Unterstützung für Waldbesitzer/innen von der Pflanzung bis zur Pflege
Finanzielle Förderung der Bewirtschaftung des Waldes

Mit dem waldbaulichen Förderprogramm (WALDFÖPR) bietet der Freistaat Bayern Waldbesitzern/innen einen ausführlichen Katalog über waldbauliches Handeln und Arbeiten, welche mit staatlichen Finanzmitteln gefördert werden können. Ihre Beratungsförsterin bzw. Ihr Beratungsförster vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten berät Sie ausführlich bei fachlichen Fragen und unterstützt Sie bei der Antragsstellung. Antragsberechtigt sind Besitzer land- und forstwirtschaftlicher Flächen.

Eine detaillierte Übersicht der waldbaulichen Maßnahmen finden Sie in der Anlage zur WALDFÖPR 2015 und in der Broschüre Staatliche Förderung für Waldbauliche Maßnahmen aus der Reihe Wegweiser für den bayerischen Waldbesitzer.

Staatliche Förderung für waldbauliche Maßnahmen - Wegweiser für bayerische Waldbesitzer Externer Link


Aktueller Hinweis

In den Förderjahren 2015 und 2016 ist der Mittelabfluss in der waldbaulichen Förderung (WALDFÖPR 2015) durch das Orkantief Niklas, die Schäden des Trockenjahres 2015 und die Borkenkäfersituation deutlich angestiegen. Um weiterhin diejenigen Waldbesitzer unterstützen zu können, die mit den Folgen von Stürmen, Unwettern, Trockenheit und Borkenkäfer zu kämpfen haben, ist es erforderlich, die aktuell noch zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gezielt in Fördermaßnahmen zu lenken, die der Schadensbewältigung dienen.

Deshalb dürfen seit 2. August 2016 bis auf weiteres Bewilligungen nur noch für folgende Maßnahmen erteilt werden:

  • Förderung der Wiederaufforstung gemäß Nr. 2.1.2 der WALDFÖPR 2015
  • Förderung der Bekämpfung rindenbrütender Insekten im Schutzwald gemäß Nr. 4.3.1.1 der WALDFÖPR 2015
  • Förderung der Bewirtschaftung von Sonderstandorten (Seilbahnbringung) aus Waldschutzgründen gemäß Nr. 2.4 der WALDFÖPR 2015
  • Förderung von Waldbrand und Hochwasserschaden 2016 gemäß 2.7 der WALDFÖPR 2015


Ihre Fördermöglichkeiten im Einzelnen

Waldboden mit jungen Ahornpflanzen

(Foto: J. Böhm)

Die Naturverjüngung ist die natürliche Verjüngung eines Waldes. Sie bietet dem Waldbesitzer den großen Vorteil einer ungestörten Wurzelentwicklung der jungen Pflanzen.

Gleichzeitig entstehen keine Kosten für die Beschaffung der Pflanzen. Darüber hinaus können die jungen Bäume vor einer hemmenden Verunkrautung Fuß fassen und im Schutz des Altholzes aufwachsen. Das waldbauliche Handeln wird dabei allerdings anspruchsvoller und die Holzernte aufwendiger.
Beispiel:
Sie wollen mit Ihrem Wald die natürlich vorhandenen Baumarten für die nächste Waldgeneration begründen. Ihr Wald verjüngt sich bereits alleine. Die Naturverjüngung wächst aus erwünschten Baumarten und in zufriedenstellender Mischung heran.

Für den Erhalt und die Sicherung Ihrer Naturverjüngung erhalten Sie Fördermittel. Die Verjüngung muss mindestens 30 Prozent Laubholz oder Tanne enthalten.

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Mit der Naturverjüngung die Kraft der Natur nutzen

Bei einem geeigneten Altbestand bietet Ihnen die Naturverjüngung zahlreiche Vorteile. Um das zeit- und geldsparende Verjüngungsverfahren zum Generationenübergang anwenden zu können, müssen einige wichtige Voraussetzungen gegeben sein. Mehr

Pflanzhacke und ein Plastikkorb mit Buchenpflanzen

(Foto: J. Böhm)

Der Aufbau von standortsgerechten, leistungsfähigen und klimatoleranten Mischwäldern ist eine wichtige Maßnahme der Zukunftsvorsorge. Lässt der vorhandene Wald keine Naturverjüngung zu, ist eine Pflanzung oder Saat zur Begründung einer neuen Waldgeneration in den allermeisten Fällen notwendig.

Beispiel:
Aufgrund von Borkenkäferbefall oder Sturm ist in Ihrem Wald eine Freifläche entstanden. Die nächste Waldgeneration wollen Sie mit einem Mischwald wieder aufforsten. In diesem Fall erhalten Sie Fördermittel für die ausgebrachten Laub- und Nadelbäume.

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Mit Saat und Pflanzung zielgerichtet verjüngen

Mit der künstlichen Verjüngung durch Pflanzung und Saat können Sie stabile und standortgerechte Mischbestände begründen. Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt Sie die richtigen Pflanzen auszuwählen und berät Sie bei der Ausführung der Arbeiten. Mehr

Ein Waldbesitzer markiert junge Bäume mit Bändern

(Foto: T: Bosch)

Um junge Bestände zu stabilen, leistungsfähigen und gesunden Wäldern zu entwickeln, die auch dem Klimawandel gewachsen sind, ist eine frühe und regelmäßige Pflege wichtig. Denn mit einer rechtzeitigen und kontinuierlichen Pflege können Sie eine gesunde Mischung erhalten, sowie die Vitalität, Stabilität und Wertleistung der gut veranlagten Bäume stärken.

Beispiel:
Sie haben vor einigen Jahren einen Mischbestand aus Fichte und Buche gepflanzt. Sie wollen den Buchenanteil erhalten, aber auch schöne, wüchsige und stabile Fichten erziehen. Für ihren gezielten Pflegeeingriff, zum Beispiel mit der Motorsense, erhalten Sie staatliche Fördermittel.

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Pflege von Waldbeständen

Unterstützen Sie Ihren Wald beim Heranwachsen. Durch die Pflege Ihres Waldes begleiten Sie Ihn bis zum Altbestand. Sichern und verbessern Sie Qualität, Stabilität, Zuwachs und Mischung durch Pflegeeingriffe. Mehr

Des Weiteren stehen Ihnen als Waldbesitzer viele weitere attraktive Fördermaßnahmen zur Verfügung:

  • Seilbahnbringung
  • Erstellung von Forstbetriebsgutachten
  • Weiserflächen (ab 2016)
  • Bodenschutzkalkung
  • Bekämpfung rindenbrütender Insekten
  • Bekämpfung von Larvenfraß
  • Waldlebensgemeinschaften
  • Bodenschonende Bringung
  • Ausgleich für Waldbrand- bzw. Hochwasserschäden

Downloads

Merkblätter

Arbeits- und Kulturpläne (ohne Mitwirkung der Bayerischen Forstverwaltung)

Sonstiges

Weitere Informationen

Zeichnung eines bayerischen Forstbeamten (Grafik: N. Maushake)
Unser Tipp:

Fragen kostet nichts! Unsere Beratungsförster helfen bei Fragen zur Förderung kompetent, kostenfrei und unabhängig weiter. Mit unserem praktischen Försterfinder können auch Sie schnell Ihren zuständigen Förster finden. 

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