Küchenmesser richtig pflegen

Nach dem Kauf des Messers ist die richtige Pflege wichtig, um lange von dem Schneideutensil zu profitieren. Neben der Reinigung ist auch die richtige Lagerung und das korrekte Schärfen entscheidend für die Lebensdauer eines Küchenmessers. Damit keine Fehler unterlaufen, gibt es einiges zu beachten.

Aktualisiert am: 02.04.2026
Erstellt von: KoHW
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verschiedene Messer liegen nebeneinander© KoHW

Reinigen

Das Reinigen des Messers kann sich auf die Schärfe der Schneide auswirken. Um das Stumpfwerden zu vermeiden, ist es ratsam, Messer per Hand zu spülen. In der Spülmaschine führt der Kontakt mit anderen Besteckteilen, den Salzen und hohen Temperaturen zum Abstumpfen des Messers. Ebenso ist es ungünstig, wenn das Messer längere Zeit Wasser ausgesetzt ist. Zum Reinigen reicht es, das Messer mit heißem Wasser und etwas Spülmittel abzuwaschen, am besten sehr rasch nach der Anwendung, damit auch keine verändernde Wirkung vom Lebensmittelrest auf die Oberfläche der Messerklinge ausgeht. Legen Sie das schmutzige Messer nicht ins Abwaschwasser, um Verletzungen zu vermeiden.

Messerblock an dem die Messer magnetisch haften bleiben © KoHW

Lagerung

Ein falsches Lagern der Messer führt dazu, dass Klingen schnell abstumpfen. Das gilt z.B. für die Lagerung in der Schublade, da die Messer mit anderen Besteckteilen zusammenliegen und evtl. aneinander reiben. Lässt sich das Aufbewahren in der Schublade nicht vermeiden, sollten die Messerschneiden mit Aufsätzen geschützt werden. Zur schonenden Aufbewahrung eignet sich eine Magnetleiste, sowie ein Messerblock. Achten Sie beim Messerblock darauf, dass Sie das Messer über den stumpfen Messerrücken lösen, nicht über die scharfe Klingenseite.

Messer, Messerschärfer und Wetzstahl © KoHW

Stumpfe Messer schärfen

Die beste Klinge und der ergonomischste Griff nützen wenig, wenn das Messer nicht scharf ist. Ohne eine gute Schneide wird selbst hochwertiges Werkzeug schnell zum Frustfaktor in der Küche. Je nach Gebrauch müssen Sie Küchenmesser ungefähr ein bis drei Mal im Jahr schärfen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Arten von Schärfmitteln.

Wetzstahl © KoHW

Wetzstahl

Der Wetzstahl ist ein gängiges Instrument, um ein Messer scharf zu halten. Tatsächlich tragen Sie beim Wetzen nicht die Schneide ab, sondern bringen diese wieder in den richtigen Winkel. Das macht einen großen Unterschied in der Handhabung und das Messer wirkt wieder schärfer. Ist die Schneide jedoch abgestumpft, kann ein Wetzstahl nichts mehr bewirken.

Messer wird im Messerschärfer bearbeitet © KoHW

Messerschärfer

Ein Messerschärfer trägt gezielt Material von der Schneide ab, um sie wieder zu schärfen. Je nach Modell verfügt er über Schlitze, in denen sich grobes und feines Schleifmaterial wie Hartmetall, Keramik oder Schleifstein befinden. Führt man das Messer hindurch, stimmt der Winkel automatisch und die Schneide wird geschliffen. Dabei kann es vorkommen, dass mehr Material abgetragen wird, als eigentlich nötig wäre und die Klinge dadurch schneller verschleißt.

Schleifstein

Das Messer mit einem Schleifstein zu schärfen ist zwar kostengünstig, benötigt aber Übung und Zeit. Bei der Anwendung muss der Winkel genau stimmen, um die Schneide genau zu treffen. Hierzu gibt es Schleifhilfen, mit denen der Winkel schon voreingestellt ist. Schleifsteine finden Sie im Handel oft als Kombiausführungen. Hier ist die eine Seite für den Grobschliff und die andere Seite für den Feinschliff zuständig. Bei wenig Erfahrung besteht auch hier die Gefahr mehr als nötig abzuschleifen.

Professionelles Schärfen

Qualitativ hochwertige Messer sollte idealerweise ein Profi nachschärfen. Falls Sie vor Ort keinen Messerhändler mehr vorfinden, gibt es Online-Anbieter, die sich auf das Schärfen von Messern spezialisiert haben. Prüfen und vergleichen Sie die Portale vorher gründlich.

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