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Eine Anwendung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft

Deckungsbeiträge - Übersicht

LfL-Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten - Fressererzeugung

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  • Die Eingabefelder sind mit bayerischen Durchschnittswerten vorbelegt. Diese Werte können Sie mit betriebseigenen Daten überschreiben.
  • Unten stehende Zahlenwerte können zur besseren Vergleichbarkeit verschiedener Verfahren oder unterschiedlicher Szenarien eines Verfahrens auf eine gemeinsame Vergleichsseite übertragen werden. Diese Daten stehen Ihnen bis zum Verlassen der Anwendung "Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten" zur Verfügung. Bitte beachten Sie aber: Bei Arbeitspausen über einer Stunde gehen die bisher gespeicherten Daten verloren!
  • Detailinformationen zu den jeweiligen Punkten erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über das Fragezeichen-Symbol Hilfe An diesen Stellen können Sie sich weitere Erläuterungen anzeigen lassen. fahren.

Mehr Info Weniger Info Grundlegende Angaben zum Produktionsverfahren
Kommentar: Hilfe Sie können für diese Berechnung einen Kommentar vergeben, wie z. B. "Deckungsbeitrag optimistisch". Dies erleichtert Ihnen den Überblick, wenn Sie später mehrere Berechnungen einander gegenüberstellen.
Anzeige der Leistung-/Kostenpositionen als
inkl. MwSt. = Einstellung für pauschalierende Betriebe
ohne MwSt. = Einstellung für optierende Betriebe
Betrachtungszeitraum: Hilfe

Ein Wechsel zwischen Brutto- und Nettowerten wirkt sich grundsätzlich auf alle Leistungs- und Kostenpositionen aus.

Unabhängig vom Betrachtungszeitraum wird mit aktuellen Mehrwertsteuersätzen gerechnet.

Mehr Info Weniger Info Kennwerte des Produktionsverfahrens

Bezugsbasis des Verfahrens: Männliches Nutzkalb

Rasse

Kälber eig. Erzeugung Zukauf

Anfangsgewicht: Hilfe
Durchschnittliche Kälbergewichte männliche Nutzkälber in kg/Tier
Rasse 12 Monate 36 Monate 60 Monate
Fleckvieh 83.0 83.3 83.2
Schwarzbunt 68.5 65.1 65.1
Braunvieh 79.2 78.7 78.6
Mastkreuzung 83.9 83.7 83.9
Quellen:
Fleckviehkälber: LKV-Jahresberichte Fleisch
Restliche Rassen: Landesverband bayerischer Rinderzüchter e.V.
kg        Verrechnungsgewicht: kg
Tägl. Zunahmen: Hilfe Die täglichen Zunahmen der einzelnen Rassen sind abgeleitet von Auswertungen der Fleischleistungsprüfung in Bayern.        Zuwachs je Tier: 129.0 kg
Aufzuchtdauer: Hilfe Die Aufzuchtdauer ergibt sich aus dem Zuwachs (Verrechnungs- minus Anfangsgewicht) und den täglichen Zunahmen in der Aufzucht. 112 Tage        Tränkedauer: Hilfe In der Vorbelegung wird angenommen, dass das Tier bis zu einem Gewicht von 120 kg getränkt wird. Tage
Verluste: Hilfe Verluste sind alle im Laufe der Aufzucht verendeten Tiere, die ohne Erlös geblieben sind. %    

In Abhängigkeit von der gewählten Rasse werden vom Programm folgende Angaben mit Standardwerten vorbesetzt:

  • Kälbergewicht
  • Verrechnungsgewicht
  • Tägliche Zunahmen
  • Kälberpreis
  • Fresserpreis
Diese Standardwerte können Sie bei Bedarf nachträglich verändern.

Jede neuerliche Auswahl einer Rasse setzt wieder die zugehörigen Standardwerte ein.

