Einsatz des Pheromonverfahrens zur Bekämpfung von Wicklerarten im Obst- und Weinbau

Die Förderung der Anwendung der Verwirrmethode mit Pheromonen zur Bekämpfung von Wicklerarten (BayWOP) unterstützt den umweltschonenden Obst- und Weinbau. Durch den bevorzugten Einsatz biologischer und biotechnischer Maßnahmen im Pflanzenschutz kann den Aufwand an Insektiziden reduziert oder gar ganz vermieden werden, die üblicherweise bei der Bekämpfung von Wicklerarten zur Vermeidung von Ertrags- und Qualitätseinbußen bei Tafel- und Keltertraubensorten, Kern-, Stein- und Beerenobst notwendig sind.

Voraussetzungen

  • Die Bekämpfung des Traubenwicklers muss auf einer zusammenhängenden Fläche von drei Hektar im Weinbau bzw. einem Hektar im Obstbau erfolgen.
  • Im Weinbau ist die im Ertrag stehende digital erfasste Rebfläche förderfähig. Die Beantragung der Förderung von Junganlagen ohne Unterstützungsvorrichtung erfolgt gemäß den Vorgaben der im Ertrag stehenden Rebflächen. Im Obstbau ist die gesamte Anbaufläche der zu schützenden Kultur förderfähig, sofern sie digital erfasst ist. Wein- und Obstbauflächen in anderen Bundesländern sind nicht förderfähig.
  • Antragsberechtigt sind Zusammenschlüsse von Inhabern landwirtschaftlicher Betriebe (Pheromongemeinschaften bzw. Obstbaugemeinschaften) oder Inhaber von landwirtschaftlichen Betrieben als Einzelantragsteller.
  • Die Antragssteller verpflichten sich, die Anwendung des Pheromonverfahrens (Verwirrmethode) für die Dauer von fünf Jahren gegen denselben Schaderreger anzuwenden und den Betrieb in diesem Zeitraum selbst zu bewirtschaften.
  • Der Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden gegen denselben Schaderreger ist auf der beantragten Reb- bzw. Obstbaufläche grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmeregelungen können von der zuständigen Behörde erteilt werden.

Förderung

  • Gefördert werden die zuwendungsfähigen Ausgaben der Anwendung des Pheromonverfahrens (Verwirrungsmethode) zur Bekämpfung des Traubenwicklers im Weinbau und Wicklerarten im Obstbau.
  • Die zugelassenen Pheromonwirkstoffe im Wein- und Obstbau sind entsprechend der Vorgaben der amtlichen Beratung auszubringen.

Höhe der Förderung

  • Die Zuwendung wird als Zuschuss (Projektförderung) als Festbetrag je Hektar Verwirrfläche und Jahr gezahlt.
  • Die Zuwendung je Hektar und Jahr Verwirrungsfläche beträgt im Weinbau 110 Euro bzw. im Obstbau 130 Euro für die eingesetzten Pflanzenschutzerzeugnisse Obstbau.
Mittelherkunft

Bayern und Bund

Antragsverfahren

Anträge von Pheromon- bzw. Obstbaugemeinschaften können als Sammelanträge gestellt werden. Die Antragstellung erfolgt durch eine bevollmächtigte Person der Pheromon- bzw. Obstbaugemeinschaft, die eine Bündelung der Flächenaufstellung vornimmt. Die Mitglieder der Pheromon- bzw. Obstbaugemeinschaft erklären durch ihre Unterschrift bei der Flächenaufstellung, dass die bevollmächtigte Person im Namen und Vollmacht aller Mitglieder der Pheromon- bzw. Obstbaugemeinschaft handelt.
Einzelanträge sind für Obstbaubetriebe ebenfalls möglich. Im Weinbau können Einzelanträge gestellt werden, sofern eine Sammelantragsstellung als Pheromongemeinschaft nicht möglich oder nicht zumutbar ist und die beantragte Fläche mindestens 3 ha beträgt.

Der Antrag ist spätestens bis 31. März zu stellen.

Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die LWG.

Ansprechpartner
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Institut für Weinbau und Oenologie
An der Steige 15
97209 Veitshöchheim
Tel.: 0931 9801-0
E-Mail: poststelle@lwg.bayern.de

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