Klimawirksamkeit unserer Ernährung
Milch wird in Bezug auf die Klimawirksamkeit unserer Ernährung oftmals mit Milchalternativen verglichen, die auf Basis von pflanzlichen Rohstoffen produziert werden. Als pflanzliche Rohstoffe sind zum Beispiel Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse in der Verwendung. Eine reine Bewertung von Lebensmitteln anhand ihrer Klimawirksamkeit kann dazu führen, dass die Nährstoffzufuhr als eigentlicher Zweck eines Lebensmittels nicht ausreichend berücksichtigt wird. Dies kann zum Beispiel insbesondere bei der Ernährung von Kleinkindern und Kindern zu einem Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen führen, wenn Milch oder Milchprodukte durch pflanzenbasierte Milchalternativen ersetzt werden. Pflanzliche Lebensmittel können einen Anteil des Nährstoffbedarfs bereitstellen, müssen jedoch aufgrund der notwendigen Zubereitung und hinsichtlich der erforderlichen Mengen mit synthetischen Vitaminen und Mineralstoffen künstlich angereichert werden. Bei einer großen Anzahl an Milchalternativen wird von Seiten der Hersteller jedoch bewusst auf diese Anreicherung verzichtet. Verglichen mit nicht angereicherten pflanzenbasierten Milchersatzprodukten ist Kuhmilch deutlich klimafreundlicher. Die Klimawirksamkeit in Bezug auf die Nährstoffdichte ist bei Kuhmilch wesentlich günstiger als bei nicht angereicherten pflanzenbasierten Milchalternativen. So entstehen für 100 Milliliter Milch nur 2 Gramm Treibhausgasäquivalente bezogen auf die Nährstoffdichte, während bei es bei Mandel-Drinks 9 Gramm, bei Soja-Drinks 6, bei Reis-Drinks 16 und bei Hafer-Drinks 34 Gramm sind. Verglichen mit nicht angereicherten pflanzenbasierten Milchersatzprodukten ist Kuhmilch deutlich klimafreundlicher. Die Klimawirksamkeit in Bezug auf die Nährstoffdichte ist bei Kuhmilch wesentlich günstiger als bei nicht angereicherten pflanzenbasierten Milchalternativen. So entstehen für 100 Milliliter Milch nur 2 Gramm Treibhausgasäquivalente bezogen auf die Nährstoffdichte, während bei es bei Mandel-Drinks 9 Gramm, bei Soja-Drinks 6, bei Reis-Drinks 16 und bei Hafer-Drinks 34 Gramm sind.
© StMELFBerechnungsweg der Klimawirksamkeit bezogen auf die Nährstoffdichte:
Für die Empfehlung der täglichen Nährstoffzufuhr wurden die D-A-CH-Referenzwerte der Fachgesellschaften für Ernährung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angesetzt -. Die Nährstoffgehalte der Kuhmilch und pflanzlichen Milchalternativen stammen aus der Schweizer Nährwertdatenbank beziehungsweise einer repräsentativen Marktanalyse aus der Schweiz -. Im nächsten Schritt wurde berechnet, zu wie viel Prozent die tägliche Zufuhrempfehlung von 21 Nährstoffen, die in Milch nachweisbar sind, durch Kuhmilch oder die jeweilige Milchalternative gedeckt werden können. Durch die Aufsummierung der prozentualen Zufuhrdeckung für jeden Nährstoff wurde für Kuhmilch oder die jeweilige Milchalternative die Gesamtnährstoffdeckung berechnet, so dass auch besonders hohe Gehalte eines oder mehrerer Nährstoffe im Endergebnis Berücksichtigung finden. Zusätzlich wurde die Anzahl der Nährstoffe bestimmt, die mindestens 5 Prozent der täglichen Zufuhrempfehlung abdecken. Aus diesen beiden Werten wird durch Multiplizieren die Gesamtnährstoffdichte des Getränks berechnet, die umso höher ausfällt, je mehr Nährstoffe insgesamt enthalten sind und je mehr Nährstoffe mindestens 5 Prozent der täglichen Zufuhrempfehlung abdecken. Für die Berechnung der Klimawirksamkeit wurde schließlich die Entstehung von Treibhausgasäquivalenten von 100 Milliliter Produkt bei Herstellung in Europa (Soja-, Reis-, Hafer-Drink -), im weltweiten Durchschnitt (Mandel-Drink -) oder in Deutschland (Kuhmilch -) auf die Nährstoffdichte bezogen. Die methodische Grundlage zur Berechnung wurde 2010 publiziert -.
Quellen: - https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/?L=0 - Katrin A. Kopf-Bolanz, Elisabeth Eugster: Vergleich der Nährstoffgehalte von Kuhmilch mit Schaf- und Ziegenmilch sowie pflanzenbasierten Getränken. Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin 3, 2019, S.: 15 - Joseph Poore, Thomas Nemecek: Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science 2018, Vol 360, Issue 6392, S.: 987-992, supplementary information for European numbers. - Antony et al., Sichtbarmachung versteckter Umweltkosten der Landwirtschaft am Beispiel von Milchproduktionssystemen (Abschlussbericht), Umweltbundesamt 2021, S. 123 - Annika Smedman et al.: Nutrient density of beverages in relation to climate impact. Food & Nutrition Research 2010, 54, S.: 5170ff

