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Pressemitteilung
Die Gams im Blick: Kaniber startet neues Forschungsprojekt

(07. Dezember 2020) München - Der Freistaat will seine Spitzenposition in der Gamsforschung weiter ausbauen. Staatsministerin Michaela Kaniber hat dazu jetzt ein weiteres Forschungsprojekt gestartet. Es soll wertvolle Informationen zum Zustand der Gamsbestände im gesamten bayerischen Alpenraum liefern. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir unser Wissen über die Gams und unser Bewusstsein für ihre Lebensweise stärken. Nur so können wir der besonderen Verantwortung für diese außergewöhnliche Wildart gerecht werden. Dank unserer bisherigen Projekte auf diesem Gebiet haben wir bereits wertvolle und einzigartige Einblicke zum Zustand und Verhalten des Gamswildes gewonnen. Jetzt erweitern wir die Forschungsansätze auf den gesamten bayerischen Alpenraum“, so Kaniber. Das Projekt soll laut Kaniber auch die Spekulationen über zu hohe oder zu niedrige Abschusszahlen auf eine sachliche Ebene zurückführen.

Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) wenden dazu künftig eine neuartige Forschungsdisziplin, die sogenannte „Landschaftsgenetik“, an. Dabei gewinnen die Forscher aus Gewebeproben erlegter Gämsen genetische Informationen, die zuverlässige Aussagen zur genetischen Vielfalt, zur räumlichen Verteilung und zu den Wanderrouten der Tiere liefern. Diese geben Rückschlüsse auf Populationsgröße und Populationszusammensetzung. Die dreijährigen Projektkosten von rund 400.000 Euro trägt das Landwirtschaftsministerium.

Gemeinsam mit den vielversprechenden Ergebnissen des seit 2016 laufenden Forschungsprojekts „Integrales Schalenwildmanagement“ erhofft sich die Ministerin weiteres Wissen zum Gamswild in Bayern, aber auch Hinweise für die Hege und Bejagung dieser Wildart. Zeitgleich wird ein Projekt gestartet, das unterschiedliche Jagdstrategien, den Einfluss des Tourismus und störungsarme Zonen für das Wild unter die Lupe nimmt.

Weitere Informationen zu den wildbiologischen Forschungsprojekten der LWF finden Sie unter www.lwf.bayern.de/zonierungskonzepte, www.lwf.bayern.de/gamsvorkommen und www.lwf.bayern.de/schalenwildprojekt.

Zwei Gämsen vor Felsen

Foto: H.-J. Fünfstück / 5erls-naturfotos.de, Abdruck honorarfrei

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Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

Ministerin Michaela Kaniber

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