Bienen auf Pollenwabe

Tierische Erzeugung
Bienen

Rund 80 Prozent aller heimischen Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Bienen sichern so auch die Erträge in der Landwirtschaft und damit unsere Ernährung.

Vor allem die Varroamilbe, aber auch die veränderte Landnutzung sind eine große Herausforderung für die Imker. Bayern stellt mit rund 300.000 Bienenvölkern nach wie vor ein Drittel des deutschen Bienenvölkerbestands.

Imker und Bauern: Beispielhafte Partnerschaften gesucht

Das Landwirtschaftsministerium zeichnet beispielhafte Kooperationen zwischen Imkern und Bauern aus. Unter dem Motto "Landwirt.Imker.Miteinander" können sich besonders gelungene Partnerschaften bis 31. Mai 2020 mit ihren Konzepten bewerben. Ziel der Aktion ist, die Zusammenarbeit von Imkern und Landwirten zu fördern. Bewertet werden beispielsweise die Kreativität bei der Umsetzung oder die Eignung als Leuchtturm-Projekt.

Landwirt.Imker.Miteinander (www.landwirtschaft.bayern.de/lim)

Erfreulicher Trend
Immer mehr Imker in Bayern

Imkern liegt in Bayern im Trend: In den vergangenen fünf Jahren sind 4.000 neue Imkerinnen und Imker in die Bienenhaltung eingestiegen. Damit ist die Anzahl der aktiven Imker auf rund 35.000 angewachsen. Aufgrund des günstigen Wetters im Sommer 2019 hat im Schnitt jedes der von ihnen betreuten rund 300.000 Bienenvölker 37 Kilo Honig eingebracht.

Schwerpunkte

Institut für Bienenkunde und Imkerei: Beratung und Fortbildung

Flugbiene an Weißklee
Kompetente, kostenlose und flächendeckende Beratung und Fortbildung erhalten Imker an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau - Institut für Bienenkunde und Imkerei - in Veitshöchheim. Ansprechpartner sind die staatlichen Fachberater in jedem Regierungsbezirk. An drei Standorten wird eine neutrale Prüfung von Bienenherkünften im Sinne des Bayerischen Tierzuchtgesetzes gewährleistet. Das ist in Deutschland einzigartig.

Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Video zur Spätsommerbehandlung gegen die Varroamilbe

Die im Jahresverlauf stark ansteigende Varroamilbenpopulation in den Bienenvölkern zu bekämpfen, ist eine imkerliche Pflicht. Häufig wird dazu Ameisensäure (60 %) verwendet. Diese organische Säure wird über Applikatoren verdunstet, um ihre akarizide Wirkung möglichst effektiv und bienenverträglich zu entfalten. Das Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) empfiehlt in einem aktuellen Kurzfilm den Einsatz eines ausgereiften Horizontalverdunsters.

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Forschung und Analytik

An der LWG werden Untersuchungen und Monitoringprogramme zum Beispiel zu Bienengesundheit, Umwelteinflüssen und Betriebsweisen durchgeführt. In Kooperation mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. bietet die LWG Untersuchungen auf Rückstände und Krankheitsursachen an.

Finanzielle Unterstützung

Um die zur Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen erforderliche Zahl an Bienenvölkern halten zu können, unterstützt Bayern die Imker mit verschiedenen Fördermaßnahmen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Menschen Bienen halten, um die Bestäubung zu sichern. Wer Bienen hält, soll ihre Bedürfnisse kennen. Deshalb fördert der Staat die Fortbildung der Imker.

Die Gesamtzahl aller in den drei bayerischen Imkerlandesverbänden organisierten Mitglieder lag im Jahr 2007 bei rund 28.000. 2017 waren es bereits 35.000. Rund ein Drittel der neu registrierten Imker sind mittlerweile Frauen. Die Zahl der Bienenvölker liegt derzeit bei rund 300.000.

Imkerverbände

Blockweise im Freien aufgestellte Bienenbeuten
Bayerische Imkerinnen und Imker halten im Durchschnitt sieben Bienenvölker als Freizeitbeschäftigung beziehungsweise im Nebenerwerb.
Berufsimkerei im Vollerwerb ist hingegen nur wenigen spezialisierten Betrieben möglich. Sie finden eine berufsständische Vertretung in der Landesgruppe Bayern des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.

Institut für Bienenkunde und Imkerei

  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau