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Oberlauringen
Auf den Spuren des Dichters – Sanierung und Umnutzung des denkmalgeschützten Rathauses zum Rückert-Poetikum

Die sorgfältige denkmalgerechte Sanierung des etwa 500 Jahre alten Hauses rettet ein besonderes Baudenkmal. Durch seine städtebauliche Situierung und seine historische Bedeutung als ehemaliges Rathaus hat das Bauwerk eine herausgehobene identitätsstiftende Stellung im Ort, die mit der neuen, zusätzlichen Bedeutung als „Rückert-Poetikum“ noch verstärkt wird.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde um das Jahr 1531 unter Verwendung von Bauteilen aus früheren Häusern errichtet. Ursprünglich als Wohnstallhaus erbaut, diente das Gebäude nach einem Umbau Anfang des 18. Jahrhunderts als Rathaus und beherbergte seit den 1970er Jahren eine Bankfiliale.

Schon allein durch seine herausgehobene Lage mitten auf dem ehemaligen Dorfanger hat das Gebäude eine besondere Stellung im Ort. Eine Sanierung wurde notwendig, da die Standsicherheit des Hauses nicht mehr gewährleistet war. In enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege kamen fast vergessene traditionelle Methoden der Zimmermannskunst zum Einsatz. Ein Höchstmaß an historischer Bausubstanz konnte erhalten werden.

Mit der neuen Funktion als „Rückert-Poetikum“, das mit einer interaktiven Ausstellung, einer Leselounge und mit Veranstaltungen an das Leben und das literarische Werk Friedrich Rückerts, des berühmten Sohnes des Ortes erinnert, wird dem Gebäude eine neue Bedeutung gegeben.
Bauherr: Markt Stadtlauringen
Architekt: Joachim Perleth, Schweinfurt
Dorferneuerung Haßbergtrauf, Lkr. Schweinfurt