Beachten Sie bei Änderungen folgende Reihenfolge:

  • Abhängig von der gewählten Rasse schlägt das Programm (unter anderem) das Anfangsgewicht (Kälbergewicht) vor, das Sie bei Bedarf verändern können
  • Abhängig vom Anfangsgewicht schlägt das Programm dann die Aufzuchttage und die Tränketage vor, die Sie bei Bedarf korrigieren können.
  • Abhängig von den Aufzucht- und Tränketagen schlägt das Programm dann Ø-liche Tages-Futtermengen vor, die Sie bei Bedarf ebenfalls anpassen können.
  • Nachträgliche Änderungen der höheren Ebene verändern die Werte der darunter liegenden Ebenen!

Preisansätze
Mehr Info Weniger Info Kälberpreise (netto)

Der Kälberpreis netto ist der nach kg LG bezahlte Preis, jedoch ohne Transport- und Vermittlungsgebühren und sonstige Auslagen sowie vor Zuschlag der Mehrwertsteuer.

Kälberpreise männliche Nutzkälber auf bayerischen Kälbermärkten (netto, €/kg LG)
  Fleckvieh Schwarzbunt Braunvieh Mastkreuzung
Jan. 2015 5.13 1.56 2.60 4.91
Dez. 2014 5.10 1.99 2.62 5.07
Nov. 2014 4.98 1.75 2.24 5.18
Okt. 2014 4.85 1.35 2.02 4.49
Sep. 2014 5.02 1.62 2.49 4.80
Aug. 2014 5.26 1.70 2.77 5.01
Jul. 2014 5.65 2.36 3.01 5.42
Jun. 2014 5.86 2.16 3.29 5.57
Mai 2014 5.79 2.35 2.94 5.45
Apr. 2014 5.63 2.62 2.67 5.10
Mär. 2014 5.53 2.62 2.85 5.29
Feb. 2014 5.17 1.35 2.52 5.01
Ø 12 Monate 5.33 1.96 2.67 5.11
Ø 36 Monate 5.70 2.09 2.97 5.48
Ø 60 Monate 5.52 2.22 3.02 5.38
Quelle: Landesverband bayerischer Rinderzüchter e.V.


€/kg
Mehr Info Weniger Info Fresserpreise (netto)

Der Fresserpreis netto ist der nach kg LG bezahlte Preis, jedoch ohne Transport- und Vermittlungsgebühren und sonstige Auslagen sowie vor Zuschlag der Mehrwertsteuer.

Endgewichte und Nettopreise für Fleckviehfresser
  Ø Endgewicht
kg
Ø Nettopreis
€/kg LG
2014 212.0 3.71
2013 212.0 3.87
2012 211.0 3.60
2011 210.0 3.30
2010 209.0 3.15
2009 207.0 3.07
2008 208.0 2.95
Ø 12 Monate 212.0 3.71
Ø 36 Monate 211.7 3.73
Ø 60 Monate 210.8 3.53
Quelle: LKV-Jahresberichte Fleisch
€/kg

Deckungsbeitragsberechnung je eingestalltes Tier

Leistungen
Mehr Info Weniger Info Marktleistung (inkl. 10.7 % MwSt.)
Erlös je Fresser
Verrechnungsgewicht kg 212.0
Erlös, netto (siehe Preisansätze "Fresserpreise") €/kg 3.71
Vorkosten €/Tier
MwSt. (10.7 %) €/Tier 84.16
Erlös/verkaufter Fresser €/Tier 870.68
Verluste % 1.1
Marktleistung je eingestalltes Kalb €/Tier 861.1

Der Erlös je Tier errechnet sich aus dem Nettoerlös abzüglich Vorkosten und ggf. zuzüglich der Mehrwertsteuer. Diese Positionen sind als weitere Eingaben zu berücksichtigen.

Die Vorkosten umfassen alle dem Erzeuger in Rechnung gestellten Positionen; sie beinhalten bsp. Frachtkosten, Kommissions- und Abrechnungsgebühren sowie Versicherungsprämien.

Die Marktleistung wird vom Programm berechnet. Das Ergebnis ist die Summe der Verkaufserlöse bezogen auf das eingestallte Tier. Die Verluste (Anteil der während der Aufzucht verendeten Tiere an den aufgestellten Tieren) sind somit in der Marktleistung berücksichtigt.

