Monika Grötzinger

Publikationen
Fachmagazin Schule und Beratung

Das Magazin "Schule und Beratung" (SuB) ist die offizielle Informationsschrift des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Es bietet Fachinformationen von der Landwirtschaftsverwaltung für die Landwirtschaftsverwaltung und darüber hinaus.

Aktuell

Titelseite Schule und Beratung 7-8/2020
Ausgabe Juli/August 2020 – Themen
In Deutschland werden zunehmend vegetarische und vegane Produkte aus Eiweiß, gewonnen aus Hülsenfrüchten wie Sojabohnen oder Erbsen, als Fleisch- und Wurstersatz konsumiert. Gleichzeitig finden pflanzliche Protein-Isolate in Lebensmitteln vermehrt als Zusatzstoffe Verwendung, um die steigende Nachfrage nach veganen Lebensmitteln zu bedienen. Doch Stärkekartoffeln, deren Protein nicht primär der menschlichen Ernährung dient, bergen ein bisher für Lebensmittel wenig genutztes Eiweißpotenzial.

Selten waren Führungskräfte so einsam wie zu Zeiten von Corona – keine Besprechungen, kein spontanes Gespräch, keine Kaffeerunde, einsames Sitzen vor dem Bildschirm, das Telefon daneben, ein leerer Besprechungstisch, keine Dienstreisen – Kommunikation ausschließlich digital. Wie kann es in so einer Situation gelingen, die Arbeit bestmöglich zu erledigen, die betriebliche Atmosphäre und die Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten bzw. zu pflegen und gleichzeitig die Bedürfnisse unserer Kunden möglichst optimal zu befriedigen?

Der Schock aus dem Jahr 2014 sitzt tief. Damals mussten die Winzer tatenlos mit ansehen, wie durch eine kleine invasive Fliege ihre kostbaren Rotweintrauben noch im Weinberg verdarben. Seitdem wurden große Anstrengungen unternommen, um wirkungsvolle Bekämpfungsmöglichkeiten gegen die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) zu entwickeln. Neueste Forschungsergebnisse der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) zeigen: ein weißer Belag durch Gesteinsmehle auf rotfärbenden Trauben hält den Befall durch die Kirschessigfliege unter der Schadschwelle.

Die Aufgaben von Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Sie sind vielfältiger geworden und mussten sich den Anforderungen der Gesellschaft anpassen. Gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien sowie den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung die Berufsausbildung für Hauswirtschafter und Hauswirtschafterinnen nunmehr modernisiert. Die neue Verordnung über die Berufsausbildung zum Hauswirtschafter und zur Hauswirtschafterin tritt zum 1. August 2020 in Kraft. Das Wichtigste dazu erläutert in einem Interview Andrea Seidl, Leiterin des Referates Bildung und Schulwesen in der Hauswirtschaft im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, unserer zuständigen Stelle für die Hauswirtschaft in Bayern.

SuB-Ausgaben 2020

Titel Schule und Beratung Heft 5-6/2020
Ausgabe Mai/Juni 2020 – Themen
20 Teilnehmende im Online-Seminar und bei beiden Moderatorinnen fallen nach kurzer Zeit Bild und Ton aus – das war die erste Erfahrung des Kompetenzzentrums Hauswirtschaft (KoHW) mit diesem Format. Dank geduldiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelang es aber, das Seminar am Laufen zu halten. Trotz des anfänglichen "nie wieder" sehen wir nun die Vorteile eines Online-Seminars und nutzen es weiter, um auch in Corona-Zeiten fachliche Informationen zu hauswirtschaftlichen Themen an den Mann und die Frau zu bringen.

Die Innovationstour Bayern ist eine bayerische "Roadshow" zu Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft sowie Ernährung. Sie führt durch alle sieben Regierungsbezirke Bayerns. Mit einer jeweils ein- bis zweitägigen Veranstaltungsreihe sollen bereits vorhandene, nachhaltige, gesellschaftlich akzeptierte und ökonomisch realisierbare Lösungen aus Land-, Haus- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Ernährung und Ländlicher Entwicklung in ganz Bayern vorgestellt und diskutiert werden.

