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Plankstetten
Denkmalgeschütztes Kleinbauernhaus bleibt als einmaliges Zeugnis der regionalen Hauslandschaft erhalten

Die Instandsetzung und Wiederbelebung des ehemaligen Oberpfälzer Kleinbauernhauses aus dem Jahre 1730 ist ein bedeutender Beitrag für den Fortbestand eines mittlerweile selten gewordenen Haustyps der regionalen Hauslandschaft. Dem außerordentlich hohen Engagement der Eigentümer ist es zu verdanken, dass das denkmalgeschützte Gebäude trotz des sehr schlechten baulichen Zustandes als prägendes Gebäude am Ortsrand langfristig gesichert werden konnte.

Bis zum Jahre 2014 herrschte Leerstand mit nur sporadischer Nutzung als Wochenendhaus in den Sommermonaten vor. Um das Haus vor dem sicheren Verfall zu retten, musste im Rahmen der umfangreichen Sanierungsarbeiten das gesamte Gebäude unterfangen und der Sparrendachstuhl statisch ertüchtigt werden. Auf handwerklich höchstem Niveau wurden Bruchstein- und Fachwerkwände, die Bohlen-Balken-Decke über der Stube und historische Innentüren restauriert bzw. erneuert. Das Haus wird kombiniert mit Erdgas und einem wasserführenden Kaminofen beheizt. Beide Systeme speisen einen 3-Schicht-Pufferspeicher, der die Fußboden- und Wandheizung versorgt.

Um den Gebrauchswert des Denkmals zu erhöhen, wurde der Wirtschaftsteil aus dem Jahre 1910 durch ein querschnittsgleiches Künstleratelier ersetzt, das sich schlüssig in das Gesamterscheinungsbild des Einfirsthofes einfügt.

Das ehemalige Kleinbauernhaus wird heute als Wohngebäude mit Künstleratelier genutzt. Durch die Lage am Ortsrand und zugleich am höchsten Punkt der Siedlung hat es - auch aufgrund der Fernwirkung - eine wichtige Bedeutung für das Ortsbild Plankstettens.
Bauherren: Armin Kollinger und Teresa Wiechova, Plankstetten
Architekt: Kühnlein, Berching
Dorferneuerung Plankstetten, Stadt Berching, Lkr. Neumarkt i.d.OPf.