Wald in Bayern
Der Wald als Lebensraum und Ökosystem

Roter Pilz aus Zapfen

Foto: Kurt Amereller/LWF

Der Wald in Bayern ist Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Sie sind Teil des Ökosystems Wald und eng mit den vielfältigen Strukturen verbunden. Einige gedeihen nur im Schatten der Bäume, andere brauchen Baumhöhlen als Verstecke, wieder andere benötigen morsches Holz oder Eicheln und Bucheckern als Nahrung.

Die große Vielfalt an Pflanzen und Tieren können wir im Wald erleben: Beim Beeren und Pilze suchen, Reiten, Wandern und Ausflüge unternehmen, um uns zu erholen. Von Natur aus wäre fast ganz Deutschland von Wald bedeckt. Nachhaltige Forstwirtschaft ist daher eine der naturnähesten Formen der Landnutzung.

Bayerns Wälder werden seit Jahrhunderten bewirtschaftet und sind – dank eines umfassenden Nachhaltigkeitsansatzes unserer bayerischen Forstwirtschaft – wertvoller Lebensraum und natürlicher Rückzugsbereich für Tiere und Pflanzen geblieben.

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Schwerpunkte

Aktuelles

Baumarten-Steckbrief
Feldahorn (Acer campestre)

Freistehender, gelb-orange gefärbter Feldahorn

© Gregor Aas

Der Feldahorn ist bisher forstwirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung. An Wärme und Trockenheit angepasst, könnte er vom Klimawandel profitieren. Um wirtschaftlich interessante Dimensionen zu erreichen sollte der Boden aber gut basenversorgt und nicht zu trocken sein. Seine Eigenschaften als Baum 2. Ordnung sind bedeutsam für den Aufbau arten- und strukturreicher Mischwälder. 

Feldahorn - Digitaler Baumexperte (Waldbesitzer-Portal) Externer Link

Baumarten-Steckbrief
Esche (Fraxinus excelsior)

Junger Eschenbestand mit Triebsterben

© Gero Brehm

Die Esche ist in vielen Wäldern als Mischbaumart vertreten. Sie braucht für gutes Wachstum nährstoffreiche Böden. Mit ihrer intensiven Wurzelenergie stabilisiert die Baumart Hänge, Fluss- und Bachufer. Die Esche wächst schnell und bietet zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Sie ist durch das Eschentriebsterben in ihrem Bestand gefährdet und kann derzeit nicht empfohlen werden. 

Esche - Digitaler Baumexperte (Waldbesitzer-Portal)

Moorwälder im Klimawandel
Trockenheit gefährdet Bayerns Moorwälder

Ein lichter Wald mit Nadelbäumen und Laubbäumen

© Boris Mittermeier

Der trockene und heiße Sommer macht auch den bayerischen Moorwäldern zu schaffen. Fehlt das Wasser in Moorwäldern dauerhaft, gerät das feuchte Ökosystem schnell ins Schwanken – mit verheerenden Folgen: Der über Jahrhunderte angewachsene Moorkörper baut sich ab und setzt eine große Menge an klimaschädlichen CO2 frei, statt dieses Treibhausgas zu speichern. Im Rahmen des Moorwaldprogramms der Staatsregierung wird deshalb der Zustand der Moore genau unter die Lupe genommen und aktiv verbessert oder erhalten.  Mehr

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Funktionen des Waldes
Biologische Vielfalt im Wald

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Sehen - Fühlen - Erleben
Waldpädagogische Einrichtungen in Bayern

Seit 1998 ist Waldpädagogik gesetzlicher Bildungsauftrag der Forstbehörden in Bayern. Die Walderlebniszentren der Bayerischen Forstverwaltung bieten eine Fülle fundierter waldpädagogischer Angebote. Schulklassen, Familien und interessierte Einzelpersonen erfahren dort Wissenswertes und Informatives über den Lebensraum Wald und erleben hautnah Wald und Förster. Mehr