Im Wirtschaftsjahr 2018/2019 erreichten die meisten bayerischen Haupterwerbsbetriebe akzeptable Betriebsergebnisse. In dem durch Trockenheit gekennzeichneten Erntejahr 2018 fielen die Ernteerträge durchwegs niedriger aus. Die aufgetretenen Futterlücken mussten die Landwirte durch verschiedene betriebliche Anpassungen ausgleichen. In den Veredlungsbetrieben zum Beispiel stieg der Materialaufwand als Folge der höheren Kosten beim Futtermittelzukauf deutlich an. Mit Ausnahme der spezialisierten Weinbaubetriebe verzeichneten alle übrigen Betriebsformen spürbare Gewinnrückgänge.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele muss auch der Sektor Land- und Forstwirtschaft die Treibhausgas-(THG)-Emissionen deutlich senken. Dies kann anteilig durch Nutzung von Biokraftstoffen an Stelle von Dieselkraftstoff gelingen. Für einen zunehmenden Biokraftstoffeinsatz ist jedoch entscheidend, dass dieser keine höheren Kosten verursacht. Die Auswirkungen neuer Rahmenbedingungen auf die Wettbewerbsfähigkeit von Biokraftstoffen im Vergleich zu fossilem Agrardiesel in der Landwirtschaft werden am Beispiel Rapsölkraftstoff und Biodiesel aufgezeigt.
Titel Schule und Beratung Heft 3-4/2020
Ausgabe März/April 2020 – Themen
27 landwirtschaftliche Unternehmerinnen haben sich auf Einladung der Regierung der Oberpfalz bei einem Unternehmerinnenfrühstück zu einem Netzwerk Bäuerinnen verbunden. Methodisch begleitet vom Sachgebiet 61 der Regierung der Oberpfalz erarbeiteten die Frauen Ziele für das Netzwerk, schlugen Themen für weitere Treffen vor und legten die künftige Form der Zusammenarbeit fest. Vor allem aber nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit sich unter Gleichgesinnten auszutauschen.

Die Umsetzung der gesamtgesellschaftlichen Verpflichtung, die Artenvielfalt wieder zu erhöhen, erfolgt an der Regierung von Niederbayern über eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Erstmalig wurden zwei gemeinsame Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Eine große Exkursion und eine Dienstbesprechung mit integriertem Workshop setzten bereits zum Beginn der Zusammenarbeit die richtigen Akzente.

Die unterschiedlichen Nutzungspfade der Bioenergie beinhalten meist eine vollständige Abfuhr der oberirdischen Biomasse. In Biogasbetriebssystemen ist eine Rückführung von Gärresten möglich, während bei BtL-Nutzung keine Rückführung an organischer Substanz erwartet wird. Zur Überprüfung der langfristigen Nachhaltigkeit entsprechender Nutzungspfade wurden im Zeitraum von 2009 bis 2018 an vier bayerischen Standorten Feldversuche durchgeführt. Die Untersuchungen zeigten, dass sich organische Düngung grundsätzlich positiv auf wichtige Bodenparameter auswirkt. Eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung war jedoch für keinen Nutzungspfad in der hier untersuchten Form gegeben.

