Berufsausbildung Forsttechnikerin/Forsttechniker

Forsttechniker und Forsttechnikerinnen arbeiten in der Revierleitung privater und kommunaler Forstbetriebe oder in der Geschäftsführung bei forstlichen Zusammenschlüssen, Fachorganisationen und Verbänden. Sie können ein selbständiges Forstunternehmen führen oder sind Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter in forstlichen Dienstleistungsunternehmen.

Aktualisiert am: 08.01.2026
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Forsttechnikerlehrgang 2026/2028

Die Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft bietet von September 2026 bis Juli 2028 wieder eine zweijährige Vollzeit-Weiterqualifikation zum "Staatlich geprüften Forsttechniker" an. Aktuelle Hinweise, u.a. zum Bewerbungsverfahren, erhalten Sie auf der Homepage der Bayerischen Technikerschule für Waldwirtschaft Lohr a.Main.

Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr a.Main externer Link

Infotag zum Forsttechnikerlehrgang 2026/2028

Samstag, 7. März 2026, 10:30 Uhr bis ca. 14:00 Uhr
Am Forsthof 2, 97816 Lohr am Main

Am 7. März 2026 findet eine Informationsveranstaltung zur Weiterbildung zum Forsttechniker bzw. zur Forsttechnikerin statt. Interessierte können sich ein Bild über geplante Lehrgangsinhalte und die Prüfung machen. Es besteht außerdem die Möglichkeit mit Teilnehmenden des aktuellen Forsttechnikerjahrgangs, sowie Vertretern des Forsttechnikerverbands zu diskutieren und Fragen zu stellen. Um formlose schriftliche Anmeldung unter Angabe der Personenzahl per Fax, E-Mail oder telefonisch wird gebeten. Anmeldeschluss: 23. Februar 2026

Veranstalter:
Bayerische Forstschule/Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft
Telefon:
09352 8723-0
Fax:
09352 8723-300

Ziele der Ausbildung

Hauptziel der zweijährigen Forsttechnikerausbildung ist die Qualifizierung zu einem bzw. einer vielfältig und modern ausgebildeten Revierleiterin bzw. Revierleiter für private oder kommunale Forstbetriebe. Forsttechnikerinnen und Forsttechniker als Fachkräfte des mittleren Forstmanagements sind aber auch befähigt, im Leitungsdienst oder als Mitarbeitende in anderen forstlichen Organisationseinheiten wie forstlichen Zusammenschlüssen, Fachorganisationen oder Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft eingesetzt zu werden. Weitere mögliche Tätigkeitsbereiche finden sich bei forsttechnischen Unternehmen und in verwandten Bereichen wie z. B. Wasserwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Gartenbau, Landschaftspflege oder in der Baumpflege.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines mindestens gleichwertigen Bildungsganges
  • Zeugnis der Abschlussprüfung in dem anerkannten Ausbildungsberuf Forstwirt/Forstwirtin
  • Einschlägige Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr

Bewerbungsunterlagen

  • Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines mindestens gleichwertigen Bildungsgangs
  • Forstwirtzeugnis mit Einzelnoten
  • Nachweis der einschlägigen Berufstätigkeit nach der Forstwirtprüfung von mindestens einem Jahr
  • Lebenslauf mit Motivationsschreiben
  • ggf. Nachweise bereits bestandener Prüfungen (z. B. Jägerprüfung)
  • Bei Forstwirtschaftsmeistern: Zeugnis über die bestandene Meisterprüfung

Unterrichtsfächer

Der Lehrplan der Forsttechnikerausbildung umfasst das gesamte Spektrum des forstlichen Berufsfeldes, einschließlich der Berufsausbildung und Mitarbeiterführung sowie der Jägerprüfung. Unter anderem werden folgende Fächer angeboten:
  • Allgemeinbildende Fächer (Deutsch, Mathematik, Englisch)
  • Informationstechniken, Datenverarbeitung, GIS
  • Naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Waldbau und Waldschutz
  • Forstnutzung und Walderschließung
  • Arbeitslehre und Maschinenkunde
  • Jagd, Natur- und Umweltschutz
  • Forstpolitik und Allgemeine Rechtskunde
  • Forstliche Betriebswirtschaftslehre
  • Rechnungs- und Tarifwesen sowie Sozialversicherungsrecht
  • Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
  • Projektarbeiten, Marketing, Waldpädagogik

Ein erheblicher Teil des Unterrichts wird in Form von praktischen Übungen im Wald, Exkursionen oder Projektarbeiten durchgeführt. Hinzu kommt u. a. ein zweiwöchiges Betriebspraktikum. Hier sind auch Auslandspraktika möglich. Zusätzlich werden verschiedene Wahlpflichtfächer angeboten, u. a. Qualifizierte Baumschau – FLL-Zertifizierter Baumkontrolleur. Auch ist eine Teilnahme an der Europameisterschaft der Forstlichen Schulen im Bereich der Waldarbeitsmeisterschaften im Rahmen eines Wahlfaches möglich.

Schuldauer

Die Ausbildung an der Bayerischen Technikerschule für Waldwirtschaft dauert zwei 2 Jahre. Schuljahresbeginn ist jeweils Mitte September. Die Ferien richten sich nach den bayerischen Schulferien im Kultusbereich.

Abschluss

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Technikerschule in Lohr a.Main führen die Absolventinnen und Absolventen die Bezeichnung: "Staatlich geprüfter Forsttechniker/staatlich geprüfte Forsttechnikerin". Die Berufsbezeichnung kann jeweils mit oder ohne den Zusatz „Bachelor Professional in Technik“ geführt werden. Die Absolventinnen und Absolventen besitzen die fachliche sowie die berufs- und arbeitspädagogische Ausbildereignung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes. Mit der bestandenen Abschlussprüfung erlangen sie auch eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.

Berufsaussichten

Der Fachkräftemangel in der Forstwirtschaft bietet beste Arbeitsmarktverhältnisse für erfolgreiche Absolventen.

Weitere Auskünfte zum aktuellen Stellenmarkt für Forsttechniker, sowie Unterstützung bei der Stellensuche bietet auch der Forsttechnikerverband:

Adresse:
Forsttechnikerverband e.V. Ralf Herrmann (1. Vorsitzender) Weyerstr. 25 42697 Solingen

Kosten und Förderung

Der Besuch der Bayerischen Technikerschule ist schulgeldfrei. Für Unterkunft und Verpflegung müssen die Studierenden selbst sorgen. Die Bayerische Technikerschule unterstützt gerne bei der Wohnungssuche.

Fördermöglichkeiten:
  • Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)
  • Förderung im Rahmen der Rehabilitation (SGB IX)