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Eine Anwendung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft

Deckungsbeiträge - Übersicht

LfL-Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten - Schweinemast

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  • Mit Hilfe der Schaltflächen Mehr Info und Weniger Info können Sie zum jeweiligen Thema weitere Info ein- bzw. ausblenden.
  • Die Eingabefelder sind mit bayerischen Durchschnittswerten vorbelegt. Diese Werte können Sie mit betriebseigenen Daten überschreiben.
  • Unten stehende Zahlenwerte können zur besseren Vergleichbarkeit verschiedener Verfahren oder unterschiedlicher Szenarien eines Verfahrens auf eine gemeinsame Vergleichsseite übertragen werden. Diese Daten stehen Ihnen bis zum Verlassen der Anwendung "Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten" zur Verfügung. Bitte beachten Sie aber: Bei Arbeitspausen über einer Stunde gehen die bisher gespeicherten Daten verloren!
  • Detailinformationen zu den jeweiligen Punkten erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über das Fragezeichen-Symbol Hilfe An diesen Stellen können Sie sich weitere Erläuterungen anzeigen lassen. fahren.

Mehr Info Weniger Info Grundlegende Angaben zum Produktionsverfahren
Kommentar: Hilfe Sie können für diese Berechnung einen Kommentar vergeben, wie z. B. "Deckungsbeitrag optimistisch". Dies erleichtert Ihnen den Überblick, wenn Sie später mehrere Berechnungen einander gegenüberstellen.
Anzeige der Leistung-/Kostenpositionen
inkl. MwSt. = Einstellung für pauschalierende Betriebe
ohne MwSt. = Einstellung für optierende Betriebe
Betrachtungszeitraum: Hilfe Der Betrachtungszeitraum sollte sich nach der Fragestellung richten. So wird man sich beispielsweise am kurzfristigen Betrachtungszeitraum orientieren, um das betriebswirtschaftliche Ergebnis der laufenden Produktion frühzeitig abzuschätzen. Für eine Betriebsplanung wird man dagegen eher auf einen längerfristigen Betrachtungszeitraum oder die Planungszahlen zurückgreifen.

Ein Wechsel zwischen Brutto- und Nettowerten wirkt sich grundsätzlich auf alle Leistungs- und Kostenpositionen aus.

Unabhängig vom Betrachtungszeitraum wird mit aktuellen Mehrwertsteuersätzen gerechnet.

Mehr Info Weniger Info Kennwerte des Produktionsverfahrens
Leistungsniveau: Hilfe

In Abhängigkeit vom gewählten Leistungsniveau werden vom Programm folgende Angaben mit Standardwerten vorbesetzt:

  • Gesamt-AKh/MP u. Jahr
  • Verluste
  • tägliche Zunahmen
  • Stallplatzauslastung
  • Futterverwertung
  • Schweinepreis netto
  • Qualitäts-/Partienzuschlag je Ferkel
  • Trockenfütterung, Anzahl der Fütterungsphasen
  • Tierarzt, Medikamente, Hygiene
  • Strom, Heizstoffe, Wasser
  • Variable Maschinenkosten
  • Tierseuchenkasse, Betriebskontrolle

Diese Standardwerte können Sie bei Bedarf nachträglich verändern.

Jede neuerliche Auswahl eines Leistungsniveaus setzt wieder die zugehörigen Standardwerte ein.

   
Ferkel: eig. Erzeugung Zukauf Mastanfangsgewicht: kg
Vermarktung: lebend geschlachtet Verrechnungsgewicht (Schlachtgew.): kg
Ausschlachtung: % Mastendgewicht (vermarktete Tiere): 120.3  kg
Verluste: % Ø Gewicht der Verluste: kg
Ø Zuwachs je Tier: 89.3  kg Tägl. Zunahmen: g
Mastdauer: 116  Tage Stallplatzauslastung: %
Umtriebe je Mastplatz: 2.83 Futterverwertung 1 zu:

Verrechnungsgewicht: das in der Schlachtschweineabrechnung zu Grunde gelegte Gewicht. Alle eventuellen Nüchterungs- und sonstigen Gewichtsabzüge sind dabei berücksichtigt.

Verluste: Anteil der während der Mast verendeten Schweine an den aufgestallten Tieren.