€/Tier
861.1
Mehr Info Weniger Info Wirtschaftsdünger (inkl. MwSt.)

Betriebsindividuelle Wirtschaftsdüngerbewertung: €/Tier

Allgemeiner Berechnungsansatz (wird verwendet, wenn keine betriebsspezifische Info vorliegt)

Datengrundlage: Basisdaten zur Umsetzung der Düngeverordnung - Tabellen 6b/6c und 7

Die anfallende Menge an Wirtschaftsdünger ist abhängig von Anfangs- und Endgewicht sowie den täglichen Zunahmen und damit von der Haltungsdauer. In der Vorbelegung wird von 110 Tagen Haltungsdauer ausgegangen.

Es fallen an (Vorbelegung der Rechentabelle):

  • ca. 1,3 m3 Gülle (7.5 % TS) je Tier
  • ca. 0,8 t Tiefstreumist (25 % TS) mit 2,2 dt Einstreu je Tier
  • ca. 0,5 t Festmist (25 % TS) mit 1,1 dt Einstreu und ca. 0,5 m3 Jauche (2.5 % TS) je Tier

Art des Wirtschaftsdüngers: Gülle Tiefstreumist Festmist/Jauche

Kalkulation des Düngerwerts frei Feld je Tier (inkl. MwSt.)
    N P2O5 K2O
Nährstoffgehalte Fressergülle bei der Ausbringung (7.5 % TS) kg/m3
Gülleanfall Hilfe Obige Werte bzw. bei Bereichen der Mittelwert. m3/Tier
Nährstoffmengen bei der Ausbringung kg/Tier 4.9 2.3 5.5
Hiervon nutzbar %
Reinnährstoffkosten (inkl. 19.0 % MwSt.) Hilfe Datengrundlage: Bayerische Reinnährstoffkosten (Details siehe Modul "Dünger" bei den Pflanzenbauverfahren).

Der Wert des Wirtschaftsdüngers ergibt sich aus den Mengen an Nährstoffen, die nicht als Mineraldünger zugekauft werden müssen.
€/kg 1.22 0.95 0.88
Düngerwert je Tier (inkl. 19.0 % MwSt.) €/Tier 10.61
 
Transport-/Ausbringkosten Wirtschaftsdünger flüssig (inkl. 10.7 % MwSt.) Hilfe Vorbelegung: Überbetriebliche Ausbringung
Datengrundlagen: KTBL und KBM
€/m3
Transport-/Ausbringkosten je Tier (inkl. 10.7 % MwSt.) €/Tier 4.00
 
Wert des Wirtschaftsdüngers frei Feld je Tier (inkl. MwSt.) €/Tier 6.61

€/Tier
6.6
Mehr Info Weniger Info Sonstige marktfähige Leistungen (inkl. 19.0 % MwSt.)

Sonstige marktfähige Leistungen fallen bei diesem Produktionsverfahren üblicherweise nicht an. Falls im Einzelfall doch, können sie hier angegeben werden.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Summe Leistungen (inkl. MwSt.)

Die Summe der Leistungen wird folgendermaßen berechnet:

  Marktleistung
+ Wirtschaftsdünger
+ Sonstige marktfähige Leistungen
= Summe der Leistungen

€/Tier
867.7

Variable Kosten
Mehr Info Weniger Info Kälberkosten (inkl. 7.0 % MwSt.)

Kälberkosten bei Zukauf
Kälberpreis netto (siehe Preisansätze) €/kg 5.33
Kälbergewicht kg 83.0
Nettopreis je Kalb 442.39
Nebenkosten (z.B. Enthornung)
Vermarktungs- und Transportgebühren je Tier
MwSt.: 7.0 % 10.7 % 31.74
Preis je Kalb (inkl. 7.0 % MwSt.) 485.13

Die Einstallkosten errechnen sich aus dem gewichtsabhängigen Nettopreis sowie Kosten für Transport- und Vermittlungsgebühren und sonstigen Kosten, wie z. B. Erstattungen für Enthornung, Impfungen etc. Auf diese Summe wird ggf. die MwSt. aufgeschlagen. Die Unterscheidung zwischen im eigenen Betrieb erzeugten Tieren und Zukaufstieren ermöglicht neben den unterschiedlichen Gebühren im Falle der Brutto-Rechnung auch den speziellen Ansatz der Mehrwertsteuer.

