Gartenbau
Bayerische Gartenschauen

Gartenschauen haben in Deutschland eine jahrhundertealte Tradition. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurden größere gartenbauliche Ausstellungen durchgeführt. Diese beschränkten sich zunächst auf reine Blumenschauen und waren auf wenige Tage begrenzt.

Bundesgartenschauen und Internationale Gartenschauen

Die Ziele der Gartenschauen haben sich seitdem sehr verändert. Gemeinsames Ziel aller Gartenschauen in Deutschland ist es, eine nachhaltige Stadtentwicklung zu unterstützen und wertvolle Naherholungsräume zu schaffen. Seit 1951 werden in Deutschland regelmäßig Bundesgartenschauen (BUGA) bzw. Internationale Gartenschauen (IGA) durchgeführt.

BUGA/IGA (Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft) Externer Link

Bayerische Landesgartenschauen

Bayerische Landesgartenschauen bringen Grün ins Grau, Leben in die Stadt und sie schaffen Räume für Erholung, ein gutes Klima und Lebensqualität. Es ist ein Fest für Monate, aber eine Investition für Generationen. Und das seit 40 Jahren. 1980 gab es in Bayern die erste Landesgartenschau, ein beispielloses Infrastrukturprogramm, mit dessen Hilfe Hunderte Hektar wertvoller Freifläche im Freistaat geschaffen wurden.

Seit der ersten bayerischen Landesgartenschau in Neu-Ulm sind Gartenschauen ein Instrument zur städtebaulichen Entwicklung. Sie sollen:

  • neue Landschaftsräume oder Freiflächen schaffen bzw. vorhandene optimieren und weiterentwickeln
  • das Stadtklima und das Wohnumfeld verbessern und wertvolle Grünbestände und klimarelevante Freiflächen sichern
  • neue Freizeit- und Naherholungsangebote schaffen und dabei soziale und ökologische Erfordernisse in Einklang bringen
  • durch beispielhafte Gärten und Grünflächen sowie durch Informationsangebote Themen wie die gartenbauliche Erzeugung, die natürlichen Lebensgrundlagen, den Natur- und Umweltschutz und die Orts- und Stadtentwicklung der Bevölkerung näherbringen
  • dem bayerischen Gartenbau die Möglichkeit bieten seine Beiträge zur regionalen Versorgung und gestalterischen Verbesserung urbaner Räume darzustellen
  • bleibende Werte für Generationen schaffen

Von 2023 an, mit der Landesgartenschau in Freyung, gibt es in Bayern keine Unterscheidung zwischen "Kleinen" oder "Großen" Gartenschauen mehr. Vielmehr finden Gartenschauen zukünftig, je nach Ausrichtungsort, mit unterschiedlichen Laufzeiten und Ausstellungsumfang statt.

Der Freistaat Bayern fördert die Gartenschauen

  • durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit Zuschüssen zu den Investitionskosten der auf Dauer errichteten Anlagen.
  • durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit Zuschüssen zu den Durchführungskosten zur Förderung der Produktivität und Qualität im Gartenbau.
Die Austragungsorte für die bayerischen Landesgartenschauen bis 2027 stehen bereits fest:
2023Landesgartenschau Freyung
2024Landesgartenschau Kirchheim bei München
2025Landesgartenschau Furth im Wald
2026Landesgartenschau Schweinfurt
2027Landesgartenschau Bad Windsheim

Bewerbung für eine bayerische Gartenschau

Informationen zum Bewerbungsverfahren für eine bayerische Gartenschau sind bei der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen erhältlich.

Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen Externer Link