Pressemitteilung
Zehn Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte – Kaniber: „Wir setzen auf Know-How statt auf Verbote“

(19. September 2021) München - Praxisorientierte Forschungsvorhaben sind der Schlüssel zum Erfolg, um die Land- und Forstwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte, wurden im diesjährigen Antragsverfahren insgesamt 28 Forschungsvorhaben ausgewählt, die in den nächsten Monaten beginnen werden. Insgesamt werden rund zehn Millionen Euro in diese breit angelegte Palette von Projekten aus den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, Ernährung, Nachwachsende Rohstoffe sowie Wald und Forstwirtschaft investiert. „Die Land- und Forstwirtschaft muss enorme Herausforderungen meistern. Andere glauben, sie müssten den Bäuerinnen und Bauern immer mehr Auflagen, Einschränkungen und Verbote auferlegen. Wir setzen auf Know-How“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Mit den nun ausgewählten Forschungsprojekten werden Lösungen für konkrete Probleme gesucht. Zum Beispiel, ob in Trockengebieten die Körnerhirse als neue Kultur oder auch Agroforstsysteme etabliert werden können. Oder wie man Hackschnitzel möglichst wasserschonend lagern kann. Für alle am Wald Interessierten soll ein Informationsdienst für die Waldbodenfeuchtigkeit aufgebaut werden. „Diese Forschungsprojekte sollen unseren Land- und Forstwirten wirksame Hilfe bieten, den Klimawandel zu bewältigen, aber auch die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und das Tierwohl weiter zu verbessern. Unsere Forschung zielt darauf ab, dass unsere bayerischen Bauern auch unter veränderten Bedingungen Bauern bleiben können sowie gesellschaftliche Erwartungen und Wünsche der Verbraucher erfüllt werden“, so Kaniber.

Mit einem Förderanteil von etwa 30 Prozent der Gesamtmittel ist der Bereich „Anpassungsstrategien an den Klimawandel und Klimaschutz“ das Schwergewicht der in diesem Jahr zur Förderung ausgewählten Forschungsvorhaben. Im landwirtschaftlichen Bereich liegt ein großer Fokus weiterhin auf Projekten zur Förderung von Tierwohl und Tiergesundheit. Ebenso werden Ansätze zur weiteren Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln durch neue Feldroboter sowie Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität in Wald und Flur untersucht. Außerdem geht der Freistaat mit den innovativen Projekten einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft. Dazu zählen Projekte zu modernsten Pflanzenbausystemen und autonomer Mähtechnik, aber auch der Einsatz von Drohnen bei Forstinventuren. Im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe wird beispielsweise untersucht, wie man Kunststoffe durch regional erzeugte und biologisch abbaubare Materialien ersetzen kann. Ein anderes Projekt nutzt gezielt Künstliche Intelligenz, um die Züchtung von heimischem Kautschukpflanzen weiterzuentwickeln.

Weitere Infos zu den ausgewählten Forschungsprojekten finden Sie unter www.stmelf.bayern.de/forschung.