Grundsätzlich sind eigenerzeugte Tiere mit dem möglichen Verkaufspreis (ggf. inkl. der jeweils zutreffenden Mehrwertsteuer) als Kälberkosten anzusetzen.

€/Tier
485.1
Mehr Info Weniger Info Kraft- und Mineralfutter (inkl. MwSt.)

Den Berechnungen liegt eine Aufzuchtdauer von 112 Tagen (davon 71 Tage Tränkedauer), ein Kalbgewicht von 83.0 kg, ein Endgewicht von 212 kg und eine tägliche Zunahme von 1156 g/Tag zugrunde.

Futtermittel Ø-liche Menge
kg FM/Tag
MJME/kg FM €/dt FM Mwst.-
Satz
dt FM
insg. Hilfe

Die Gesamtmenge des jeweiligen Futtermittels ergibt sich aus der Multiplikation von durchschnittlicher Tagesmenge mal Aufzuchtdauer (Ausnahme: Bei MAT Tagesmenge mal Tränketage) .

MJME
insg.
€ insg.
MAT 7.0 % 0.41 634 76.67
Aufzuchtfutter 7.0 % 1.52 1650 43.59
Sojaextraktionsschrot 44% XP 7.0 % 0.22 271 9.85
7.0 % 0.0 0 0.00
10.7 % 0.0 0 0.00
Mineralfutter   7.0 % 0.08   3.25
Zwischensumme Kraftfutter 2555 133.36
Heu 10.7 % 0.3 248 3.58
Maissilage 10.7 % 4.57 1782 15.08
7.0 % 0.0 0 0.00
10.7 % 0.0 0 0.00
Zwischensumme Grobfutter 2030 18.66
Summe Gesamtration 4585 152.02
Energiebedarf 4584  
Differenz 1  

Die Kosten für Kraftfutter errechnen sich aus der verfütterten Menge an Kraftfutter multipliziert mit dem Einkaufspreis. Abhängig von den täglichen Zunahmen und dem Zuwachs während der Aufzucht ändert sich der Gesamtbedarf. Wenn Sie die Rasse ändern, überschreibt das Programm die von Ihnen vorher eingegebenen Werte.

Eigenerzeugtes Kraftfutter (z. B. Getreide) ist grundsätzlich mit dem möglichen Verkaufspreis abzüglich der Lagerungskosten und ggf. zuzüglich der jeweiligen Mehrwertsteuer anzusetzen.

Die Energiekonzentration je kg Frischmasse (FM) der Kraftfutterkomponenten multipliziert mit der verfütterten Menge an Kraftfutter ergibt die umsetzbare Energie, die über Kraftfutter zugeführt wird (Zwischensumme Kraftfutter MJME insg.).

Bei der Berechnung der Grobfutterkosten können bis zu 4 Grobfuttermittel eingegeben werden. Über die Energiekonzentration der Futtermittel je kg Frischmasse und der vom Nutzer des Programms eingegebenen Menge an Frischmasse wird vom Programm die gefütterte Energie in MJME berechnet (Zwischensumme Grobfutter MJME insg.).

Die Energiekonzentration je kg FM berücksichtigt dabei auch den Trockenmasse-Gehalt des Grobfutters (z.B. Maissilage 33% TS mit 11,0 MJME/kg TS = 3,63 MJ ME/kg FM). Anhand der Summe aus Kraft- und Grobfutter (= Summe Gesamtration) und des Energiebedarfes (= Bedarf des Tieres incl. Fütterungsverluste) kann verglichen werden, ob die gefütterten Mengen bzw. Energiekonzentrationen der Futtermittel dem Bedarf des Tieres in etwa entsprechen.

