Den Wald vor lauter Bäumen sehen
Bäume des Waldes

Bäume sind die höchsten und größten Lebewesen dieser Welt. Schon immer zeigten sich die Menschen von alten, starken Bäumen in Wald und Flur beeindruckt.

Bäume bieten uns Menschen mit ihrem Holz aber auch einen wertvollen, nachwachsenden Roh-, Bau- und Werkstoff. Über 40 heimische Baumarten wachsen unter verschiedensten Bedingungen - und liefern vielseitig einsetzbare, unterschiedliche Hölzer.

Baumartensteckbriefe und regionale Anbaueignung
Digitaler Baumexperte im Waldbesitzer-Portal

Stieleichenblätter im Sonnenlicht

© Michael Friedel

Der Digitale Baumexperte ist mit seinem Angebot ein erster Schritt zur Auswahl passender Baumarten für stabile, artenreiche Mischwälder. In den Baumarten-Steckbriefen erfahren Sie kurz und bündig alles über die Standortsansprüche und waldbaulichen Besonderheiten forstlich wichtiger Baumarten. Die Steckbriefe zeigen Ihnen, ob eine Baumart für die Verhältnisse vor Ort in Frage kommt. Die regionale Anbaueignung liefert einen groben Überblick zu den Aussichten der Baumarten im Klimawandel. Die Bewertung des klimatischen Anbaurisikos gibt eine erste Einschätzung, ob eine Baumart für den zukünftigen Anbau in Ihrer Region geeignet ist. Fundierte, kostenfreie Beratung bieten Ihnen die Försterinnen und Förstern an den regionalen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 

Digitaler Baumexperte (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Baumarten-Steckbriefe (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Regionale Anbaueignung und Empfehlung (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Baumarten im Kurzüberblick

Neben dem Angebot des Digitalen Baumexperten, finden Sie hier Links zu ausgewählten Seiten mit ausführlichen Baumartenportraits und weiteren Hintergrundinformationen zu einigen Baumarten in Bayerns Wäldern.
Derzeit bestimmen noch auf weit mehr als der Hälfe der Waldfläche Bayerns Nadelbäume das Waldbild.
Ursache ist der vermehrte Anbau von Nadelhölzern in früheren Jahrhunderten, in denen große Kahlflächen mit widerstandstandsfähigen Baumarten bestockt werden mussten und sich die Forstwirtschaft stark am wachsenden Holzbedarf orientierte.

Die Fichte - Brotbaum im Wandel

Ast mit Nadeln der Gemeinen Fichte

© Jan Böhm

Die Fichte ist mit 44 % der Waldfläche die häufigste Baumart Bayerns und wichtigster Holzlieferant der heimischen Forstwirtschaft. Sie wächst rasch und ist gegen Frost, Unkraut und Wildverbiß relativ unempfindlich. Ihr Holz ist vielfältig verwendbar. Deshalb ist sie bei uns weit über ihr natürliches Areal hinaus verbreitet und prägt in weiten Teilen Bayerns das Waldbild. 

Fichte - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Gemeine Fichte - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

Podcast: Fichte – Baum des Jahres 2017 Externer Link

Die Waldkiefer - Baumart für trockene Standorte

Zweig mit Nadeln der Waldkiefer

© Jan Böhm

Die Waldkiefer - auch Föhre genannt - ist eine unserer wichtigsten Wirtschaftsbaumarten. In Bayern ist sie nach der Fichte der zweithäufigste Waldbaum, ihr Anteil an der Gesamtwaldfläche beträgt rund 19 %. Die Kiefer stellt nur geringe Nährstoffansprüche und wächst auch auf trockenen Sandböden. Sogar auf Sanddünen kommt sie von Natur aus vor. 

