Le Header Herbst Betz Ohne

Hemmersheim
Neugestaltung einer leer stehenden Hofstelle stärkt das Ortsbild und schafft neue wirtschaftliche Grundlagen

Die Neugestaltung der lange leer stehenden Hofstelle beseitigt eine alte Bausünde im Ortskern und führt die Gebäudeproportionen und die Gestaltung auf ein ortstypisches Erscheinungsbild zurück. Die Verbindung mit einer neuen, zukunftsorientierten Nutzung als Schulbauernhof im Zusammenhang mit dem benachbarten Biobetrieb schafft neue Arbeitsplätze im Dorfkern und sorgt für die überregionale Bekanntheit und ein positives Image des Ortes.

Das Anwesen liegt in der Dorfmitte von Hemmersheim, dessen historische Struktur und Geschlossenheit bis heute sehr gut erhalten geblieben sind. Zwischen zwei Baudenkmälern war der 1967 nach Abbruch des alten Wohnhauses errichtete zweigeschossige Neubau ein Fremdkörper im Ensemble.

Mit der Entfernung des Daches und einem Teilabriss des ersten Stockes wurde unter Verzicht auf Nutzfläche das Haus auf ein einstöckiges Gebäude zurückgebaut, das sich mit seinem Steildach und der neuen Fassadengliederung an der örtlichen Hauslandschaft orientiert und sich wieder hervorragend in die Dorfstruktur einfügt.

Mit baubiologisch und ökologisch unbedenklichen und regionalen Materialien wurden ein zeitgemäßer energetischer Standard und ein hochwertiger Innenausbau erreicht. Die zentrale Hackschnitzelheizung mit solarthermischer Unterstützung, die Regenwassernutzung, die weitgehende Entsiegelung der Freiflächen und eine hochwertige neue Nutzung sind Teil des sehr gelungenen ökologischen und ökonomischen Gesamtkonzeptes.
Bauherr: Martin Primbs, Schulbauernhof Lindenhof, Hemmersheim
Architekturbüro Felix Tannenberg, Aub
Dorferneuerung Hemmersheim, Lkr. Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim