbildungsjahr: 950 Euro
      Vorbereitungsjahr: 1.300 Euro
      Mit erfolgreicher Ausbildung und nach bestandener Staatsprüfung liegt das Eingangsgehalt bei 2.600 Euro (Besoldungsgruppe A7).
    • Während deiner Ausbildung und im Vorbereitungsdienst bist du bereits in einem beamtenähnlichen Ausbildungsverhältnis und somit von den Sozialversicherungsbeiträgen wie Arbeitslosen-, Renten- und gesetzlicher Krankenversicherung befreit.

    Deine Berufsschule befindet sich in der mittelfränkischen Stadt Ansbach. Im ersten und zweiten Lehrjahr besuchst du jeweils zwölf Wochen die Berufsschule. In der Regel sind diese in sechs Blöcke zu je zwei Wochen über das Ausbildungsjahr verteilt. Neben dem Berufsschulunterricht nimmst du weitere fünf bis sechs Wochen im Jahr am zentralen Unterricht in Ansbach teil.

    • Die übliche Unterrichtszeit ist montags bis donnerstags von 8:00 bis 15:45 Uhr, freitags bis Mittag.
    • Montags beginnt der Unterricht erst gegen 9:30 Uhr, wegen der Anreise aus ganz Bayern.

    Unterrichtsfächer

    • Die fachspezifischen Fächer unterrichten Kolleginnen und Kollegen aus unserer Verwaltung. Sie kommen aus der Praxis und vermitteln praxisbezogen die Fächer: Ländliche Entwicklung, Vermessungskunde, Vermessungstechnisches Rechnen, Geovisualisierung.
    • Staatliche Berufsschullehrer unterrichten die Fächer Deutsch, Sozialkunde, Religion und Sport.
    • Alle Auszubildenden erhalten einen Laptop zur dienstlichen Nutzung.

    Unterkunft

    • Ein Teil der Ausbildung findet in Ansbach statt. Die Unterkunft wird für dich organisiert.

    Essen und Trinken

    • Du kannst mittags und abends in der Mensa der Landesfinanzschule unentgeltlich essen.
    • Sämtliche Ferienwohnungen verfügen zudem über eine gut ausgestattete Küche.
    • Du arbeitest an deinem eigenen, voll ausgestatteten Arbeitsplatz.
    • Dir steht ein eigener Tutor zur Seite, mit dem du dir das Büro teilst.
    • Dein Tutor ist speziell für dich da und führt dich in alle Arbeitsabläufe ein.
    • Er ist in der Regel selbst Techniker für Ländliche Entwicklung.
    • An jedem Amt gibt es zudem eine Ausbildungsleitung für die Auszubildenden.

    Du möchtest dir vorab dein eigenes Bild von der Ausbildung machen?

    • Nutze diese Aktionen vor Ort: Tag der offenen Tür, Ausbildungsmessen, Bayerische Woche der Geodäsie, Girls'Day, etc.
    • Du möchtest ein berufsorientierendes Schulpraktikum bei uns machen?
    • Du hast weitere Fragen?