Branchengespräch bei Landwirtschaftsministerin Kaniber: "Gemeinsam Herausforderungen von SBR und Stolbur bewältigen"

Aktualisiert am: 17.02.2026
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(16. Februar 2026) München – Die Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade und der von ihr übertragenen Krankheiten Syndrome Basses Richesses (SBR) und Stolbur bedrohen weiterhin Bayerns Zuckerrüben-, Kartoffel- und Gemüseanbau. Das gefährdet wichtige Wertschöpfungsbereiche im ländlichen Raum. Bayern wird deshalb auch in den Jahren 2026 und 2027 Geld in seine Forschungs- und Praxisprojekte investieren. Bayern setzt deshalb seine Forschungs- und Praxisprojekte auch in den Jahren 2026 und 2027 entschlossen fort. Das betonte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber beim zweiten Branchengespräch mit Vertretern des Anbaus und der Wertschöpfungsketten von Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse. "Auch wenn wir gemeinsam die Herausforderungen im letzten Jahr insgesamt gut bewältigt haben, bleiben wir weiterhin hellwach. Deshalb braucht es auch künftig Forschung, Praxis und Wirtschaft an einem Tisch. Wir lassen unsere Landwirte nicht allein – wir setzen alles daran, praktikable Lösungen zu finden und gemeinsam voranzukommen", sagte Kaniber. Bereits 2021 startete Bayern ein erstes Pilotprojekt zu SBR. Inzwischen laufen zahlreiche Forschungs- und Praxisvorhaben zu den Krankheiten SBR und Stolbur. Und zwar sowohl im Zuckerrüben-, als auch im Kartoffel- und Gemüsebau. Dafür stellt der Freistaat insgesamt über 2,6 Millionen Euro bereit. Neu ist das 2025 bewilligte Praxisprojekt "Fruchtfolgeumstellung Nördlinger Ries". Es soll zeigen, dass gemeinsames Handeln in einer Region und angepasste Fruchtfolgen ein Weg sein kann, um die Ausbreitung der Krankheiten wirksam einzudämmen. Einen weiteren neuen Baustein stellte die Kartoffel-Pflanzgutbranche vor: den Keimtest von rund 1.200 bayerischen Pflanzkartoffelpartien. Damit überprüfen die Pflanzguterzeuger das Auflaufverhalten vor dem Verkauf. Denn befallene Pflanzgutpartien können zu Auflaufproblemen und deutlich reduziertem Ertrag führen. Kaniber machte deutlich, dass Bayern bei dieser Herausforderung nicht alleinstehen darf: "Diese Pflanzenkrankheiten betreffen nicht nur Bayern. Das ist ein bundesweites Problem – und wir brauchen Lösungen, die über Landesgrenzen hinausgreifen." Das Ziel der Staatsregierung bleibt klar: Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüse müssen auch künftig fester Bestandteil der bayerischen Landwirtschaft sein.

Das Bild zeigt Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit den Teilnehmern des Branchengesprächs.