Ein herausragendes Beispiel für dieses Engagement sind die Bergsteigerdörfer und Naturerlebnisdörfer: kleine, charaktervolle Gemeinden, die sich bewusst für einen sanften, qualitätsorientierten Tourismus entschieden haben. Sie laden dazu ein, die Schönheit der bayerischen Alpen und Naturlandschaften auf authentische Weise zu entdecken – ohne viel Trubel, aber mit umso mehr Nähe zur Natur und zu den Menschen, die dort leben.

Die Bergsteigerdörfer werden vom Deutschen Alpenverein (DAV) im Rahmen einer internationalen Initiative ausgezeichnet, während die Naturerlebnisdörfer durch den Bayerischen Wanderverband der deutschen Gebirgs- und Wandervereine e. V. zertifiziert werden. Beide Siegel stehen für verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, für Regionalität, Umweltbewusstsein und die Förderung eines sanften, naturverbundenen Tourismus. Ob beim Wandern, Radfahren, Genießen regionaler Produkte oder beim Eintauchen in das kulturelle Erbe der Region – in Bayerns Bergsteigerdörfern und Naturerlebnisdörfern zeigt sich, dass nachhaltiger Tourismus keinen Verzicht bedeutet, sondern Bereicherung: für Reisende ebenso wie für die Menschen, die dort leben.

Alpentourismus mit Haltung
Die Bergsteigerdörfer sind Teil einer internationalen Initiative des Österreichischen Alpenvereins und des Deutschen Alpenvereins, die gemeinsam mit Partnern in Bayern, Italien und Slowenien umgesetzt wird. Ziel ist es, den Bergtourismus auf ein nachhaltiges Fundament zu stellen – im Respekt vor Natur, Kultur und regionaler Identität. In Bayern tragen bereits vier Gemeinden das Gütesiegel "Bergsteigerdorf": Ramsau, Sachrang und Schleching sowie Kreuth. Sie stehen für: naturnahe, sanft erschlossene Wander- und Bergsportangebote, regionaltypische Architektur und gewachsene Ortsbilder, gelebte Tradition und kulturelles Erbe sowie lokale Wertschöpfung durch nachhaltige Betriebe. Wer ein Bergsteigerdorf besucht, erlebt authentische Bergwelt – ursprünglich, entschleunigt und verantwortungsvoll.

Nachhaltigkeit erleben, wo sie zu Hause ist
Die Naturerlebnisdörfer sind ein noch junges, aber wachsendes Konzept in Bayern. Das Qualitätssiegel wird vom Wanderverband Bayern verliehen und zeichnet Gemeinden aus, die einen besonders bewussten und naturverbundenen Tourismus fördern. Diese Orte verbinden Landschaftsschutz, Regionalentwicklung und umweltfreundliche Freizeitgestaltung. Sie setzen auf kurze Wege, regionale Produkte und nachhaltige Angebote – von umweltzertifizierten Unterkünften bis zu Naturführungen und Bildungsangeboten. Beispiele in Bayern sind die oberpfälzer Gemeinden Friedenfels und Moosbach, die 2024 und 2025 offiziell als "Naturerlebnisdorf" ausgezeichnet wurden. Beide Gemeinden zeigen, wie Tourismus und Naturschutz Hand in Hand gehen können.
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Bad Hindelang: Eines der weltweit besten Tourismusdörfer
Dass sich der Weg einer nachhaltigen Tourismusentwicklung lohnt, zeigt sich am Beispiel Bad Hindelang: Die Allgäuer Gemeinde wurde 2025 von UN Tourism als eines der weltweit besten Tourismusdörfer (Best Tourism Villages) ausgezeichnet – eine Anerkennung für ihr konsequentes Engagement in den Bereichen Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Regionalentwicklung. Ob in den Bergsteigerdörfern, den Naturerlebnisdörfern oder in Orten wie Bad Hindelang – Bayern zeigt, wie verantwortungsvoller Tourismus funktionieren kann: authentisch, naturverbunden und zukunftsorientiert. Nachhaltiger Tourismus bedeutet keinen Verzicht, sondern Bereicherung – für Reisende ebenso wie für die Menschen, die diese Regionen prägen.
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