(19. Dezember 2025) München – Ein schwerwiegender Wettbewerbsnachteil der bayerischen und deutschen Landwirtschaft wird endlich wieder abgebaut: Die bundesweite Rückkehr zum vollen Entlastungsbetrag beim Agrardiesel sorgt ab nächstem Jahr endlich wieder für die notwendige Entlastung in den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Der Bundesrat hat es heute final gebilligt, den ursprünglichen Entlastungssatz von 21,48 Cent je Liter vollständig wiederherzustellen. Damit erhält die Branche deutschlandweit eine jährliche Entlastung von rund 430 Millionen Euro – mehr als eine Verdreifachung gegenüber der aktuellen Situation. Denn mit der ursprünglichen Entscheidung der Ampel-Regierung, wäre die Rückvergütung im kommenden Jahr komplett ausgelaufen. Für dieses Jahr bekommen die Betriebe aufgrund der damaligen Entscheidung nur 6,44 Cent je Liter erstattet. Land- und Forstwirte erhalten die Entlastung nur für den unmittelbar in der land- und forstwirtschaftlichen Produktion eingesetzten Kraftstoff, zum Beispiel in Traktoren und Erntemaschinen – und damit insbesondere zur Herstellung unserer Lebensmittel. Während Autofahrern längst alternative Antriebe offenstehen, fehlt diese Wahlmöglichkeit in der Land- und Forstwirtschaft heute noch weitgehend. Die Rückerstattung gleicht deshalb strukturelle Nachteile aus, sichert die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Betriebe und damit insbesondere die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln. "Das ist keine Subvention, sondern eine wertschätzende Korrektur. Unsere Landwirtinnen und Landwirte erhalten zurück, was ihnen zusteht und was ihre europäischen Nachbarn auch erhalten. Die heimische Landwirtschaft wird damit gestärkt und auf europäischer Ebene wieder konkurrenzfähig. Die Vorgängerregierung hat eine Schieflage verursacht – die Union hat sie nun wieder geradegerückt.", so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Neben herkömmlichem Diesel umfasst die Entlastung künftig auch klimafreundlichere, alternative Kraftstoffe beispielsweise auf pflanzlicher Basis wie hydriertes Pflanzenöl (HVO). Damit werden sowohl Wirtschaftlichkeit als auch Nachhaltigkeit der Betriebe unterstützt. "Starke Betriebe und klimafreundliche Technik gehören zusammen. Es ist gut, dass beides nun Hand in Hand geht", so Kaniber. Auch Bayerns Finanzminister Albert Füracker begrüßt den Beschluss ausdrücklich: "Der Freistaat Bayern hat sich mit Nachdruck für die vollständige Wiedereinführung der Agrardiesel-Rückvergütung stark gemacht – mit Erfolg! Die Rückkehr zur vollen Entlastung ist ein starkes Zeichen, insbesondere an unsere Landwirtinnen und Landwirte: Wir sorgen für Planungssicherheit und Fairness und stärken den ländlichen Raum nachhaltig. Wir stehen entschlossen an der Seite unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe, damit diese nicht durch überzogene Belastungen benachteiligt werden." Beide Minister betonen die Bedeutung der Entscheidung für die tägliche Arbeit der bäuerlichen Familienbetriebe und damit für die Zukunft der regionalen Lebensmittelversorgung. "Unsere Landwirtinnen und Landwirte sind Rückgrat und Herz unserer heimischen Versorgung. Sie arbeiten Tag für Tag unter oft herausfordernden Bedingungen und verdienen faire Rahmenbedingungen. Die rasche Wiedereinführung der Entlastung ist ein starkes Signal der Anerkennung und Unterstützung – Bayern steht fest an ihrer Seite", so Kaniber. Der Freistaat Bayern hatte sich in den vergangenen Monaten mit Nachdruck für die vollständige Wiederherstellung der Entlastung eingesetzt und damit maßgeblich zur nun erzielten Einigung beigetragen.
Agrardiesel: Vollständige Entlastung baut Nachteile ab – Bayern stärkt Betriebe und Wettbewerbsfähigkeit
Aktualisiert am: 19.12.2025
