Förderwegweiser
Fördermöglichkeiten für anerkannte Öko-Modellregionen

Mit dem Programm BioRegio 2030 unterstützt der Freistaat Bayern Gemeindeverbünde, denen der Titel "Staatlich anerkannte Öko-Modellregion" verliehen wurde. Ziel der Öko-Modellregionen ist, die Produktion und Vermarktung heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen.

Voraussetzung für eine Förderung ist der Titel einer "Staatlich anerkannten Öko-Modellregion" und ein aktives Öko-Modellregionsmanagement.

I: Management und Planung

Die Ländliche Entwicklung fördert die Ausgaben für Managementaufgaben und Planungen. Dies sind:

  • die Initiierung und Begleitung des Entwicklungsprozesses (Öko-Modellregionsmanagement) im Anschluss an die achtjährige erste degressive Förderphase,
  • die Vorbereitung und Begleitung für außergewöhnliche Projekte und Ideen einschließlich notwendiger Vorarbeiten (Untersuchungen, Erhebungen).

Mittelherkunft

  • Bayern

Die Förderung erfolgt nach den aktuellen Finanzierungsrichtlinien der Ländlichen Entwicklung (FinR-LE) und den Bestimmungen im Landwirtschaftlichem Ministerialschreiben (LMS), Gz. E1-E/a-7514-1/115 vom 18.08.2021.

  • für die Initiierung und Begleitung des Entwicklungsprozesses (Öko-Modellregionsmanagement) mit bis zu 20 %, jährlich höchstens 20.000 Euro auf maximal sieben Jahre begrenzt
  • für die Vorbereitung und Begleitung von außergewöhnlichen Projekten und Ideen bis zu 50 %, jährlich höchstens 50.000 Euro


II: Verfügungsrahmen Ökoprojekte

Die verantwortliche Stelle kann jährlich, nach einem öffentlichen Aufruf durch das Ministerium, den "Verfügungsrahmen Ökoprojekte" zur Umsetzung von Kleinprojekten beantragen. Ausführliche Informationen sind in den jeweiligen Merkblättern zu finden.

Verfügungsrahmen für Kleinprojekte

  • Mit dem "Verfügungsrahmen Ökoprojekte" können Kleinprojekte durchgeführt werden, die für die Weiterentwicklung der Öko-Modellregion von Bedeutung sind, im Gebiet der Öko-Modellregion liegen und mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde.
  • Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 Euro nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben.
  • Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.
  • Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 Euro werden nicht gefördert.

Förderfähig sind z. B. Kleinprojekte zur

  • Stärkung der regionalen Bio-Land- und Ernährungswirtschaft und regionaler Bio-Wertschöpfungsketten,
  • Verbesserung der regionalen Versorgung mit Bio-Lebensmitteln,
  • Stärkung des Absatzes von regionalen Bio-Produkten und
  • Bewusstseinsbildung für Akteure regionaler Bio-Wertschöpfungsketten (Erzeuger, Verarbeiter, Handel, Gastronomie, Verbraucher usw.).

Eine zusätzliche Förderung von Kleinprojekten über die Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung (FinR-LE) oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Mittelherkunft

  • Bayern

Die Förderung erfolgt nach den aktuellen Finanzierungsrichtlinien der Ländlichen Entwicklung (FinR-LE) und den Bestimmungen im Landwirtschaftlichem Ministerialschreiben (LMS), Gz. E1-E/a-7514-1/115 vom 18.08.2021.

  • Die Höhe des Verfügungsrahmens Ökoprojekte beträgt je Öko-Modellregion (Erstempfänger) jährlich max. 50.000 Euro.
  • Der "Verfügungsrahmen Ökoprojekte" setzt sich aus dem Zuschuss (max. 45.000 Euro) und einem Eigenanteil des Erstempfängers von 10 % (max. 5.000 Euro) zusammen. Es ist in dem Kalenderjahr zu verwenden, in dem es bewilligt wurde.
  • Die Zuwendung für ein Kleinprojekt wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttokosten abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 50 % bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 Euro und unter Berücksichtigung der im Falle der Auswahl im privatrechtlichen Vertrag festgelegten maximalen Zuwendung.
  • Handelt es sich beim Träger des Kleinprojekts (Letztempfänger) um den Inhaber eines Unternehmens und wird im Falle einer Förderung daraus ein wirtschaftlicher Vorteil erzielt, sind ergänzend die Bestimmungen des EU-Beihilferechts für den Bereich Gewerbe anzuwenden (Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013).
  • Damit der "Verfügungsrahmen Ökoprojekte" im Kalenderjahr der Bewilligung verwendet werden kann, sind die im privatrechtlichen Vertrag genannten Termine für die Umsetzung des Kleinprojekts zwingend einzuhalten.
Ansprechpartner für die Träger von Kleinprojekten

Die im Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen jeweils genannte Stelle.
Träger von Kleinprojekten können immer erst nach dem erfolgten Aufruf durch die jeweilige Öko-Modellregion Förderanfragen an diese einreichen.

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