Die Kosten je dt Frischmasse leiten sich von den Erzeugungskosten (variablen Kosten) her. Vorbelegt sind die variablen Kosten der DB-Verfahren Heu und Maissilage Hilfe Die Vorbelegungswerte entsprechen den variablen Kosten, die in den jeweiligen DB-Futterbauverfahren in der Startsituation errechnet werden.
Bitte beachten Sie: Betriebsindividuelle Berechnungen in den Futterbauverfahren werden nicht automatisch hierher übernommen, sondern müssen per Hand übertragen werden!
.

€/Tier
133.4
Mehr Info Weniger Info Tierarzt, Medikamente, Hygiene (inkl. 19.0 % MwSt.)

Neben den tierärztlichen Leistungen sind auch Kosten für Arzneien, Impfungen, Reinigung und Desinfektion zu berücksichtigen.

Die KTBL-Datensammlung (2012/2013) weist für denProduktionsabschnitt 45-135 kg LG 9.00 bis 20.00 €und für die Intensivmast ab 135 kg LG 10.00 bis 28.00 € je Tier aus.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Einstreu (inkl. 10.7 % MwSt.)
Einstreumenge Hilfe Vorbelegung siehe Modul Wirtschaftsdünger dt /Tier
Preis Einstreu Hilfe Vorbelegung: Preis für Weizenstroh (siehe Verfahren Winterweizen) (inkl. 10.7 % MwSt.) €/dt
Einstreukosten (inkl. 10.7 % MwSt.) €/Tier 0.0
€/Tier
0.0
Mehr Info Weniger Info Wasser, Energie (inkl. MwSt.)

Diese Kosten sind stark abhängig von Mastverfahren, Mastdauer, Stallsystem und Technisierung.

Die Energiekosten betragen laut LKV-Auswertung (2011) beim Warmstall 10-15 €/Tier.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Variable Maschinenkosten Stall (inkl. 19.0 % MwSt.)

Diese Kostenposition beinhaltet zum Beispiel Aufwendungen für Reparaturen oder Ersatzteilbeschaffungen an Aufstallungs-, Lüftungs-, Klima- und Entmistungstechnik sowie die variablen Kosten der Futtervorlage.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs

Aushilfs-Arbeitskräfte sind entlohnte Fremdarbeitskräfte, die nicht zum ständigen Personal gehören.

Kalkulation der Aushilfs-Arbeitskräfte-Kosten
AKh-Bedarf des Verfahrens Hilfe

Der AKh-Bedarf ist abhängig von Bestandsgröße, Haltungsform und Mechanisierungsgrad. Er beinhaltet neben der Tierbetreuung und anteiligen Arbeiten für die Betriebsführung grundsätzlich auch die Ausbringung des Wirtschaftsdüngers (in der Vorbelegung ist die Arbeitszeit für die Wirtschaftsdüngerausbringung allerdings nicht im AKh-Bedarf enthalten, da von einer überbetrieblichen Ausbringung ausgegangen wird).

In der Vorbelegung wird von einem AKh-Bedarf von 3 min je Haltungstag ausgegangen.

AKh/Tier
Einsatz von Aushilfs-Arbeitskräften AKh/Tier
Entlohnung Hilfe Bruttolohn plus ggf. weitere Arbeitgeber­kosten (z. B. Sozialversicherung) €/AKh
Lohnkosten Aushilfs-Arbeitskräfte €/Tier 0.0

€/Tier
0.0
Mehr Info Weniger Info Lohnarbeit und Dienstleistungen (inkl. 19.0 % MwSt.)
Zum Beispiel Stallreinigung durch Dienstleister
€/Tier
Mehr Info Weniger Info Gebühren, Beiträge (Tierseuchenkasse, Spezialberatung usw.) (inkl. 19.0 % MwSt.)

Der Beitrag zur Tierseuchenkasse beträgt z. B. in Bayern im Jahr 2013 für jedes Rind 4.80 €/Jahr (Stichtag 1. Januar). Je nach Haltungsdauer beläuft sich der Beitrag je Fresser auf ca. 1,60 €.

Weitere Beiträge können für Versicherungen (z. B. Ertragsschaden- oder Betriebsunterbrechungsversicherung) anfallen.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Sonstige variable Kosten (inkl. MwSt.)

