© Michael Heinrich1. Staatliche Vorbildfunktion
Die Bayerische Staatsregierung geht beim ressourcen- und klimaschonenden Holzbau als Vorbild voran. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist, dass Holz als Baustoff so viel wie möglich zum Einsatz kommt – ob in Hybrid- oder Vollholzbauweise. Bauen mit Holz wird damit ab sofort im Freistaat zum Regelfall, wenn der Staat selbst Bauherr ist. Mit den neuen Walderlebniszentren in Schernfeld und Grafrath wurden zuletzt zwei beeindruckende staatliche Holzgebäude eröffnet, die in Ästhetik, Funktion und Klimaschutz neue Maßstäbe setzen.
© Florian HolzherrWalderlebniszentrum Grafrath in Holzbauweise
Der Neubau des Walderlebniszentrums Grafrath bietet rund 400 m² Nutzfläche. Er besteht von der Bodenplatte bis zu den Dachschindeln komplett aus Holz. Verbaut wurden ca. 200 m³ Holz - damit sind im Gebäude überschlägig rund 200 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 gebunden.
2. Fachberatung Holzbau Bayern
Sie planen ein Bauvorhaben? Haben Sie dabei schon an eine Realisierung in Holz gedacht?
Das ressourcen- und klimaschonende Bauen mit Holz weist zahlreiche Vorteile und Möglichkeiten auf. Damit Sie mit Ihren Fragen nicht allein bleiben, stehen Ihnen neutrale, fachkundigen Holzbauexperten zur Seite. Ob mehrgeschossige Wohnhäuser oder Nachverdichtung im urbanen Bereich, kommunale Kindergärten oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude: Nutzen Sie den unabhängigen Service der Holzbaufachberatung in Bayern. Die Fachberatung Holzbau Bayern ist ein kostenfreier und firmenneutraler Service. Das Angebot richtet sich speziell an Entwickler und Entscheider von Holzbau-Vorhaben im Freistaat Bayern. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus im Rahmen der "Holzbauinitiative Bayern" finanziert.
Weitere Informationen:
© Eckhart Matthäus3. Zukunftsweisende Holzforschung
Forschung und Innovation sind zentrale Voraussetzungen, um den modernen Holzbau in seiner positiven Entwicklung zu stärken. Die Forschungsförderung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) setzt seit vielen Jahren auf eine praxisorientierte Holzforschung, um neue Erkenntnisse in der Verwendung von Holzprodukten aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu gewinnen. Allein im Zeitraum 2022 - 2023 wurden rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, um neues Wissen in den Bereichen Brandschutz, Laubholzverwendung und Holztechnologie zu gewinnen. Ein weiteres wegweisendes Forschungsprojekt beschäftigte sich mit der Klimaschutzleistung von Holzgebäuden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU München fanden im Rahmen der Holzbauinitiative heraus, in welchem Maß der neue Campus der Technischen Universität Nürnberg in Holzbauweise realisiert werden kann.
4. Holzbaupreis Bayern
Moderne Holzgebäude erfreuen das Auge und zeigen die gestalterische Vielfalt beim Bauen mit dem Hochleistungswerkstoff Holz. Mit der Prämierung von beeindruckenden Bauwerken lenken wir die Aufmerksamkeit auf die enorme Leistungsfähigkeit der bayerischen Architekten und Bauingenieure. Der renommierte Holzbaupreis Bayern wird gemeinschaftlich vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus und proHolz Bayern ausgelobt. Der alle vier Jahre stattfindende Wettbewerb wird mit der Unterstützung der Bayerischen Architektenkammer und der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau präsentiert. 2027 wird der Holzbaupreis Bayern zum 12. Mal verliehen. Der Einreichungszeitraum hierfür beginnt am 22. Juni 2026 und endet am 31. Juli 2026.
5. Zertifikatprogramm „TUM.Wood – mit Holz Bauen“

Im Zertifikatsprogramm “TUM.wood – mit Holz bauen” werden die aktuellen ökologischen, ökonomischen, technischen und architektonischen Fachkenntnisse des modernen Holzbaus vermittelt. Die Expertinnen und Experten der TUM bringen den Teilnehmenden wissenschaftliche Sachverhalte praxistauglich nahe und versetzen sie in die Lage, die Anforderungen des Planens und Bauens mit Holz zu verstehen und fachgerecht umzusetzen. Dabei wird das notwendige Wissen um Architektur, Konstruktion und Regelwerk ebenso behandelt wie holzbauspezifische Planungsprozesse, Ökobilanzierung und Kreislaufwirtschaft. Aus Mitteln der Holzbauinitiative Bayern wurde das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm "TUM.wood – Mit Holz bauen" mit einer Anschubfinanzierung von 100.000 Euro gestärkt.
Weitere Informationen:
6. Stärkung der praxisorientierten (Holzbau-) Lehre
Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte und Ideengeber von morgen. Die Bayerischen Hochschulen und Universitäten mit Lehr und Forschungsschwerpunkten in der Holztechnik und im Holzbau prägen die Baukultur in hohem Maße. Im Rahmen der Holzbauinitiative Bayern stellt das Staatsministerium, für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus finanzielle Mittel für die Stärkung der praxisorientierten (Holzbau-) Lehre zur Verfügung. Diese Mittel werden vor allem für die Erstellung von Fachliteratur und die Ausstattung von Werkstätten und Laboren eingesetzt. 2024 und 2025 finanzierte das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus ein Semesterprojekt des Lehrstuhls Architektur und Holzbau der TU München zur Erstellung eines wiederverwendbaren Messestandes. Dieser zeigt nahezu die gesamte Anwendungsmöglichkeit und Leistungsfähigkeit von Holz und Holzwerkstoffen auf und wurde erstmals auf der Messe BAU2025 präsentiert.
© Andreas Labes
