Förderwegweiser
Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri)

Die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri) ist ein Instrument der EU zur Förderung von Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft. Mit EIP-Agri soll in Bayern die Produktivität gesteigert und die Nachhaltigkeit verbessert werden.

Voraussetzung für eine Förderung durch EIP-Agri ist die Gründung von Operationellen Gruppen, die sich aus verschiedenen Akteuren wie Landwirten, Forschern, Beratern sowie Unternehmen des Agrarsektors zusammensetzen. Gemeinsam sollen innovative Lösungen für praktische land- und forstwirtschaftliche Frage- und Problemstellungen gefunden werden.

Innovationsnetzwerk EIP-Agri Bayern - Ansprechpartnerin
Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 84030 Landshut
Helene Faltermeier-Huber
Tel.: 0871 9522-4414
E-Mail: eip-agri@stmelf.bayern.de

Fördergegenstand
Gefördert wird die Zusammenarbeit in der Operationellen Gruppe (OG) und die Durchführung von Innovationsprojekten.
Zuwendungsempfänger
Zuwendungsempfänger ist die OG oder ein rechtsfähiger Akteur (Leadpartner) der OG.

Voraussetzungen

  • Die OG hat die Form einer Personengesellschaft oder einer juristische Person mit Ausnahme von kommunalen Gebietskörperschaften.
  • Die OG umfasst mindestens zwei Akteure.
  • Die OG hat ihren Sitz in Bayern.
  • Es ist ein hauptverantwortlicher Ansprechpartner (Koordinator) festzulegen.
  • Die OG hat vertragliche Regelungen sowie die jeweiligen Rechte und Pflichten der Akteure festzulegen.

Förderanträge können zu folgenden Schwerpunktthemen eingereicht werden

  • Entwicklung von Wertschöpfungsketten im Bereich der stofflichen Nutzung von Biomasse (Bioökonomie)
  • Verbesserung von Ressourceneffizienz und Arbeitssituation im konventionellen und ökologischen Landbau
  • Digitalisierung und Smart Data im Agrarbereich
  • Entwicklung von Systemen in der Tierhaltung zur Verbesserung des Tierwohls und der Tiergesundheit

Fördersätze

  • Laufende Ausgaben: Fördersatz bis zu 80 %
    (z. B. Personalausgaben, Reisekosten)
  • Dienstleistungen: Fördersatz bis zu 100 %
    (z. B. Studien, Analysen und Tests)
  • Verbrauchsgüter und Investitionen: Fördersatz bis zu 60 %

Höhe der Förderung

  • Vorhaben im Anhang I-Bereich: max. 480.000 Euro
  • Vorhaben im NICHT Anhang I-Bereich: max. 200.000 Euro
  • Zuwendungsfähiges Mindestausgabenvolumen: 25.000 Euro

Mittelherkunft

  • EU
  • Bayern

Antragstellung

  • Der Förderantrag ist an der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bis zum Antragsendtermin einzureichen. Nur vollständige Anträge können für das Auswahlverfahren berücksichtigt werden.
  • Anschrift:
    Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk)
    Sachgebiet F2
    Porschestraße 5 a, 84030 Landshut
    Tel.: 0871 9522-300
    Fax: 0871 9522-399
    E-Mail: poststelle@fueak.bayern.de
Ergebnisse des Auswahlverfahrens 2019:

Antragsendtermin: 30. September 2019
Mittelplafonds: 2 Mio. €
Bewilligte Vorhaben: 5
Auswahlschwelle (Punkte): 13

Ergebnisse des Auswahlverfahrens 2018:

Antragsendtermin: 31. Juli 2018
Mittelplafonds: 0,8 Mio. €
Bewilligte Vorhaben: 3
Auswahlschwelle (Punkte): 13

Auswahlverfahren

  • Die grundsätzlich förderfähigen Anträge werden einem Auswahlverfahren mit Auswahlkriterien unterzogen.
  • Anträge, die die vorgegebene Mindestpunktzahl erreichen, werden in einer Rangliste eingeordnet.
  • Ausgewählt werden die Projekte mit der höchsten Punktzahl bis der für die jeweilige Auswahlrunde vorgegebene Plafond ausgeschöpft ist.
  • Anträge, die die Fördervoraussetzungen nicht erfüllen oder die vorgegebene Mindestpunktzahl nicht erreichen oder wegen der ausgeschöpften Mittel nicht berücksichtigt werden können, werden abgelehnt. Sie können jedoch ggf. bei einem weiteren Aufruf erneut eingereicht werden.