Die Studierenden des 1. Semesters zeigten am Projekttag den Realschülern der 6. Klassen, wie ihr Arbeitsalltag in der Landwirtschaft aussieht, wie sie die Felder bewirtschaften und wie moderne Tierhaltung bei ihnen betrieben wird. An drei Stationen konnten die Kinder tatkräftig mit anpacken, z. B. beim Abwiegen einer Futterration, beim Melken oder beim Aussäen von Getreide. Für die Studierenden der Landwirtschaftsschule war das Projekt eine tolle Erfahrung und für die meisten ein erster Einblick in das Thema Öffentlichkeitsarbeit.
Titelbild Schule und Beratung, Ausgabe Januar/Februar 2020
Ausgabe Januar/Februar 2020 – Themen
Großflächig verbraunte Wiesen prägten im Sommer 2019 das Landschaftsbild in Teilen der Landkreise Passau, Regen und Freyung-Grafenau. Ursache war der Befall mit Engerlingen. Deren Bekämpfung stellt für die Landwirte in den betroffenen Gebieten eine große Herausforderung dar. Das Fachzentrum Pflanzenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf unterstützt betroffene Landwirte, indem es Versuche anstellt, auf welche Art die Bekämpfung am effektivsten erfolgt.

Scheitholzkaminöfen stoßen bei ihrem Betrieb Schadstoffe wie Feinstaub und Kohlenwasserstoffe aus. Neben einer optimalen Ofentechnik trägt die richtige Bedienung wesentlich zu einer geringeren Emission bei. Der kürzlich veröffentlichte Forschungsbericht zu einem aktuellen Messprogramm des TFZ zeigt auf, wie sich Fehler beim Heizen auf den Schadstoffaustausch auswirken und wie sich diese ganz einfach vermeiden lassen. Die wichtigsten Erkenntnisse sind hier zusammengefasst.

Waldumbau im Zeichen des Klimawandels ist dringend notwendig. Wie kann dies in den oft nur wenige Meter breiten Privatwäldern in Franken gelingen? Wie kann die rechtliche, optisch nicht sichtbare Eigentums- und Bewirtschaftungsstruktur verändert werden, so dass der Wald langfristig davon profitiert? Wie effektiv, schnell und umfassend die Grundlagen für einen Waldumbau geschaffen werden können, zeigt das Beispiel der Waldneuordnung Üchtelhausen im Landkreis Schweinfurt. Sie steht exemplarisch für 18 Waldverfahren in Unterfranken mit insgesamt über 4 000 ha.

Unter dem Motto "Zukunft im Blick" erhielten die Fach- und Führungskräfte sowie Lehrkräfte hauswirtschaftlicher Schulen am 6. November 2019 in Triesdorf zahlreiche Impulse für ihr berufliches Tätigkeitsfeld zu den Themen nachhaltiges Reinigen, Mitarbeitergesundheit, Wohngruppenkonzepte im Seniorenbereich und Konsumtrends. Fachreferate und Praxisberichte sorgten für eine vielfältige Tagung des Kompetenzzentrums Hauswirtschaft.

SuB-Ausgaben 2019

Titel Schule und Beratung 11/12 2019
Ausgabe November/Dezember 2019 – Themen
In Bayern bewirtschaften rund 2 Millionen Gartenbesitzer insgesamt eine Fläche von etwa 135 000 Hektar. Dies zeigt das enorme Potenzial im Haus- und Kleingartenbereich, um für Mensch und Tier lebenswerte Rückzugsorte zu schaffen. Trotz individueller Vorlieben gibt es Grundsätze, die jeder verantwortungsbewusste Gartenbesitzer berücksichtigen sollte. Beispielgebend seien zwei Aktionen aus Niederbayern beschrieben, die den gesellschaftlichen Dialog mit Haus- und Kleingärtnern suchen und fördern, sowie zur Nachahmung anregen sollen.

Auf zwei unterschiedlichen bayerischen Standorten wurde untersucht, inwieweit sich bei Dauergrünland die Verwertung von im Herbst bzw. im Frühjahr ausgebrachten Stickstoffgaben unterscheidet. Die fünf- bzw. sechsjährigen Versuchsergebnisse zeigen, dass im Frühjahr ausgebrachter Stickstoff eindeutig effizienter als im Herbst ausgebrachter Stickstoff ausgenutzt wird.