Tägliche Zunahme: ergibt sich aus dem Gesamtzuwachs (Mastend- minus Mastanfangsgewicht) und der Mastdauer. Das Mastendgewicht einer Mastgruppe errechnet sich aus dem Verkaufsgewicht der verwerteten Tiere sowie dem Abgangsgewicht der verendeten Schweine. Im Fall der Geschlachtetvermarktung wird ausgehend vom Schlachtgewicht mittels eines Ausschlachtungsfaktors das Endgewicht der verwerteten Tiere errechnet.

Mittels eines Faktors zur Stallplatzauslastung wird die Zahl der Umtriebe je Mastplatz und Jahr berechnet.

Fütterungsverfahren: Der Deckungsbeitrag in der Schweinemast ist neben den Produktionsleistungen und Marktverhältnissen maßgeblich vom Fütterungsverfahren bestimmt. Dabei kommen in der Schweinemast vielfältige Kombinationen von Futtermitteln und Rationen zum Einsatz. Häufig vorzufindende Fütterungsstrategien sind über eine Vorauswahl definiert.

Tageszunahmen und Futterverwertung
Futterverwertung: Der Futterverbrauch je kg Lebendgewichtszunahme schwankt in einem weiten Bereich von 1:2,6-3,5.
Nach Auswertung von Erzeugerringdaten besteht ein deutlicher Zusammenhang zu den Tageszunahmen.

Preisansätze
Mehr Info Weniger Info Ferkelgrundpreis, netto Gewichtsbasis kg

Der Ferkelgrundpreis ist die den Abrechnungen und Preisveröffentlichungen zugrunde gelegte, auf ein festgelegtes Gewicht und definierten Qualitätsstandard bezogene Preisbasis. Gewichtsbasis ist in Bayern das 28-kg-Ferkel, in anderen Regionen meistens ein 25-kg-Ferkel.

Transport- und Vermittlungsgebühren, Kosten für spezielle Sortierungen, Großgruppen und Impfungen sowie die Mehrwertsteuer (beim pauschalierenden Betrieb) werden gesondert berechnet.

Gewichtsabweichungen werden mit bis zu 1,00 € je kg verrechnet.

Preisnotierungen für 28-kg-Ferkel (aktuell zum Schlachtschweinepreis) (netto)
  €/Ferkel
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 4 Wochen 47.38
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 12 Monate 60.81
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 36 Monate 53.7
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 60 Monate 54.81
Quelle: BBV Marktberichte, Stand 29.01.2018

Ferkelerzeuger-Ferkelpreise

Preisnotierungen für 28-kg-Ferkel (zum Schlachtschweine­preis zeitversetzt um die Mastdauer) (netto) Hilfe Um die Dauer der Mastphase (Annahme: 18 Wochen) verschobener Ferkelpreis (= durchschnittlicher Ferkelpreis von vor 18 Wochen).
  €/Ferkel
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 4 Wochen 60.53
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 12 Monate 63.28
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 36 Monate 52.81
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 60 Monate 55.64
Quelle: BBV Marktberichte, Stand 29.01.2018

Preisnotierungen für 28-kg-Ferkel (netto) : Planungszahlen
  €/Ferkel
Betrachtungszeitraum "Planungszahlen" 55.00
Quelle: LfL-IBA
€/Stk.
Mehr Info Weniger Info Schweinepreis, netto ( geschlachtet )

Der Nettopreis ist der nach Handelsklasse oder sonstiger Qualitätseinstufung ausbezahlte Erlös je kg einschließlich aller Zuschläge (z. B. Vertrags- oder Bonuszahlungen), jedoch ohne Vorkosten und vor Zuschlag der Mehrwertsteuer.

Der Preis pro kg Schlachtgewicht ist nicht allein von der Notierung abhängig, sondern auch von der Organisation der Vermarktung (z.B. hoher Anteil an Metzgervermarktung). Deshalb enthält der angesetzte Preis abhängig von der gewählten Leistungsstufe Zu- bzw. Abschläge von der zeitraumbezogenen Notierung.

Preisnotierungen für Schlachtschweine (Handelsklasse E, netto)
  €/kg SG
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 4 Wochen 1.37
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 12 Monate 1.63
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 36 Monate 1.52
gleitender Schnitt im Betrachtungszeitraum: 60 Monate 1.56
Datengrundlage: Amtliche Preisfeststellung Bayern, Stand 11.02.2018

Schweinepreise in Bayern HKL E

Preisnotierungen für Schlachtschweine (Handelsklasse E, netto): Planungszahlen
  €/kg SG
Betrachtungszeitraum "Planungszahlen" 1.65
Quelle: LfL-IBA
€/kg

Deckungsbeitragsberechnung je eingestalltes Tier (Ferkel)

