Susanne
Beruhigende Heukissen – Upcycling ist in!

Logo des Kompetenzzentrums Hauswirtschaft

Was ist für dich das Schönste am Sommer? Ein Eis im Schwimmbad? Die langen Sommerferien? Das schöne Wetter und der herrliche Sonnenschein? Also ich liebe den Duft von frischem Heu und Blumen, der mir bei meinen Spaziergängen oder Radtouren auf dem Land um die Nase weht.

Um diesen Geruch zu konservieren, mache ich mir am Ende des Sommers gerne Heu- oder Kräuterkissen. Die duften nicht nur herrlich, sondern sie beruhigen auch, helfen beim Einschlafen und erinnern mich an das Leben auf dem Land. Außerdem sind solche Heukissen auch noch eine schöne Upcycling-Idee, denn du kannst dafür aussortierte Stoffe verwenden, wie Kleidungsstücke oder Vorhänge.

Das brauchst du:

Für ein Kissen (ca. 28 cm x 28 cm) benötigst du:

  • Stoff (z. B. Baumwolle, Leinen), mindestens 30 cm breit und 60 cm lang
  • Nähutensilien: Nähmaschine, Schere, Nadel, Faden, Maßband, Schneiderkreide
  • Heu aus biologischem Anbau (je nach gewünschter Dicke des Kissens ca. 7–15 Handvoll)
  • getrocknete Kräuter oder Pflanzen, z. B. Lavendel oder Hopfen (je nach gewünschter Geruchsintensität 3–5 Handvoll)

Mein Heukissen besteht aus Heu, Lavendel und Hopfen. Lavendel soll Ängste lösen und innere Unruhe ausgleichen, Hopfen wirkt krampflösend. Du kannst aber auch andere Kräuter oder Blüten verwenden, die du gerne magst. Kamille zum Beispiel wirkt entzündungshemmend, Minze befreit die Atemwege.

So nähst du dein Kissen:

Nähmaschinen in einem Nähzimmer
Schritt 1: Zuschneiden und vernähen
Lege den Stoff vor dich, halbiere ihn, sodass er doppelt liegt. Damit erhältst du schon die erste geschlossene Kissenseite. Die Sichtseite (rechte Seite) liegt innen, die linke Seite außen. Schneide ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 30 cm zu (das fertige Kissen hat 28 cm, 2 cm sind Nahtzugabe). Nähe die beiden Stoffhälften an zwei Seiten ca. zwei cm vom Rand entfernt zu. Lasse eine vierte Seite zum Befüllen des Kissens offen. Versäubere stark ausgefranste Schnittkanten mit einem Zickzack-Stich. Wende abschließend die Kissenhülle, sodass die Sichtseite außen ist.
Kissenhülle mit getrocknetem Heu und Kräutern
Schritt 2: Kissen befüllen
Nimm deine getrockneten Kräuter und befülle das Kissen damit. Das Heu und die Kräuter sollten das Kissen gut füllen, aber trotzdem locker drinnen liegen. Hat das Kissen genug Volumen, verschließe die vierte Seite des Kissens: Schlage dazu die Nahtzugabe von 2 cm nach innen und nähe knapp am Rand entlang. Fertig ist dein Kräuterkissen! Du kannst das Kissen auch noch mit Spitze oder bunten Stickereien verzieren, wenn es dir gefällt. Du siehst: Es ist gar nicht schwer, dir ein eigenes Kräuterkissen zu nähen. Es eignet sich auch perfekt als Geschenk und du kannst es ganz individuell verzieren.
Porträt der Botschafterin Susanne
Tipp für Nähanfänger:
Wenn du keine Erfahrung mit der Nähmaschine oder dem Nähen hast, kannst du auch einfach eine schöne Kissenhülle kaufen und diese mit Heu und Kräutern befüllen. Achte aber darauf, dass die Kissenhülle nicht zu dick ist, sonst kann sich der Geruch der Kräuter nicht so gut entfalten. In der hauswirtschaftlichen Ausbildung lernst du noch viel mehr zum Nähen und Upcycling. Ich freue mich über dein Feedback zum Kräuterkissen und wünsche dir viel Spaß beim Nachmachen!
Deine Susanne