Falls im Einzelfall variable Kosten auftreten, die bisher noch nicht berücksichtigt wurden, können Sie diese hier eintragen.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Summe variable Kosten (inkl. MwSt.)

Die Summe der variablen Kosten wird folgendermaßen berechnet:

   Kälberkosten
+ Kraft- und Mineralfutter
+ Tierarzt, Medikamente, Hygiene
+ Einstreu
+ Wasser, Energie
+ Variable Maschinenkosten Stall
+ Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte
+ Lohnarbeit und Dienstleistungen
+ Gebühren, Beiträge (Tierseuchenkasse, Spezialberatung usw.)
+ Sonstige variable Kosten

=Summe der variablen Kosten

€/Tier
675.0

Mehr Info Weniger Info Deckungsbeitrag I (inkl. MwSt.)

  Summe Leistungen
- Summe der variablen Kosten
= Deckungsbeitrag I
- Variable Grobfutterkosten
= Deckungssbeitrag II

Der Deckungsbeitrag ist der Beitrag einzelner Produktionsverfahren zur Abdeckung der Fest- und Gemeinkosten des Betriebes, sowie der Finanzierungs- und Pachtkosten des Unternehmens.

Er ist der ökonomische Maßstab für die Produktionsqualität des laufenden Betriebes und ist in seiner Veränderung voll gewinnwirksam.

Das eingesetzte Grobfutter wird hier noch nicht berücksichtigt.

Der DB I wird vor allem in Planungsrechnungen verwendet, wenn der Betriebszweig Futterbau als eigenes Verfahren berechnet wird.

€/Tier
192.7
Mehr Info Weniger Info Variable Grobfutterkosten (inkl. MwSt.)
Zur Berechnung des Grobfutters siehe Modul Kraft- und Mineralfutter
€/Tier
18.66
Mehr Info Weniger Info Deckungsbeitrag II (inkl. MwSt.)

  Summe Leistungen
- Summe der variablen Kosten
= Deckungsbeitrag I
- Variable Grobfutterkosten
= Deckungssbeitrag II

Hier werden die Grobfutterkosten berücksichtigt. Dabei wird das Verfahren Futterbau nicht mehr als eigenständiger Betriebszweig betrachtet, sondern dem tierischen Verfahren direkt zugeordnet.

€/Tier
174.0

Mehr Info Weniger Info Sonstige Leistungen/Prämien
Hier können Sie sonstige Leistungen bzw. verfahrensgebundene Prämien erfassen.

Sonstige Leistungen €/Tier
Prämien €/Tier
Summe €/Tier 0.0

€/Tier
0.0

     Deckungsbeitrag I inkl. sonstiger Leistungen/Prämien (inkl. MwSt.)
€/Tier
192.7
     Deckungsbeitrag II inkl. sonstiger Leistungen/Prämien (inkl. MwSt.)
€/Tier
174.0

Weitere Kennzahlen des Verfahrens
Mehr Info Weniger Info Arbeitszeitaufwand je Tier
Der Gesamt-AKh-Bedarf je Tier wird im Modul "Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt.
AKh/Tier
5.6
Mehr Info Weniger Info Faktoransprüche (Stallplätze, Arbeit, Umlaufkapital)

Stallplätze: 1 Aufzuchtplatz für 112 Tage

Arbeit: 5.6 AKh/Tier

Umlaufkapital: 580 € für 112 Tage Hilfe Als durchschnittlich gebundenes Umlaufkapital werden die vollen Kälberkosten und von den restlichen variablen Kosten die Hälfte angenommen.

Umlaufkapital mit Grobfutter: 589 € für 112 Tage Hilfe Als durchschnittlich gebundenes Umlaufkapital werden die vollen Kälberkosten und von den restlichen variablen Kosten und dem Grobfutter jeweils die Hälfte angenommen.

