Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Drei Mühlen bleiben durch beeindruckende Gemeinschaftsleistung Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung

Gesamtensemble der drei Mühlen

Die gemeinschaftliche Instandsetzung der aus drei Mühlen bestehenden sogenannten Holzmühle aus dem 18. und 19. Jahrhundert und die zeitgemäße Wiedernutzung, die sowohl ihrer gegenwärtigen Situation und der Historie entspricht als auch dem Rang als Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung gerecht wird, ist als herausragende Leistung der Bau-, Arbeits- und Lebensgemeinschaft der drei Eigentümer besonders zu würdigen.

Obwohl nur noch Bruchstücke der Wasserräder vorhanden waren und sich sowohl die Wasserbauten als auch die Bausubstanz und der Umgriff der Gebäude in einem sanierungsbedürftigen Zustand befanden, führten die Bauherren eine umfassende denkmalgerechte Sanierung der Mühlen durch und führten sie neuen geeigneten Nutzungen zu. So wird die Wasserkraft mit Hilfe der restaurierten Wasserräder zur Stromerzeugung genutzt. Neben einem Mühlenmuseum, in dem wieder ein historischer Mahlgang in Betrieb genommen wurde, wurde eine Gaststätte eingerichtet. Weitere Maßnahmen sind der Ausbau zu einem Mehrgenerationenhaus in der Oberen Mühle und die Einrichtung von Atelierräumen für Ausstellungen und Kunstkurse im Bereich der Nebengebäude.
Durch das große gemeinschaftliche Engagement und die erheblichen Eigenleistungen der drei Eigentümer wurde ein abgestimmtes Konzept des Wohnens, Arbeitens und Lebens für das gesamte Mühlenensemble umgesetzt und damit ein hervorragendes und zukunftsfähiges Ergebnis erreicht. Besonders überzeugt die unprätentiöse Gestaltung und der gelassene Umgang mit der bestehenden Situation, der den Prozess des Wandels sichtbar werden lässt.

Bauherren: Förster, Orth und Röhm; Holzmühle
Architekt: Willi Müller, Marktheidenfeld
Dorferneuerung Remlingen, Landkreis Würzburg