Bei der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) hat die Digitalisierung einen hohen Stellenwert. Die Mitarbeiter setzen konkrete Maßnahmen um und machen verschiedene Erfahrungen dabei. Auf die Beiträge "Verwaltung erfolgreich digitalisieren" und "Digitalisierung – Umsetzung an der FüAk durch die Leitungsebene" in früheren SuB-Ausgaben baut dieser dritte Beitrag der Reihe auf.

Sich verändernde Rahmendaten, gesellschaftlicher Druck, Digitalisierung und anderes provozieren Anpassungen in den landwirtschaftlichen Betrieben und auch in den Familien. Um damit konstruktiv und kreativ umgehen zu können, bedarf es einer entsprechend begleitenden Beratung. Hier bietet sich die neutrale Offizialberatung an, die unter Beachtung der gesellschaftlichen Anforderungen eine für die Familie und den Betrieb angepasste Beratung bieten kann. Wichtige Instrumente sind hierzu die strategische Unternehmens- wie auch eine professionelle Innovationsberatung.
Schule und Beratung 9-10/2019 Titelbild
Ausgabe September/Oktober 2019 – Themen
Rund 30 Radfahrer erkundeten bei der "Tour de Flur" nicht nur die Landschaft, sondern auch die Landwirtschaft um Heinersreuth (Landkreis Bayreuth). Fünf Stationen gab es auf der 16 Kilometer langen Radtour, an denen Experten aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Imkerei Auskunft zu Blühflächen, Durchwachsener Silphie, verschiedenen Baumarten und Kulturen, Naturschutzgebieten und Streuobstflächen gaben.

Die Fragen "Wo kommt unser Essen her? Und wie werden unsere Lebensmittel produziert?" bewegen immer mehr Verbraucher. Erzeugnisse aus der Region sind so gefragt wie nie. "Regionalität" steht dabei für die Herkunft der Lebensmittel, regionale Kreisläufe, kurze Wege, nachhaltiges Handeln und Transparenz. Wie dieser Ansatz erfolgreich in der Gemeinschaftsverpflegung umgesetzt werden kann, schilderten zahlreiche Referenten beim Bayerischen Kongress Gemeinschaftsverpflegung "Regional is(s)t gut!" am 17. Mai 2019 im Heilig-Geist-Saal in Nürnberg. In Fachvorträgen und Diskussionsrunden berichteten die Praktiker aus verschiedenen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung den rund 130 Teilnehmern von ihren Erfahrungen und ihrem engagierten Einsatz für mehr Regionalität auf den Tellern.

Die LWG sucht in den nächsten drei Jahren nach Standorten für sechs neue Urban-Gardening-Demonstrationsgärten in allen Regierungsbezirken. Der bereits 2018 im Rahmen eines Projekts entstandene Demo-Garten am Forstamt Erlangen ist dafür ein gutes Beispiel. Die dort gezeigten Systeme wie Hochbeete, Kistengarten und Wandbegrünung sollen nun auch in anderen Städten Bayerns gezeigt werden. Bayernweit gibt es bereits weit über 200 Urban-Gardening-Gruppen. Die geplanten Demonstrationsgärten sollen vor allem jungen Erwachsenen als Anregung dienen und auch eine stärkere Wertschätzung für die regionale Nahrungsmittelproduktion schaffen.

"Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie – Beratung und Bildung als Umspannwerk" lautete das Thema der Konferenz der Internationalen Akademie für ländliche Beratung (IALB) im Juni in Salzburg. Rund 250 Teilnehmer aus mehr als 18 Ländern tauschten Erfahrungen aus und setzten sich intensiv mit momentanen und künftigen Herausforderungen der Landwirtschaft auseinander.
Titelseite Schule und Beratung Heft 7-8/2019
Ausgabe Juli/August 2019 – Themen
Mit Schlagzeilen wie "Insektensterben", "Bienensterben", "Hasen- und Vogelsterben" ist der Begriff Biodiversität in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Fast immer wird die Landwirtschaft als Verursacher genannt. Tatsächlich listet das Bundesamt für Naturschutz in seinem Bericht "Daten zur Natur 2016" unter den Top Drei die landwirtschaftliche Intensivnutzung wie den Stoffeintrag durch die landwirtschaftliche Nutzung als die wichtigsten Gefährdungsfaktoren für die Biodiversität auf. Gleichzeitig findet sich jedoch an zweiter Stelle aber auch das Aufgeben von landwirtschaftlicher Nutzung!