Mehr Info Weniger Info Vollkostenrechnung
Basis der weiteren Berechnungen ist der Deckungsbeitrag I inkl. sonstiger Leistungen/Prämien

Bewertung des Grobfutters: Preisansätze aus dem Futterbau Vollkosten Hilfe Zur Bewertung des Grobfutters nach Vollkosten werden die Vollkosten ohne kalk. Faktorkosten (GuV-Kosten) und die kalkulatorischen Faktorkosten separat ausgewiesen (zusammen bilden diese beiden Positionen die Vollkosten). Die Aufteilung ist notwendig, um den Gewinnbeitrag des Verfahrens methodisch richtig ausweisen zu können.

Die Vorbelegungswerte entsprechen den Kosten, die in den jeweiligen DB-Verfahren in der Startsituation errechnet werden.

Mehr Info Weniger Info Grobfutter zu Preisansätzen aus dem Futterbau (inkl. MwSt.)

Hinweis: Die Futterkomponenten und die Grobfuttermengen werden im Modul "Kraft- und Mineralfutter" festgelegt.

Futterkomponenten Grobfuttermenge
dt FM/Tier
Mwst.-
Satz%
Preisansatz
Komponente
€/dt FM Hilfe Der Vorschlagswert für den Preisansatz (ab Silo bzw. ab Lager) wird vom jeweiligen Futterbauverfahren übernommen und jährlich angepaßt.
Für das Futtermittel Maissilage leitet er sich vom Körnermaispreis, dem Futterwert sowie der bereits geleisteten Maschinenarbeit und dem Silounterhalt ab.
Die Basis des Preisansatzes Heu stammt vom BBV (Orientierungspreise für Raufutter, Großballen, freiwillige Preisan­gabe des Landhandels in Süddeutschland).

Liegen tatsächliche Marktpreise vor, sind diese hier einzutragen!

Gesamtkosten
bei Preisansatz
€/Tier
Heu 0.3 10.7 3.02
Maissilage 4.57 10.7 17.18
Sonst. GF I Hilfe aus Modul "Kraft- und Mineralfutter" 0.0 7.0 0.0
Sonst. GF II Hilfe aus Modul "Kraft- und Mineralfutter" 0.0 10.7 0.0
Gesamt 4.87     20.20
€/Tier
20.2
Mehr Info Weniger Info Gebäude und Technik der Innenwirtschaft (inkl. 19.0 % MwSt.)

Investitionssumme Gebäude und Technik Hilfe Vorgabewert: Baukosten je Platz (Warmstall) inklusive Güllelagerung für eine Neuerrichtung.: €/Platz, hiervon % Gebäude und bauliche Anlagen.


  Investition
(inkl. 19.0 % MwSt.)
€/Platz
Finanzierung Abschreibungs-
dauer
Jahre
Kosten
€/Platz u. Jahr
eigen
%
fremd
%
Gebäude und bauliche Anlagen 1700 70.0 68.0
Technik der Innenwirtschaft 300  60.0 21.43 
Gesamt 2000   89.43
 
Abschreibung gesamte Investition 89.43
Unterhalt, Versicherung: % der Investitionssumme Gebäude u. Technik Hilfe Darunter fallen beispielsweise Versicherungen von Gebäuden und Technik, Instandhaltung einschl. Reparaturen von Gebäuden, Unterbringungskosten mobiler Technik 20.0
Zinsaufwand: % der halben fremdfinanzierten Investitionssumme 13.7
Summe Kosten Gebäude und Technik der Innenwirtschaft 123.13
Zinsansatz: % der halben eigenfinanzierten Investitionssumme Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 6.3
 
Umrechnung auf €/Tier Kosten
€/Tier
Summe Kosten Gebäude und Technik der Innenwirtschaft 37.78
Zinsansatz der halben eigenfinanzierten Investitionssumme Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 1.93
€/Tier
37.8
Mehr Info Weniger Info Miete/Pacht für Gebäude
Diese Kostenposition ist von Belang, wenn alternativ oder zusätzlich zum Bau ein Stall gemietet oder gepachtet wird.
€/Tier
Mehr Info Weniger Info Personalkosten festangestellte AK

