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Friesenhausen
Ehemaliger Kolonialwarenladen kann im restaurierten denkmalgeschützten Haus wieder erlebt werden

Wandeln auf den Spuren der Vergangenheit kann man heute dank der Wiederentdeckung und der behutsamen Restaurierung eines originalgetreu erhaltenen Kolonialwarenladens inmitten eines historisch gewachsenen Ensembles in Friesenhausen. Dank privater Initiative wurde der um das Jahr 1700 entstandene Fachwerkbau nach fast 40 Jahren Leerstand in vorbildhafter Weise in den historischen Zustand zurückversetzt und der Dorfgemeinschaft als wichtiges Kulturgut erhalten.

Das an zentraler Stelle stehende zweigeschoßige, denkmalgeschützte Gebäude ist aufgrund seiner früheren Nutzung als Schulhaus und mit der späteren Funktion als Dorfladen von kulturhistorischer Bedeutung. Langer Leerstand führte zu erheblichen Schäden am Gebäude, die eine große Herausforderung bei der Restaurierung darstellten. Die Fassade wurde in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt, die Fenster, die Fensterläden sowie die Haustüre konnten größtenteils restauriert werden.

Die ursprüngliche Ladeneinrichtung des Kolonialwarenladens mit einem beeindruckend vielseitigen Warenbestand wurde gereinigt und erhalten. Neben der Ladeneinrichtung stellt der an einer Ecksäule freigelegte, geschnitzte Schreckkopf eine weitere Sehenswürdigkeit dar. Nach der Überlieferung wurde er zur Abwehr des Bösen im Fachwerk angebracht. Im derzeit noch leer stehenden Obergeschoß ist die Einrichtung eines Cafes geplant. Dank des großen Engagements aller Beteiligten konnten bei dem Projekt wichtige Zeitzeugnisse erhalten werden.
Bauherr: Andrea Meub, Friesenhausen
Dorferneuerung Friesenhausen, Gemeinde Aidhausen, Lkr. Haßberge