Waldkiefer - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Waldkiefer - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 57: Beiträge zum Waldkiefer Externer Link

Die Weißtanne - Mischbaumart für stabile Wälder

Äste mit Nadeln der Weißtanne

© Jan Böhm

Trotz ihres geringen Anteils von derzeit circa 2 % an der Gesamtwaldfläche ist die Weißtanne eine sehr wichtige Mischbaumart in Bayerns Wäldern. Im Gegensatz zu anderen Baumarten können Tannen lange Zeit im Schatten anderer Bäume wachsen. 

Weißtanne - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Weißtanne - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 45: Beiträge zur Tanne Externer Link

Die Lärche - Winterkahler Nadelbaum mit begehrtem Holz

Wald aus Lärchen

© Jan Böhm

Die Lärche ist ein typischer Gebirgsbaum. Sie wird aber wegen ihres geschätzten Holzes auch häufig im Flachland als Mischbaumart angepflanzt. Ihr derzeitiger Anteil an der Waldfläche Bayerns liegt bei etwa 2 %. Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft. 

Europäische Lärche - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Europäische Lärche - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 69: Beiträge zur Europäischen Lärche Externer Link

Laubbaumarten bieten gegenüber den Nadelbäumen viele Vorteile. Heute rücken wieder verstärkt ins Bewusstsein.
Jeder zweite Jungbaum unter 20 Jahren ist heute ein Laubbaum. Dies zeigt, dass sich Bayerns Waldbesitzer eng am zentralen Ziel naturnaher Forstwirtschaft orientieren: Dem stabilen, artenreichen und leistungsfähigen Mischwald.

Die Rotbuche - Mutter des Waldes

Blätter der Buche

© Jan Böhm

Die Buche ist mit einem Anteil von etwa 12 % der Waldfläche die häufigste Laubbaumart Bayerns. Ohne den steuernden Einfluß des Menschen auf die Wälder, wäre der größte Teil Bayerns von Buchen- oder Buchen-Mischwäldern bedeckt. Für die naturnahe Forstwirtschaft ist die Buche eine wichtige Baumart. 

Rotbuche - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Rotbuche - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

Die Eiche - Symbol für Stärke, Schutz und Widerstandsfähigkeit

Wald aus Eichen

© Jan Böhm

Mit Stiel- und Traubeneiche kommen in Bayern zwei eng verwandte Arten vor, die sich in Baummerkmalen und Holzeigenschaften sehr ähnlich sind. Deshalb spricht man ganz allgemein von Eichen und Eichenholz. Die Eiche ist mit einem Anteil von 6 % der Waldfläche die zweithäufigste Laubbaumart Bayerns. 

Traubeneiche - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Stieleiche - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Traubeneiche - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF Wissen 75: Beiträge zur Traubeneiche Externer Link

Der Bergahorn - Baum der Nasenzwicker

Blätter des Bergahorns

© Jan Böhm

Von den in Bayern vorkommenden Ahornarten besitzen lediglich Berg- und Spitzahorn eine größere Bedeutung für die Forst- und Holzwirtschaft. Der Ahorn taucht recht häufig als Mischbaumart in unseren Waldbeständen auf, wo er meist einzeln oder in kleineren Gruppen wächst. Der Bergahorn ist eine typische Baumart der Bergmischwälder. 

Bergahorn - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Bergahorn - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 62: Beiträge zum Bergahorn Externer Link

Die Esche - Weltenbaum der Germanen

Wald aus Eschen

© Jan Böhm

Die Esche bevorzugt feuchte und fruchtbare Böden, weshalb sie gerne in den flußbegleitenden Auwäldern und entlang von Bachläufen wächst. In bewirtschafteten Wäldern tritt die Esche als typische Mischbaumart, meist einzeln oder in kleinen Gruppen auf. 

Esche - Baumarten-Steckbrief (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Gemeine Esche - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 34: Beiträge zur Esche Externer Link

Weitere Laubbaumarten

Die Vogelkirsche - Nicht nur eine Augenweide

Vogelkirschen wurden bereits in der Mittel- und Jungsteinzeit genutzt. Ihre Früchte sind seitdem als Nahrungsmittel sehr beliebt. Kenntnisse über die Anwendung einiger traditioneller Mittel der Volksheilkunde sind bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Kenner schätzen hochprozentige Obstbrände aus Wildkirschen. 

