Eine Magaritenknopse entfaltet ihre Blüte; das Bild zeigt vier verschiedene Blühstadien in Reihe. Foto: Delphotostock/fotolia.com

Direktvermarktung
Regionale Vermarktung

Regionale Produkte liegen im Trend und werden von den Verbrauchern verstärkt nachgefragt. Über 9 000 Direktvermarkter und rund 250 Bauernhofgastronomen bieten auf bayerischen Bauernhöfen regionale und kulinarische Spezialitäten an, die untrennbar mit der jeweiligen Landwirtschaft, Kultur und typischen Landschaft verbunden sind.

Von rund 350 Bauernmärkten in Deutschland finden gut die Hälfte in Bayern statt. Mit ihren Angeboten leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Nahversorgung im ländlichen Raum. Und mit etwa 370 erfassten Regionalvermarktungsprojekten ist der Trend zu nachvollziehbarer regionaler Herkunft in Bayern besonders stark ausgeprägt. Das Landwirtschaftsministerium unterstützt und qualifiziert landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer beim Aufbau und der Weiterentwicklung der Direktvermarktung ihrer Erzeugnisse.

Passt prima zusammen!
Sich qualifizieren - Seminar für Betriebszweigentwicklung Direktvermarktung

Die Qualifizierung im Betriebszweig "Direktvermarktung" befähigt landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer sich mit der Direktvermarktung ein weiteres Standbein aufzubauen. An zwölf Seminartagen in zweitägigen Modulen suchen die Teilnehmer individuelle Lösungen für ihren Betrieb und entwickeln ein Unternehmenskonzept. Das Seminar findet jährlich von Herbst bis zum Frühling des darauf folgenden Jahres statt.

Seminare "Betriebszweigentwicklung" Externer Link

Ihre Ansprechpartnerinnen

AELF Ingolstadt
(Fachzentrum Diversifizierung und
Strukturentwicklung)
Sabine Biberger
Auf der Schanz 43 a, 85049 Ingolstadt
Tel.: 0841 3109-0
E-Mail: poststelle@aelf-in.bayern.de
Internet: www.aelf-in.bayern.de Externer Link

AELF Karlstadt
Katharina Link
Ringstraße 51, 97753 Karlstadt
Tel.: 09353 7908-0
E-Mail: poststelle@aelf-ka.bayern.de
Internet: www.aelf-ka.bayern.de Externer Link

Ab-Hof-Verkauf und Hofläden

Eingangsbereich eines Hofladens mit Bepflanzung und Obstkisten
Zu den klassischen direkten Absatzwegen zählen neben dem Ab-Hof-Verkauf von nur wenigen, meist unverarbeiteten Produkten, der saisonale Straßenverkauf (v. a. Spargel, Erdbeeren, Kirschen), die Hofläden oder Bauernläden sowie Lieferservices und Gemüse- oder Obstkisten im Abonnement.

Hofläden bieten oft ein breites Sortiment an eigenen, unverarbeiteten, aber auch verarbeiteten Produkten sowie Erzeugnisse anderer Direktvermarkter an. Der Einkauf rund-um-die Uhr ist an Automaten oder in Online-Hofläden möglich.

Dorfläden

Immer wieder versiegt auf dem Land mit der Schließung des kleinen Lebensmittelladens auch die letzte Möglichkeit, sich im Ort mit Grundnahrungsmitteln und Grundbedürfnissen zu versorgen. Als Gegentrend dazu haben sich bereits in einzelnen Ortschaften sogenannte Dorfläden entwickelt.
Diese Dorfläden werden häufig von einer Art Bürgergesellschaft getragen und bieten regionale Lebensmittel aus der Umgebung an. Teilweise ergänzt mit Produkten der Grundversorgung und meist weiteren Dienstleistungen bzw. Agenturen unter dem Dach des Dorfladens: ein Stehcafé, eine Postagentur, eine Paketstelle, eine Textilreinigungsannahme und vieles mehr sind da zu finden.
Dorfläden leben vom Engagement ihrer Gründergemeinschaft und gelten als eine Art "Zukunftsmodell für den ländlichen Raum" in puncto Nahversorgung. Doch sie stehen in einem ausgeprägten Wettbewerb zum klassischen Lebensmitteleinzelhandel und bedürfen eines ausgefeilten Konzepts und sorgfältiger Planung. Im Rahmen der Dorferneuerung unterstützt die Verwaltung für Ländliche Entwicklung bei der Konzeption und Umsetzung von Dorfläden.

Dorferneuerung – so werden Dörfer fit für die Zukunft

Staatliche Landwirtschaftsberatung unterstützt

Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützen landwirtschaftliche Betriebe, die in die Direktvermarktung einsteigen oder ihr Angebot weiterentwickeln möchten. Sie beraten zu Fragen rund um die Direktvermarktung und Bauernhofgastronomie, informieren Sie zu Qualifizierungen, Tagungen und Förderungen sowie zu möglichen Netzwerkpartnern in Ihrer Region.

Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern

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Ansprechpartner

  • Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • Ämter für Ländliche Entwicklung