  Stunden
AKh/Tier
Lohn/Lohnansatz Hilfe Bruttolohn plus ggf. weitere Arbeitgeber­kosten (z. B. Sozialversicherung)
€/AKh €/Tier
Arbeitszeitbedarf Tierhaltung nach Abzug der Aushilfs-AKh Hilfe Die Gesamt-AKh und die Aushilfs-AKh je Tier werden im Modul "Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt. 5.6 - -
davon entlohnte, festangestellte AK 0.0
 
davon nicht entlohnte AK (Lohnansatz) Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 5.6 98.0

€/Tier
0.0
Mehr Info Weniger Info Sonstige Festkosten (inkl. 19.0 % MwSt.)
Unter sonstige feste Kosten fallen zum Beispiel: Buchführung, Verbandsbeiträge, PKW, Telefon, Berufsgenossenschaft, sonstige allgemeine Betriebsversicherungen, berechnet jeweils je Tier.
€/Tier
Mehr Info Weniger Info Gewinnbeitrag des Verfahrens ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
  Deckungsbeitrag I inkl. Sonstiger Leistungen/Prämien
- Grobfutter zu Vollkosten (Anteil Vollkosten ohne kalk. Faktorkosten)/Marktpreisen
- Gebäude und Technik der Innenwirtschaft
- Miete/Pacht für Gebäude
- Personalkosten festangestellte AK
- Sonstige Festkosten
= Gewinnbeitrag des Verfahrens
€/Tier
133.7

Mehr Info Weniger Info Kalkulatorische Faktorkosten (inkl. MwSt.)

Kalkulatorische Faktorkosten sind Ansätze für die Entlohnung der eigenen Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital).

Zinsansatz eigenfinanzierte Investitionskosten Hilfe Siehe "Gebäude und Technik der Innenwirtschaft" €/Tier 1.93
Zinsansatz: % des Vieh- u. Umlaufvermögens (580.0 €/Tier für 112  Tage HilfeVieh- u. Umlaufvermögen siehe Modul Faktoransprüche

Hinweis zur Berechnung:
Da das eingesetzte Kapital während der Mastdauer gebunden ist, der Zinsansatz sich aber auf ein Jahr bezieht, erfolgt die Berechnung folgendermaßen:

Zinsansatz * gebundenes Kapital * Mastdauer/365
)
€/Tier 1.78
Lohnansatz Innenwirtschaft (Stall, Futtervorlage, etc.) nicht entlohnte AK Hilfe Siehe "Personalkosten festangestellte AK" €/Tier 98.0
Summe €/Tier 101.71
€/Tier
101.7
Mehr Info Weniger Info Unternehmergewinn je Tier ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
Unternehmergewinn = Gewinnbeitrag des Verfahrens - kalkulatorische Faktorkosten
€/Tier
32.0
     Unternehmergewinn je kg Verrechnungsgewicht ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
Unternehmergewinn / €/kg
€/kg
0.15

Mehr Info Weniger Info Vollkosten je Tier (inkl. MwSt.)
Summe aller Kosten
€/Tier
835.7
Mehr Info Weniger Info Arbeitsertrag je nicht entlohnter Fest-AKh (inkl. MwSt.)

Arbeitsertrag je nicht entlohnter Fest-AKh = (Unternehmergewinn + Lohnansatz) / Zahl der nicht entlohnten AKh

€/AKh
23.21
Mehr Info Weniger Info Arbeitsertrag je AKh (inkl. MwSt.)

Arbeitsertrag je AKh = (Unternehmergewinn + Lohnansatz + Personalkosten Fest-AK + Lohnkosten für Aushilfs-AK) / Zahl der Gesamt-AKh

€/AKh
23.21
Mehr Info Weniger Info Vollkostendeckender Preis ohne Prämien  (inkl. MwSt.)

Der vollkostendeckende Preis sagt aus, wie hoch der Erzeugerpreis des Hauptprodukts sein müsste, damit die Vollkosten gedeckt sind. Bei der Berechnung werden Nebenleistungen (z. B. Wirtschaftsdünger beim Tier, Strohverkauf beim Getreide) berücksichtigt.

€/kg
3.57





Martin Heim, Jürgen Frank
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

Tel.: 089 17800-111 • Fax: 089 17800-113