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Europäische Woche der Abfallvermeidung
Müll reduzieren – Was können wir tun?

Ein großer Stapel gelber Säcke an einer Straße

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) findet vom 21.  bis 29. November statt. Ziel der Kampagne ist es, mit Alltagsgegenständen und dem Ressourcenverbrauch bewusster umzugehen und Abfälle zu reduzieren.

Unverpacktes Obst und Gemüse kaufen oder ein festes Seifenstück statt Flüssigseife verwenden – diese Maßnahmen zur Abfallvermeidung kennen die meisten. Aber welche Möglichkeiten gibt es noch, Müll zu reduzieren und Verpackungen einzusparen? Das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft gibt Tipps.

1. Reduzieren Sie Getränkeflaschen – Trinken Sie Leitungswasser

Leitungswasser hat in Deutschland eine sehr hohe Trinkqualität. Ein Erwachsener hat einen Flüssigkeitsbedarf von mindestens 1,5 Litern Wasser pro Tag. Führen wir uns diese Flüssigkeit über Getränke in PET-Flaschen zu, entstehen im Jahr pro Person bis zu 36,5 kg Kunststoff-Abfälle (eine Mehrweg-PET-Flasche wiegt ca. 100 Gramm). Eine Menge Müll, die man sich sparen kann, wenn man Wasser aus der Wasserleitung trinkt.

2. Vermeiden Sie textile Abfälle

Jeder Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren besitzt durchschnittlich 18 Kleidungsstücke, die er nicht oder kaum trägt. In der Summe entspricht das etwa 1 Milliarden Kleidungsstücken, die ungenutzt im Kleiderschrank hängen. Die Kleidungsproduktion erzeugt viel CO2, schadet der Umwelt und verbraucht Ressourcen. Deshalb ist es wichtig, diese Kleidungsstücke nicht in den Abfall zu geben, sondern die Tragezeit der Kleidung zu verlängern. Geben Sie Ihre alten Kleidungsstücke in einen Second-Hand-Shop, spenden oder schenken Sie sie Freunden und Verwandten. Vielleicht können Sie Kleidung auch tauschen oder verleihen. Reparieren Sie kaputte Kleidung anstatt sie zu entsorgen.

3. Tätigen Sie Online-Bestellungen mit Bedacht

Insgesamt 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fielen 2018 in Deutschland an. Einen großen Anteil davon machen Versandkartons des Online-Handels aus. Online-Bestellungen in Klein- und Kleinstmengen treiben die Verpackungszahlen nach oben. Daher empfehlen wir, nur Dinge online zu kaufen, die Sie vor Ort nicht erhalten. Wenn Sie Waren online bestellen müssen, bündeln Sie Ihre Bestellungen. Kaufen Sie also gleich mehrere Produkte bei einem Händler. Vermeiden Sie Rücksendungen. Bestellen Sie, zum Beispiel, Kleidungsstücke nicht in mehreren Größen. Maßtabellen des Online-Anbieters helfen bei der Auswahl der richtigen Modelle. Müssen Sie doch mal etwas zurückschicken, verwenden Sie die Verpackung, in der Sie das Paket auch erhalten haben.

4. Upcycling verlängert die Lebensdauer von Materialien

Mit wenigen Handgriffen machen Sie aus alten Dosen und Gläsern Stiftehalter oder Aufbewahrungsboxen. Textilien, die Sie nicht mehr nutzen oder weitergeben, werden zu Putzlappen. Upcycling bietet zahlreiche Möglichkeiten. Verpacken Sie beispielsweise Ihre Geschenke in wiederverwendbare Materialien statt in das klassische Geschenkpapier: Halstücher, Geschirrtücher oder Ähnliches eignen sich dafür. Eine Anleitung, wie Sie Geschenke alternativ verpacken können, finden Sie unter dem folgenden Link.

Verpackungen zur Weihnachtszeit