Förderwegweiser
Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri)

Die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri) ist ein Instrument der EU zur Förderung von Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft. Mit EIP-Agri soll in Bayern die Produktivität gesteigert und die Nachhaltigkeit verbessert werden.

Voraussetzung für eine Förderung durch EIP-Agri ist die Gründung von Operationellen Gruppen, die sich aus verschiedenen Akteuren wie Landwirten, Forschern, Beratern sowie Unternehmen des Agrarsektors zusammensetzen. Gemeinsam sollen innovative Lösungen für praktische land- und forstwirtschaftliche Frage- und Problemstellungen gefunden werden.

Erste Ansprechpartner:

Die LEADER-Koordinatoren sind in den jeweiligen Regierungsbezirken und Landkreisen Ihre erste Anlauf-, Beratungs- und Vernetzungsstelle zum EU-Förderprogramm EIP-AGRI.

Übersicht LEADER-Koordinatoren und ihre zuständigen Regionen

Fördergegenstand

    Gefördert wird

    • in Maßnahme A: die Einrichtung und Tätigkeit einer Operationellen Gruppe (OG) sowie die Konzepterstellung zu einer Projektidee
    • in Maßnahme B: die Durchführung eines Innovationsprojekts
    Zuwendungsempfänger
    Zuwendungsempfänger ist die OG oder ein von der OG bestimmter Akteur. Natürliche Personen und staatliche Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen können nicht Zuwendungsempfänger sein.

    Voraussetzungen

    • Die OG ist als eine Personengesellschaft oder eine juristische Person (kommunalen Gebietskörperschaften ausgenommen) konstituiert.
    • Die OG umfasst mindestens zwei Akteure.
    • Die OG hat ihren Sitz in Bayern.
    • Es ist ein verantwortlicher Ansprechpartner festzulegen.
    • Die OG hat vertragliche Regelungen festzulegen und dort die Rechte und Pflichten der Akteure zu beschreiben.

    Förderanträge können zu folgenden Schwerpunktthemen eingereicht werden

    • Erschließung neuer Wertschöpfungsketten
    • Förderung der Biodiversität und/oder des ökologischen Landbaues
    • Verbesserung von Ressourceneffizienz
    • Beitrag zur Digitalisierung
    • Beitrag zur Verbesserung des Tierwohls und der Tiergesundheit

    Fördersätze

    • Personalkosten für angestelltes Personal: max. 80 %
    • Ausgaben für projektbezogene Dienstleistungen: max. 100 %
    • Zusätzlich bei Maßnahme B: Ausgaben für projektbezogene Verbrauchsgüter und investive Maßnahmen: max. 60 %

    Höhe der Förderung

    • Vorhaben im Anhang I-Bereich: max. 480.000 Euro
    • Vorhaben im NICHT Anhang I-Bereich: max. 200.000 Euro
    • Zuwendungsfähiges Mindestausgabenvolumen
      • Maßnahme A: 5.000 Euro
      • Maßnahme B: 25.000 Euro

    Mittelherkunft

    • EU
    • Bayern

    Antragstellung

    • Der Förderantrag ist an der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bis zum Antragsendtermin einzureichen. Nur vollständige Anträge können für das Auswahlverfahren berücksichtigt werden.
    • Anschrift:
      Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk)
      Sachgebiet F2
      Porschestraße 5 a, 84030 Landshut
      Tel.: 0871 9522-300
      Fax: 0871 9522-399
      E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de
    Dritter Aufruf und Auswahlverfahren 2022:

    Aufrufstart: 1. Juni 2022
    Antragsendtermin: 31. August 2022
    Auswahlverfahren und Bewilligung: 4. Quartal 2022

    Ergebnisse des Auswahlverfahrens 2019:

    Antragsendtermin: 30. September 2019
    Mittelplafonds: 2 Mio. €
    Bewilligte Vorhaben: 5
    Auswahlschwelle (Punkte): 13

    Ergebnisse des Auswahlverfahrens 2018:

    Antragsendtermin: 31. Juli 2018
    Mittelplafonds: 0,8 Mio. €
    Bewilligte Vorhaben: 3
    Auswahlschwelle (Punkte): 13

    Der Plafond für die gesamte Förderperiode 2014 – 2022 beträgt 7 Mio. Euro.

    Auswahlverfahren

    • Die grundsätzlich förderfähigen Anträge werden einem Auswahlverfahren mit Auswahlkriterien unterzogen.
    • Anträge, die die vorgegebene Mindestpunktzahl erreichen, werden in einer Rangliste eingeordnet.
    • Ausgewählt werden die Projekte mit der höchsten Punktzahl bis der für die jeweilige Auswahlrunde vorgegebene Plafond ausgeschöpft ist.
    • Anträge, die die Fördervoraussetzungen nicht erfüllen oder die vorgegebene Mindestpunktzahl nicht erreichen oder wegen der ausgeschöpften Mittel nicht berücksichtigt werden können, werden abgelehnt. Sie können jedoch ggf. bei einem weiteren Aufruf erneut eingereicht werden.

    Unterlagen zum Aufruf 2022 – Maßnahme A

    Unterlagen zu den Aufrufen 2018 und 2019