Imkerinnen und Imker in Bayern
Die Zahl der Bienenvölker liegt in Bayern derzeit bei rund 280.000 – mehr als ein Viertel der deutschen Bienenvölker. 42.000 Imkerinnen und Imker sind in den bayerischen Imkerlandesverbänden organisiert. Die Mehrheit imkert in der Freizeit. Weniger als ein Prozent sind Erwerbsimker. Bayern fördert Imkerinnen und Imker unter mehreren Aspekten: Mehr Menschen sollen Bienen halten, um die Zahl an Bienenvölkern halten zu können, die zur Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen nötig sind. Wer Bienen hält, soll ihre Bedürfnisse kennen.
Förderung der Bienenhaltung – Staatliche Führungsakademie externer LinkEntwicklung der Bienenvölker in Bayern
Wie geht es den Bienen in Bayern und was tut der Freistaat für sie? Bienen sind Bestäuber und wichtige Indikatoren für den Zustand der Insektenwelt. Geht es den Honigbienen gut, geht es meistens auch der "wilden Verwandtschaft" gut. Im Bericht, der am 17. Juni 2020 dem Landtag vorgelegt wurde, geht es um Bienen-Forschungsprojekte, Imkerförderung und die Auswirkungen der Umweltprogramme auf die Bestäuberinsekten.
Invasive Arten
Bayerische Imker haben berechtigte Sorgen, dass Ihre Völker durch die invasive Asiatische Hornisse – vespa velutina nigrithorax – angegriffen und dezimiert werden. Die Asiatische Hornisse ist in Südostasien von Afghanistan bis Taiwan und Indonesien in mehreren Unterarten heimisch. Sie kam im Jahr 2004 auf dem Schiffsweg nach Europa. Ihr Verbreitungsweg ging über Frankreich, Italien und Belgien nach Südwestdeutschland. Berichte aus Frankreich weisen auf eine beachtliche Dezimierung von Bienenvölker durch die Asiatische Hornisse hin. Im Oktober 2022 wurde die Asiatische Hornisse erstmals in Bayern beobachtet. In den Jahren 2023 bis 2025 wurden etwa 60 Nester gefunden. Nun gilt es die Ausbreitung in Bayern zu bremsen. Funde von der Asiatischen Hornisse sind auf der Meldeplattform Beewarned der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Institut für Bienenkunde zu melden. Ihre Meldung können Sie hier erfassen:
Bee-Warned externer Link
Institut für Bienenkunde und Imkerei
Das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim ist Forschungseinrichtung und Kompetenzzentrum. Es informiert rund um die Bienenhaltung, Produkte, Bienengesundheit (z. B. VarroaApp), Recht, Wirtschaft und Bildung. Lehrvideos veranschaulichen die gute imkerliche Praxis.
Institut für Bienenkunde und Imkerei – LWG externer LinkDie LWG führt Untersuchungen und Monitoringprogramme zum Beispiel zu Bienengesundheit, Umwelteinflüssen und Betriebsweisen durch. In Kooperation mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. bietet die LWG Untersuchungen auf Rückstände und Krankheitsursachen an.
Honiganalysen – Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. externer LinkStrukturen in der Imkerei
In Bayern gibt es vier Imkerlandesverbände. Imkerinnen und Imker halten im Durchschnitt sieben Bienenvölker als Freizeitbeschäftigung beziehungsweise im Nebenerwerb. Berufsimkerei im Vollerwerb ist nur wenigen spezialisierten Betrieben möglich. Ihre berufsständische Vertretung ist die Landesgruppe Bayern des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.
Weitere Informationen
Ansprechpartner
Institut für Bienenkunde und Imkerei – LWG- Fortbildung für Imker durch Vereine interner Link
- Imkern auf Probe interner Link
- Imkern an Schulen interner Link
- Ökoimkerei – Unterstützung der Zertifizierung interner Link
- Investitionen – Zuschüsse für Imkereigeräte interner Link
- Förderung von Bienenbelegstellen interner Link
- Förderung von Standbesuchen interner Link
- Honiganalysen – Merkblätter zur Laboruntersuchung – Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. externer Link
- Bekämpfung der Asiatischen Hornisse interner Link