Vogelkirsche - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF Wissen 65: Beiträge zur Vogelkirsche Externer Link

Die Walnuss - wärmeliebendes Edellaubholz

Die Walnuss wurde schon in der Jungsteinzeit wegen ihrer schmackhaften und gesunden Nüsse kultiviert. Walnussholz zählt zu den wertvollsten einheimischen Hölzern. Für hochwertige Produkte wie Möbel, gehobenen Innenausbau, Drechslerei und Instrumentenbau wird es seit jeher sehr geschätzt. 

Walnuss - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 60: Beiträge zur Walnuss Externer Link

Podcast: Fremdländer im Klimawandel – Walnuss und Schwarznuss Externer Link

Die Schwarzpappel - Bedrohte Baumart der Flussauen

Einst war sie fester Bestandteil unserer Auwälder. Mittlerweile ist sie selten geworden: Die Schwarzpappel. Gerade noch 3000 Altbäume soll es in Deutschland geben. Gründe für den starken Rückgang der Art sind vor allem der Verlust ihres Lebensraumes entlang der Flüsse, sowie der Anbau von wuchs- und konkurrenzstarken Pappel-Hybriden. 

Schwarzpappel - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 52: Beiträge zur Schwarzpappel Externer Link

Die Rosskastanie - Schattenspender im Biergarten

Mit ihrer üppigen Blütenpracht im Mai ist die Rosskastanie ein Baum mit hohem Schmuckwert. Aus Städten und Parks ist sie nicht mehr wegzudenken. Mit den Samen der Bäume - den Kastanien - verbinden sich bei vielen Kindheitserinnerungen. 

LWF-Wissen 48: Beiträge zur Rosskastanie Externer Link

Die Schwarzerle - Baum an Ufern von Flüssen und Bächen

Mit nassen Standorten kommt die Schwarzerle gut zurecht. Häufig wächst sie entlang von Flüssen und an Ufern von Bächen und Seen. In Bruchwäldern auf torfigen, durch hoch anstehendes Grundwasser dauernassen Böden, bildet sie Reinbestände - die Erlenbruchwälder. Diese sind in Folge von Entwässerung selten geworden und gelten als die am stärksten gefährdete Waldgesellschaft Mitteleuropas. 

Schwarzerle - Ausführliches Baumartenportrait (LWF) Externer Link

LWF-Wissen 42: Beiträge zur Schwarzerle Externer Link

Den alten Griechen galten Bäume und Wälder als heilig und verehrungswürdig. Sie waren Gottheiten geweiht, wie die Eiche dem Göttervater Zeus, der Ölbaum der Athene oder die Fichte dem Poseidon.

Bei den Kelten spielte die Mistel auf der Eiche eine bedeutende Rolle. Plinius: "Die Druiden halten nichts heiliger als die Mistel und den Baum, auf dem sie wächst, sofern es eine Eiche ist".

In der nordischen, altgermanischen Mythologie leitet sich die Abstammung der Menschen aus Bäumen her: Die Namen des ersten Menschenpaares waren Askr (Esche) und Embla (Ulme). Die ganze Welt wurde von der Esche Yggdrasil getragen. Der Stamm hält die Erde und die Baumkrone den Himmel. Die Wurzeln des Weltenbaumes reichen bis in die Unterwelt und werden dort von der Quelle der Weisheit und des Schicksals gespeist.

Baumkulte in unserer Zeit finden wir zum Beispiel noch im Weihnachtsbaum, im Maibaum oder im Richtbusch wieder.

Alte Riesen schützen

Derzeit gibt es in den bayerischen Staatswäldern mehr als drei Millionen Bäume, die über 200 Jahre alt sind. Sie bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und bereichern als eindrucksvolle Baumriesen unsere Kulturlandschaft. Ihre Erhaltung ist von zentraler Bedeutung für den hohen ökologischen Stellenwert unserer Wälder.

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