Auf allen Versuchsflächen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau werden seit 2018 keine glyphosathaltigen Präparate mehr eingesetzt. Der Wirkstoff hat zwar noch bis Ende 2022 eine europäische Zulassung, doch der gesellschaftliche und politische Druck hat spürbar zugenommen. Zurzeit wird auf rund 80 Prozent der bayerischen Obst- und Baumschulflächen der Wirkstoff eingesetzt. Auf dem Versuchsgelände für Obstbau und Baumschule in Thüngersheim wurden 2018 verschiedene Geräte zur mechanischen Beikrautregulierung getestet – einige davon beweisen sich bereits im dauerhaften Einsatz.

"Erklären wir doch direkt den Verbrauchern der Zukunft, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert und was wir für die Gesellschaft leisten!" Dieses Ziel setzten sich die 21 Studierenden im dritten Semester der Landwirtschaftsschule Kempten. Als eigenverantwortliches Projekt im Fach Rhetorik luden sie Ende Februar 2019 zwei 10. Klassen des Hildegardis-Gymnasiums zum Dialog ein.

Für die meisten Haupterwerbsbetriebe brachte das Wirtschaftsjahr 2017/2018 akzeptable Gewinne. Im Durchschnitt fielen diese um 22 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das gute Wirtschaftsergebnis in diesem Jahr resultierte hauptsächlich aus höheren Umsatzerlösen beim Verkauf von Milch und Rindern. Nachfolgend werden die Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Betriebe erläutert.
Titelseite Schule und Beratung Heft 5-6/2019
Ausgabe Mai/Juni 2019 – Themen
Berücksichtigt ein Landwirt die verschiedenen Standortbedingungen, kann er mit Grünland nicht nur Milch erzeugen, sondern auch etwas für den Gewässerschutz und die Artenvielfalt tun. Landwirtschaft, Natur und Umwelt profitieren von dieser "differenzierten Grünlandnutzung". Unter dem Motto "Milchwirtschaft im Einklang mit dem Gewässer- und Artenschutz – geht das?" beleuchtete das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein dieses Prinzip bereits 2018 gemeinsam mit der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel im Rahmen einer Informationsveranstaltung. Auch beim "Runden Tisch Biodiversität" im Februar 2019 fand das Konzept guten Anklang. Jetzt wird für die Umsetzung geworben.

Seit 2014 veranstaltet die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zusammen mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem BUND Naturschutz in Bayern e. V. und Bioland Bayern den Ackerwildkraut-Wettbewerb. Alle zwei Jahre ist ein anderer Regierungsbezirk Austragungsregion. Ziele des Wettbewerbs sind das Engagement der Landwirte für die Vielfalt auf Äckern zu honorieren, die Aufmerksamkeit auf konkurrenzschwache Ackerwildkräuter und ihre Bedeutung zu lenken und die seltene Ackerwildkräuter und damit die gesamte Biodiversität in diesem Lebensraum zu fördern.

Vertretung der Hausfrau, der Mutter, der Bäuerin, der Unternehmerin: Die Anforderungen an eine Dorfhelferin sind hoch und die Aufgaben vielfältig. Dorfhelferinnen kommen immer dann zum Einsatz, wenn die haushaltsführende Person im ländlichen Haushalt ausfällt und die Familie dadurch in Not gerät. Bayernweit einmalig bietet die Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen a.d.Ilm in Kooperation mit dem Bildungszentrum für soziale Berufe Neuburg/Donau eine Fortbildung zur Dorfhelferin an. Die jungen Frauen werden dabei optimal auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorbereitet.

