Gemeinsam mehr erreichen - Erfahrungsaustausch der Oberpfälzer Gemeinden

(28. Oktober 2019) Tirschenreuth - Der Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz sind heuer wieder über 100 Bürgermeister, Regionalmanager und Umsetzungsbegleiter gefolgt. Im Kubus in Ursensollen tauschten die Akteure der Integrierten Ländlichen Entwicklung ihre Erfahrungen über aktuelle Herausforderungen aus.

In diesem Jahr organisierte das Amt ein abwechslungsreiches Pro-gramm unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen – Aktuelle Themen und Beispiele der interkommunalen Zusammenarbeit“. Mit 143 Kommunen arbeiten bereits mehr als die Hälfte der Oberpfälzer Gemeinden in 16 Integrierten Ländlichen Entwicklungen zusammen. In einem gemeinsam erarbeiteten Konzept formulieren die Gemeinden Ziele und Maßnahmen für die Entwicklung einer ganzen Region, die sie miteinander realisieren. Der Workshop dient dazu, neue Netzwerke zu bilden und aktuelle Informationen auszutauschen. Zum einen wurden in diesem Jahr praktische Beispiele der übergemeindlichen Zusammenarbeit vorgestellt, zum anderen informierte das ALE Oberpfalz über förderrechtliche Neuerungen und Möglichkeiten der laufenden Evaluierung von Umsetzungsprozessen.

Nach Eröffnung durch Behördenleiter Thomas Gollwitzer und Begrüßung durch zweiten Bürgermeister der Gemeinde Ursensollen, Norbert Schmid, gab Günter Stephan aus der Integrierten Ländlichen Entwicklung Gäuboden den Zuhörern einen Einblick, wie die kommunale Verwaltung gemeindeübergreifend gestaltet werden kann. So teilen sich die sieben Kommunen aus dem Landkreis Straubing-Bogen unter anderem das Standesamt oder die Rentenstelle. Im Weiteren stellten Allianz-Vorsitzender Hans Donko und Allianz-Manager Martin Schmid den mobilen digitalen Dorfladen der Steinwald-Allianz (Landkreis Tirschenreuth) vor. Neben dem normalen Einkauf ist eine digitale Plattform geplant, mittels derer Lebensmittel vorbestellt werden können. Außerdem gibt es im Verkaufswagen die Möglichkeit, Bargeld abzuheben. Mit dem mobilen Dorfladen wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Nahversorgung in 42 Ortsteilen geleistet.

Danach informierten die Mitarbeiter der Behörde über verwaltungs- und fördertechnische Neuerungen in der Integrierten Ländlichen Entwicklung. Sachgebietsleiter Frank Langguth zeigte auf, dass die Integrierten Ländlichen Entwicklungen künftig eine dreistufige Evaluierung erarbeiten. Die Evaluierung soll den gemeindlichen Allianzen helfen, die bisherigen Prozesse und Projekte zu reflektieren und gegebenenfalls neu auszurichten. Ergänzt wurde der Vortrag durch die praktischen Erfahrungen des AOVE-Vorsitzenden Bernhard Lindner sowie der Geschäftsführerin der Integrierten Ländlichen Entwicklung AOVE GmbH (Landkreis Amberg-Sulzbach), die eine solche Evaluierung bereits durchgeführt haben. Der Abteilungsleiter für Fachliche Dienste, Georg Guggenberger, stellte das Regionalbudget vor, über das künftig Kleinprojekte regionaler Akteure im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung gefördert werden können. Dadurch soll eine aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung sowie die regionale Identität gestärkt werden.

Abschließend widmeten sich die Zuhörer dem Thema „Innenentwicklung“. Markus Götz vom Sachgebiet Dorferneuerung und Bauwesen zeigte dabei mehrere Beispielprojekte, die über die Sonderförderprogramme „Innen statt Außen“, „Nordostbayern“ und „Kleinstunternehmen“ vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz finanziell unterstützt werden.
Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Teilnehmer beim Mittagsimbiss untereinander aus. Behördenleiter Thomas Gollwitzer kündigte eine Fortsetzung der Netzwerktreffen an.
Mehrere Personen stehen in einer Reihe nebeneinander vor einer Bühne. Links auf der Bühne stehen ein Rednerpult und Blumenschmuck, hinter den Referenten ist eine Leinwand mit einer Powerpoint-Präsentation erkennbar mit der Schrift „Ländliche Entwicklung in Bayern-Informationsveranstaltung“.

Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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Mehrere Personen sitzen in mehreren Stuhlreihen hintereinander und blicken nach vorne.

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