Leistungen
Mehr Info Weniger Info Marktleistung (inkl. 10.7 % MwSt.)
Erlös je Mastschwein bei geschlachtet
Verrechnungsgewicht ( Schlachtgew. ) kg 96.0
Erlös, netto (siehe Preisansätze "Schweinepreis") €/kg 1.56
Vorkosten €/Tier
MwSt. (10.7 %) €/Tier 15.38
Erlös/verkauftes Schwein €/Tier 159.14
Verluste % 1.75
Marktleistung je eingestalltes Ferkel €/Tier 156.36

Der Erlös je Tier errechnet sich aus dem Nettoerlös abzüglich Vorkosten und ggf. zuzüglich der Mehrwertsteuer. Diese Positionen sind als weitere Eingaben zu berücksichtigen.

Die Vorkosten umfassen alle dem Erzeuger in Rechnung gestellten Positionen bei der Schlachtschweineerfassung; sie beinhalten insbesondere Frachtkosten, Kommissions- und Abrechnungsgebühren sowie Versicherungsprämien.

Die Summe dieser Einzelpositionen schwankt von 1 €/Tier bis über 10 €/Tier.

Die Marktleistung wird vom Programm berechnet. Das Ergebnis ist die Summe der Verkaufserlöse bezogen auf das eingestallte Tier. Die Verluste (Anteil der während der Mast verendeten Tiere an den aufgestellten Tieren) sind somit in der Marktleistung berücksichtigt.

€/Tier
156.36
Mehr Info Weniger Info Wirtschaftsdünger (inkl. MwSt.)

Betriebsindividuelle Wirtschaftsdüngerbewertung: €/Tier

Allgemeiner Berechnungsansatz (wird verwendet, wenn keine betriebsspezifische Info vorliegt)

Datengrundlage: Basisdaten zur Umsetzung der Düngeverordnung - Tabellen 6b/6c und 7

Bei angenommenen 110 bis 130 Masttagen (sehr hohes bis niedriges Niveau) ergeben sich bei Standardfütterung folgende Wirtschaftsdüngeranfälle bzw. werden folgende Einstreumengen gebraucht:

  • ca. 0.80 - 0.96 m3 Gülle (5.0 % TS) je Tier
  • ca. 0.60 - 0.70 t Tiefstreumist (25 % TS) mit ca. 1.3 - 1.6 dt Einstreu je Tier
  • ca. 0.30 - 0.36 t Festmist (25 % TS) mit ca. 0.55 - 0.65 dt Einstreu und ca. 0.40 - 0.46 m3 Jauche je Tier

Bei N-/P-reduzierter Fütterung sind die Mengenanfälle und die Nährstoffgehalte in der Gülle etwas geringer Hilfe

Bei N-/P-reduzierter Fütterung fallen an:

  • ca. 0.75 - 0.90 m3 Gülle (5.0 % TS) je Tier
  • ca. 0.50 - 0.60 Tiefstreumist (25 % TS) mit ca. 1.1 - 1.3 dt Einstreu je Tier
  • ca. 0.30 - 0.36 t Festmist (25 % TS) mit ca. 0.55 - 0.65 dt Einstreu und ca. 0.30 - 0.36 m3 Jauche (2.5 % TS) je Tier

Nährstoffgehalte für Mastschweinegülle (5 % TS) N-/P-reduzierte Fütterung:

  • N: 3.3 kg/m3
  • P2O5: 2.1 kg/m3
  • K2O: 2.5 kg/m3

Art des Wirtschaftsdüngers: Gülle Tiefstreumist Festmist/Jauche

Kalkulation des Düngerwerts frei Feld je Tier (inkl. MwSt.)
    N P2O5 K2O
Nährstoffgehalte Mastschweinegülle bei der Ausbringung (5 % TS) kg/m3
Gülleanfall Hilfe Obige Werte bzw. bei Bereichen der Mittelwert. m3/Tier
Nährstoffmengen bei der Ausbringung kg/Tier 3.3 2.2 2.2
Hiervon nutzbar %
Reinnährstoffkosten (inkl. 19.0 % MwSt.) Hilfe Datengrundlage: Bayerische Reinnährstoffkosten (Details siehe Modul Dünger bei den Pflanzenbauverfahren).