Die Studierenden an unseren Landwirtschaftsschulen sind inzwischen "mobile natives". Noch reagieren viele Lehrerkollegen auf die Handy-Nutzung mit Verboten. Sinnvoller erscheint es, die Smartphones in den Unterricht einzubeziehen und die Ausstattung unserer Schulen im Unterricht daran anzupassen Die Landwirtschaftsschule Landshut entschied sich für AktivPanels. Diese Tablets in der Größe einer Schultafel (86“) ersetzen Beamer und Tafel. Die zeitgleiche Umrüstung auf Windows 10 und der Einsatz der OwnCloud versprechen eine Komplettlösung für Präsentation, Video-Wiedergabe, Einbindung von Smartphones und ad-hoc Befragungen. Der Beitrag beschreibt den Einsatz im Unterricht und einen angepassten Workflow.
Titelseite Schule und Beratung Heft 3-4/2019
Ausgabe März/April 2019 – Themen
Nicht einmal zehn Prozent unserer Ackerwildkrautarten sind Problemunkräuter. Ihre Bekämpfung trifft aber auch die 90 Prozent an sogenannten Nicht-Ziel-Organismen. Ackerwildkräuter zählen inzwischen zu den am meisten gefährdeten Arten in Deutschland. Grenzertragsflächen, auf denen eine Intensivierung unrentabel ist, bieten konkurrenzschwachen, seltenen Ackerwildkräutern optimale Etablierungschancen. Auf Äckern eines Betriebs im südlichen Frankenjura konnten fünf seltene Ackerwildkräuter erfolgreich angesiedelt werden. Mit ihnen kamen auch die Hummeln.

In der bayerischen Landwirtschaft wird der überwiegende Teil der Arbeit in den Betrieben von Familien-Arbeitskräften erledigt. In den meisten Fällen werden sie nicht mit einem Arbeitsvertrag angestellt und bezahlt, sondern erwarten über den land- und forstwirtschaftlichen Gewinn entlohnt zu werden. Allerdings gibt es Situationen in denen die richtige Bewertung der Arbeitsstunde von Familien-Arbeitskräften von Bedeutung ist.

Die bedarfsgerechte Versorgung von Schweinen mit Stickstoff beziehungsweise Aminosäuren und Phosphor steht mehr denn je im Mittelpunkt des Interesses. Das Verbundprojekt "demonstration farms" rückt den gesamtbetrieblichen Ansatz stärker in den Fokus der Beratung. Auf einer Online-Plattform testen die verschiedenen Projektteilnehmer die Wissensvermittlung in Form einer vernetzten Informationsweitergabe auf Praxistauglichkeit. Die Erfahrungen fließen in die Gestaltung webbasierter Plattformen ein.

Tierwohl und Tierschutz stehen immer stärker im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Tierhalter sind dabei gefordert, durch betriebliche Eigenkontrolle geeignete Tierschutzindikatoren zu erheben und zu bewerten. Um Milchviehhaltern eine Einschätzung und Verbesserung ihrer betrieblichen Situation im Bereich Tierwohl zu ermöglichen, müssen diese allerdings wissen wo sie stehen. Die vorliegende Bestandsaufnahme beschreibt repräsentativ die Ist-Situation für ausgewählte Tierwohlindikatoren in den wichtigsten Haltungsverfahren in der bayerischen Milchviehhaltung.
Titelseite Schule und Beratung Heft 1-2/2019
Ausgabe Januar/Februar 2019 – Themen
Das Smartphone ist für viele ein ständiger Begleiter und im Dauereinsatz. Aber wie kann verhindert werden, dass ein Handy-Trojaner zuschlägt und persönliche Daten ausliest, manipuliert oder löscht? Die geringfügige private Nutzung von Internet und E-Mail ist Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine entsprechende Dienstvereinbarung unterschrieben haben, erlaubt. Aber warum ist es untersagt, private USB-Sticks mit dem dienstlichen Gerät zu verbinden? Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, XING etc. sind aus dem beruflichen und privaten Leben nicht mehr wegzudenken. Doch wie können diese Netzwerke sinnvoll genutzt werden, ohne dass ungewollt persönliche Daten an die dahinter stehenden Unternehmen abfließen? Diese Fragen und noch viele andere wurden während der Veranstaltung "Die Hacker kommen" beantwortet.

