
Die IFA kurz für „Innovationen für alle“ ist die größte Tech-Messe Europas. Vom Farbfernseher über erste Ghettoblaster bis hin zu den ersten Virtual-Reality-Brillen hat die IFA Berlin immer wieder neue Entwicklungen präsentiert. Auch 2025 bildete dabei keine Ausnahme. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf intelligenten Haushaltslösungen. Dabei geht es einerseits um den Einsatz neuer Technologien, z.B. KI im Haushalt, als auch smarte Vernetzung und Einsparungen von Ressourcen. Haushaltstechnik Landsberg hat sich insbesondere die Neuheiten im Küchenbereich genauer angesehen.

Backofen
Bereits 1926 präsentierte Siemens auf der IFA den ersten elektrischen Backofen, eine Röhre mit Heizkörpern an der Ober- und Unterseite. Dieser veränderte den Alltag im Haushalt nachhaltig. Die Bedienung der „Backröhre“ mit Ober-Unterhitze und mechanischer Temperatursteuerung musste manuell eingestellt und überwacht werden. Zum Jubiläumsjahr zeigt Siemens einen Backofen mit integrierter KI-Erkennung. Das Gerät erkennt100 Gerichte (Kuchen, Braten, Auflauf…) und startet automatisch das passende Programm. Der Nutzer müssen lediglich Bräunung und Gargrad festlegen. Alles weitere übernimmt der Ofen selbstständig
Dampfgarschublade
Als echte Weltneuheit präsentierten sowohl Miele als auch Bosch und Siemens die erste Dampfgarschublade. Diese Weiterentwicklung des klassischen Dampfgarers soll auf weniger Platz die gleichen Funktionen erfüllen. Die Dampfgarschublade passt mit nur 14 cm Höhe perfekt neben einem Kompaktbackofen in die Backofen-Einbaunische. Alternativ passt sie auch in die Nische einer Standardschublade im Unterschrank. Die platzsparende Einbauhöhe schafft neue Planungsmöglichkeiten für kompakte Küchen und offene Wohnräume. Trotzdem handelt es sich um eine vollständigen Dampfgarer mit ca. 14 Liter Garvolumen und 800 ml Wassertank. Zahlreiche Automatikprogramme erleichtern zudem die Zubereitung von Gemüse, Sous-Vide oder alltägliche Anwendungen wie Erwärmen und Auftauen.

Kochgeschirr kommuniziert mit Kochfeld
Kochen ohne ständige Aufsicht verspricht neues Kochgeschirr für Induktionskochfelder. Ausgestattet mit Touch-Bedienung und Sensoren, kommuniziert es direkt mit dem Induktionskochfeld. Über die Bedieneinheit an Topf oder Pfanne wird ein Garprogramm ausgewählt. Das System regelt selbständig mit Hilfe der Sensoren die Temperatur. Ein manuelles Nachregulieren und das ständige Beobachten entfallen. Topf und Pfanne können trotz smarter Technik in der Spülmaschine gereinigt werden.

Energieeffizientere Spülmaschine
Eine neue Generation von Spülmaschinen setzen Maßstäbe in puncto Energieeffizienz. Einzelne Geräte erreichen Energieeffizienzklasse A des neuen EU-Labels. Möglich machen das Programme, die mit weniger Wasser auskommen und dadurch weniger Energie verbrauchen. So werden Kosten gesenkt und Ressourcen geschont.
Neuerungen bei Dunstabzugshauben
Weniger Energieverbrauch bei guter Leistung versprechen auch neue Dunstabzugshauben. Egal ob an der Wand hängend oder im Unterschrank eingebaut, läuft das Gebläse deutlich leiser. Einbaumodelle im Oberschrank benötigen weniger Platz. LED-Lichtstreifen sorgen zudem für stimmungsvolle Akzente. Weiter im Trend sind die sogenannten „Downdrafts“, Abzüge, die unten im Herd verbaut sind. Nach der Nutzung verschwinden sie beinahe unsichtbar in der Arbeitsfläche hinter dem Kochfeld.
Kratzfestes Kochfeld
Glaskeramik Kochfelder gibt es jetzt mit kratzbeständiger Oberfläche. Im mattschwarzen Design verschwinden die wenigen Streifen, die durch unachtsames Verschieben der Töpfe oder Pfannen doch noch entstehen. Die Farbe der Beschriftung variiert von weiß bis gelb.
Reinigungsroboter
Mühsam von Hand den Boden zu wischen war gestern. Mittlerweile übernehmen Reinigungsroboter diese Aufgabe. Je nach Modell saugt und wischt er alle Bereiche. Selbst Treppenstufen sind kein Hindernis. Mithilfe einer Raupe oder Steighilfen können einzelne Modelle Stufen bis 25 cm Höhe emporsteigen und auch das Obergeschoß selbständig reinigen. Die Basisstation übernimmt das Säubern der Wischpads mit Bürste und Heißwasser und trocknet sie anschließend. Eine besondere Neuerung betrifft die Wasserversorgung: Da Festwasseranschlüsse in Küchen meist nur unter der Spüle vorhanden sind, stellen Ecovac und Bosch nun Roboter vor, deren Basisstation direkt im Sockel unter der Spüle verschwindet. Damit entfällt das manuelle Nachfüllen der Tanks – und der Roboter ist nach getaner Arbeit nahezu unsichtbar verstaut.
Haushalte werden autonomer
Diese Innovationen demonstrieren eindrucksvoll, wie tief KI bereits in den Haushalt vordringt. Automatikprogramme nehmen Nutzerinnen und Nutzern immer mehr Entscheidungen ab, Sensoren optimieren Wasser- und Energieverbrauch in Echtzeit und sorgen fast nebenbei für bessere Ergebnisse. Und während smarte Roboter längst routiniert den Boden übernehmen, wird klar, wohin die Reise geht: Der Haushalt wird nicht nur vernetzter, sondern auch spürbar autonomer.
