Wald in Zahlen

Zum Wald in Bayern gehören neben seiner einzigartigen Geschichte auch statistische Fakten über seinen Zustand. Dazu gehören die jährliche Erfassung der Waldflächenbilanz und Daten über Waldbesitz, Schutzgebiete und Baumartenverteilung.

Aktualisiert am: 28.11.2025
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Waldflächenbilanz 2024

Die Waldfläche in Bayern verändert sich ständig. Ob Rodung, Ersatz- oder Erstaufforstungen: Jedes Jahr werden alle diese Waldflächenänderungen auf Grundlage amtlicher Bescheide erhoben.

Erstaufforstungs- und Rodungstätigkeit in Bayern im Jahr 2024

Zusammenfassung der Ergebnisse

Im Jahr 2024 hat die Waldfläche in Bayern (insgesamt rund 2,6 Mio. Hektar) um 160 Hektar abgenommen. Rodungen auf 433 Hektar Waldfläche standen Aufforstungen (Erst- und Ersatzaufforstungen) auf 273 Hektar gegenüber. Erfasst sind dabei alle Waldflächenänderungen auf Grundlage amtlicher Bescheide. Natürliche Wiederbewaldungsflächen (Sukzession) bleiben in der Bilanz außer Betracht.

Im Berichtsjahr wurden insbesondere Waldflächen für die Infrastruktur gerodet und hier wiederum entfällt der größte Anteil auf Rodungen zugunsten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Vor allem die Anlage von Windenergie- und Photovoltaikanlagen schlagen hier zu Buche. Die Aufforstungen einschließlich der Ersatzaufforstungen, die in Rodungsbescheiden auferlegt wurden, konnten im Umfang die Rodungen nicht kompensieren.

Misst man die Bilanzänderung von -160 Hektar an Bayerns Gesamtwaldfläche von ca. 2,6 Millionen Hektar oder an dem seit 1977 zu verzeichnenden Waldflächenzuwachs in Höhe von knapp 15.000 Hektar, so relativiert sich zwar die Größenordnung des Waldverlustes. Ungeachtet dessen wird wegen der Bedeutung der Wälder für den Klimaschutz und viele weitere Funktionen weiterhin eine mindestens ausgeglichene Waldflächenbilanz angestrebt.

Bemerkungen zur Tabelle:

Ohne natürliche Wiederbewaldungen. Erfasst sind alle Waldflächenänderungen auf Grundlage von amtlichen Bescheiden.

JahrRodung in haWaldzugänge (Erst- und Ersatzaufforstung) in haBilanz in ha
19771.080 569–511
1978948491–457
1979947571–376
1980775594–181
1981645698+53
1982493696+203
1983312520+208
1984408488+80
1985429557+128
1986409766+357
19872921.019 +727
19883151.217 +902
19894121.221 +809
1990272921+649
1991266827+561
19922251.353 +1.128
19933392.401 +2.062
19941822.404 +2.222
19952061.507 +1.301
19961941.172 +978
1997277701+424
1998301657+356
1999296573+277
2000370577+207
2001234625+391
2002189376+187
2003130429+299
2004200329+129
2005191414+223
2006368384+16
2007277694+417
2008264603+339
2009303571+268
2010341547+205
2011321431+110
2012266471+205
2013249440+192
2014416501+84
2015291417+126
2016293308+15
2017312324+12
2018390252-138
2019361261-100
2020294224-70
2021363276-88
2022363256-108
2023294252-42
2024433273-160
Summe17.536 32.157 14.619

Waldbesitz

Wussten Sie schon, dass rechnerisch auf jeden Einwohner Bayerns rund 2.000 m² Wald entfallen?

Besitzverteilung in Bayern (Quelle: BWI 3)
  • Privatwald 55,7 % (auf rund 700.000 Waldbesitzer verteilt)
  • Körperschaftswald 12,5 % (hauptsächlich Kommunalwald, also Wald von Gemeinden oder Städten)
  • Staatswald 29,8 % (Wald des Freistaates Bayern, bewirtschaftet von der Bayerischen Staatsforsten AöR unter Rechtsaufsicht der Bayerischen Forstverwaltung)
    
  • Bundeswald 2,0 % (Wald der Bundesrepublik Deutschland, zumeist Wald auf Übungsplätzen der Bundeswehr)

Baumartenverteilung

Aufgrund der Geschichte des Waldes, ist die Fichte auf etwa der Hälfte der Waldfläche Bayerns Hauptbaumart. Laubbäume nehmen ein gutes Drittel der Waldfläche ein.

In Bayern verteilen sich die Baumarten wie folgt:
  • 38,8 % Fichte
  • 16,8 % Kiefer
  • 15,3 % Buche
  • 7,4 % Eiche
  • 3,5 % Ahorn
  • 3,1 % sonstige Laubbäume mit niedriger Lebensdauer (z. B. Weide, Pappel, etc.)
  • 2,8 % Tanne
    
  • 2,7 % Birke
  • 2,3 % sonstige Laubbäume mit hoher Lebensdauer (z. B. Hainbuche, Linde, etc.)
  • 2,2 % Lärche
  • 2,1 % Erle
  • 1,9 % Esche
  • 1,0 % Douglasie

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