Aufrufe zum Klimaschutz durch weniger Fleischkonsum führen regelmäßig zu emotionsgeladenen Diskussionen in Politik und Gesellschaft. Tatsächlich könnte der einzelne Bürger, die einzelne Bürgerin durch Umstellung der Ernährungsweise den ernährungsbedingten CO2-Fußabdruck deutlich senken. Geschähe dies im großen Stil, wären allerdings Verschiebungen in den Produktionssystemen erforderlich. Dabei könnten sich Spielräume eröffnen, die Treibhausgasemissionen im Gesamtsystem der tierischen Produktion zu senken.

Intelligenter Stallbau zeigt sich an übersichtlich und effizient organisierten Arbeitsabläufen, die Mensch und Tier gefallen. Der Rücktriebweg nach dem Melken über Selektionstore und flexible Abtrennhilfen gestatten einen an die Herdenstruktur und -größe angepassten Umfang der Sonderbereiche. Sie dienen nicht nur einer Verbesserung der Arbeitswirtschaft, sondern tragen auch zum Tierwohl bei. Damit ließe sich auch eine staatliche Stallbauförderung z. B. mit festem Zuschuss je Quadratmeter begründen und öffentlich wirksam darstellen.

Grünland kann sehr artenreich und bunt sein. Intensiv genutzte Wiesen sind aber vor allem grün und artenarm. Nur wenige Kräuter überstehen häufige Mahd und intensive Düngung. Auch wenn eine intensive Nutzung wieder aufgegeben wird, kommen die Wiesenarten oft nicht zurück. Das Projekt "Transfer – Artenanreicherung im Wirtschaftsgrünland" zeigt, dass Landwirte sehr erfolgreich Artenanreicherung mit üblichen Maschinen durchführen können. Ökonomisch besonders interessant ist die Artenanreicherung im Wirtschaftsgrünland in Eigenregie für Landwirte, die über die nötige Geräteausstattung im Betrieb verfügen bzw. diese kostenfrei ausleihen können. Bereits nach zwei Jahren etablierten sich zwischen 14 und 26 Arten zusätzlich. Gemeinsam mit Landwirten entstand aus dem Projekt ein Leitfaden zur Artenanreicherung.

Das Fachmagazin "Schule und Beratung" erscheint alle 2 Monate. Sollten Sie Interesse an einem Exemplar haben, wenden Sie sich bitte an die Redaktion.

Redaktion

Barbara Dietl
Schriftleiterin von "Schule und Beratung"

Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
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Tel.: 0871 9522-4488
Fax: 0871 9522-4399
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Breites Themenspektrum schafft Wissenstransfer

Dank des breiten Themenspektrums vom Ernährungsprojekt bis zur Wasserrahmenrichtlinie sorgt das Fachmagazin für einen enormen Wissenstransfer zwischen Staatsministerium, Landesanstalten und Ämtern. Wissenschaftliche Auswertung und Erfahrungsberichte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort halten Theorie und Praxis im Gleichgewicht.

Länderübergreifende Reichweite

Was ursprünglich als rein hausinterne Schrift des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angelegt war, hat inzwischen auch einen großen Leserkreis weit über die Landwirtschaftsverwaltung hinaus, unter anderem bei Kollegen in anderen Bundesländern, in Österreich, der Schweiz und Südtirol.