Nebennutzungen sind maximal ein Zuverdienst
Es muss nicht immer nur Holz sein

Nicht nur mit dem Holz aus dem Wald können Sie als Waldbesitzer/in Geld verdienen. Auch mit anderen Produkten des Waldes lassen sich Einkünfte erwirtschaften. Die Nebennutzungen sollten aber nicht überschätzt werden, da sie in der Regel nur einen geringen Teil der Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung erbringen können.

Das Kerngeschäft des Forstbetriebes ist der Holzverkauf.
Spitzen verschiedener Christbäume im WaldZoombild vorhanden

Christbäume aus dem Wald
(Foto: G. Brehm)

Die Nebennutzungen im Wald haben sich über die Jahrhunderte immer wieder verändert. So wurden früher Waldflächen auch als Weide genutzt oder das Laub und die Nadeln zur Einstreu in Ställen verwendet. Auch die Harze der Bäume und die Rinde waren im vorindustriellen Zeitalter noch wertvoll. Viele der Produkte lassen sich aber mittlerweile viel einfacher technisch herstellen und einige der historischen Nebennutzungen sind ökologisch mehr als fragwürdig.

Finanziell interessant kann es sein, Schmuckreisig und Weihnachtsbäume im eigenen Wald zu produzieren und zu verkaufen. Der Handel mit Samen- und Saatgut birgt nur bei ausgezeichneten Beständen ein finanzielles Potential und unterliegt strengen, gesetzlichen Regeln.

Christbaumerzeugung

Der Verkauf von Christbäumen hat in den vergangen Jahren zugenommen. Viele Kunden bevorzugen mittlerweile regionale Produkte. Für Waldbesitzer kann es daher interessant sein, in geringen Umfang Christbäume anzupflanzen.

Schmuckreisigerzeugung

Ebenfalls im Winter wird Reisig von Kiefern, Tannen und Douglasien nachgefragt. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die Bäume nicht zu stark beschnitten werden oder nur Reisig von Bäumen verwendet wird, die zeitnah gefällt wurden oder werden sollen. Bei den Preisen für Schmuckreisig ist darauf zu achten, dass die Arbeitskosten die späteren Erlöse nicht überschreiten.
Windkraft im Wald
Windkraftanlage im Wald, im Vordergrund ein gelb blühendes Rapsfeld (Foto: J. Böhm)

Ansprechpartner sind die Sachbearbeiter für überregionale Fragen der Raumordnung und der Landesplanung und die 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.  

Energiewende in Bayern Externer Link

Energieatlas Bayern Externer Link

Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern Externer Link

Weitere Informationen

Zeichnung eines bayerischen Forstbeamten (Grafik: N. Maushake)
Unser Tipp:

Fragen kostet nichts! Unsere Beratungsförster/innen helfen bei Fragen zu Nebennutzungen im Wald gerne weiter. Mit unserem praktischen Försterfinder können auch Sie schnell Ihren zuständigen Förster finden.  

Ihr Förster vor Ort

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