Die "Phoenix-OASE" - Raum für Austausch, Gemeinschaft und neue Perspektiven

Ein Schlaganfall oder andere Ereignisse mit Hirnschädigung können auch bei jungen Menschen auftreten. Die Betroffenen können nach der erlittenen Hirnschädigung oft nicht mehr in ihr bisheriges Leben zurückkehren. Nach der Akutversorgung und einem Reha Aufenthalt wird der Betroffene meist nach Hause entlassen. Die weitere Versorgung muss entweder zu Hause oder in einer stationären Einrichtung der Altenhilfe stattfinden. Dies ist in den meisten Fällen vor allem aber für jüngere Menschen keine zumutbare Lösung. In der "Phönix OASE" in Freising bekommen die Betroffenen Hilfe.

Aktualisiert am: 06.08.2025
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Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung bei einem Gottesdienst in der Begegnungsstätte© Hans-H. Huss

"OASE" steht für "Orientieren – Austauschen – Selbstbestimmen – Erleben"

Bleibende Beeinträchtigungen und körperliche Einschränkungen nach einem Schlaganfall oder einer durch Sauerstoffmangel verursachten Hirnschädigung, können trotz hervorragender medizinischer Versorgung und REHA-Maßnahmen nicht immer verhindert werden. Viele betroffene Familien fühlen sich in der weiteren Versorgung alleingelassen und erhalten die Empfehlung für den Erkrankten einen Platz in der stationären Altenhilfe zu suchen. Dies ist jedoch in den meisten Fällen, vor allem aber für jüngere Menschen, keine zumutbare Lösung. Sowohl für die Betroffenen als auch deren Familien und Freunde ist die Erkrankung ein traumatisches Geschehen und häufig mit einem existentiellen Einschnitt auch für alle Angehörigen verbunden. Die Begegnungsstätte "Phoenix-OASE" wirkt dieser Situation entgegen. Sie schafft Entlastung für die ganze Familie und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffenen neue Zuversicht und Lebensmut zu geben. Ziel der Angebote ist es, das Leben so wie es jetzt ist anzunehmen und neu zu entdecken. Die neue ambulante Einrichtung bietet Betroffenen und ihren Angehörigen konkrete Unterstützung und schafft Raum für Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben.

Blick in eine Küche © Hans-H. Huss

Mit Hilfe von LEADER entsteht eine Oase der Menschlichkeit

Mit Hilfe einer LEADER Förderung in Höhe von mehr als 106.000 Euro konnten die Einrichtung und der Umbau der Begegnungsstätte unterstützt werden. Auf rund 160 m² bieten zwei Gruppenräume, ein Therapieraum, eine moderne Küche und ein Badezimmer samt Toilette, einen barrierefreien und ansprechenden Bereich für Betroffene und Angehörige. Das Betreuungsangebot schließt alle Pflegestufen mit ein und schließt damit eine wichtige Lücke in der bisherigen Versorgungslandschaft. In der ambulanten Einrichtung bietet speziell ausgebildetes Personal professionelle Hilfestellung und fachgerechte Unterstützung an. Zum Start im Juni 2025 stehen pro Tag sechs Betreuungsplätze zur Verfügung. Langfristig soll das Angebot jedoch auf zehn Plätze ausgeweitet werden. Die "Phoenix-OASE" bietet ein soziales Umfeld das Sicherheit und Vertrauen vermittelt und in der schwierigen Situation gemeinsam neue Perspektiven und Wege sucht und findet. Im Mittelpunkt steht die Wiedergewinnung von Lebensfreude, die Förderung sozialer Kontakte sowie die aktive Integration ins gesellschaftliche Leben. Besonders jungen Menschen, die aus dem bisherigen Versorgungssystem oft herausfallen, eröffnet die "Phoenix-OASE" neue Chancen. Diese Begegnungsstätte ist nicht nur ein wichtiges soziales Angebot, sondern auch ein Vorzeigeprojekt für Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement – ganz im Sinne des LEADER-Mottos: "Bürger gestalten ihre Heimat."