Der Wert des Wirtschaftsdüngers ergibt sich aus den Mengen an Nährstoffen, die nicht als Mineraldünger zugekauft werden müssen.
€/kg 1.22 1.01 0.88
Düngerwert je Tier (inkl. 19.0 % MwSt.) €/Tier 6.58
 
Transport-/Ausbringkosten Wirtschaftsdünger flüssig (inkl. 10.7 % MwSt.) Hilfe Vorbelegung: Überbetriebliche Ausbringung
Datengrundlagen: KTBL und KBM
€/m3
Transport-/Ausbringkosten je Tier (inkl. 10.7 % MwSt.) €/Tier 3.65
 
Wert des Wirtschaftsdüngers frei Feld je Tier (inkl. MwSt.) €/Tier 2.93

€/Tier
2.9
Mehr Info Weniger Info Sonstige marktfähige Leistungen (inkl. 19.0 % MwSt.)

Sonstige marktfähige Leistungen fallen bei diesem Produktionsverfahren üblicherweise nicht an. Falls im Einzelfall doch, können sie hier angegeben werden.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Summe Leistungen (inkl. MwSt.)

Die Summe der Leistungen wird folgendermaßen berechnet:

  Marktleistung
+ Wirtschaftsdünger
+ Sonstige marktfähige Leistungen
= Summe der Leistungen

€/Tier
159.3

Variable Kosten
Mehr Info Weniger Info Ferkelkosten (inkl. 7.0 % MwSt.)

Ferkelkosten bei Zukauf
Ferkel-Grundpreis (Notierung) bei 28.0 kg
(siehe Preisansätze "Ferkelgrundpreis")
54.81
Ferkelgewicht / Mastanfangsgewicht kg 30.0
Zu-/Abschlag für Gewichtsabweichung: €/kg € insg. 2.0
Qualitäts-/Partienzuschlag je Ferkel
Auslagen (z.B. Mycoplasmen- und Circoimpfung)
Vermarktungs- und Transportgebühren je Ferkel
MwSt.: 7.0 % 10.7 % 4.61
Preis je Qualitätsferkel (inkl. 7.0 % MwSt.) 70.42

Ferkelkosten errechnen sich aus dem Grundpreis, Zu- bzw. Abschlägen für Gewichtsabweichungen vom Basisgewicht, Kosten für spezielle Sortierungen und Großgruppen, der Erstattung von Impfungen sowie Transport- und Vermittlungsgebühren. Auf diese Summe wird beim pauschalierenden Betrieb die Mehrwertsteuer aufgeschlagen.

Die Unterscheidung zwischen im eigenen Betrieb erzeugten Ferkeln und Zukaufsferkeln ermöglicht neben den unterschiedlichen Gebühren auch den speziellen Ansatz der Mehrwertsteuer beim Pauschalierer.

Grundsätzlich sind eigenerzeugte Ferkel mit dem möglichen Verkaufspreis (ggf. inkl. der jeweils zutreffenden Mehrwertsteuer) als Ferkelkosten in der Schweinemast anzusetzen.

€/Tier
70.4
Mehr Info Weniger Info Futterkosten ( 2.55 dt, 22.9 €/dt) (inkl. MwSt.)

Bei 89.3 kg Zuwachs je Tier und einer Futterverwertung von 1: 2.85 (siehe Kennwerte) ergibt sich ein Gesamtfutterverbrauch von 2.55 dt je Schwein.

Futterverbrauch und Futterkosten bei Trockenfütterung (88 % TM)
  Anteil am
Gesamt-
futter-
verbrauch
Futter-
ver-
brauch
Preis der
Futter-
mischung*
(siehe unten)
Futter-
kosten
Bezeichnung % dt €/dt
41.0 1.05 23.66 24.84
1.5 22.38 33.57
Gesamte Mast 100.0 2.55 22.9 58.41

Die Berechnung der Futterkosten ist verschiedenen Fütterungsstrategien angepasst. Aus dem Zuwachs und der Futterverwertung wird der Futterverbrauch bezogen auf Trockenfutter mit einem TM-Gehalt von 88 % errechnet.

Bei den Verfahren der Trockenfütterung können max. 3 Mischungen als Fütterungsphasen mit ihrem Anteil am Gesamtfutterverbrauch eingegeben werden. Der Preis der Futtermischung ist, soweit nicht als Zukaufsfutter bekannt, über eine Mischungsberechnung aus Einzelkomponenten zu ermitteln.

Bei den Verfahren der Nassfütterung können bis zu 9 Einzelfuttermittel mit ihrem TM-Gehalt und ihrem Anteil an der Gesamtration bezogen auf Trockenfutter (88 % TM) berücksichtigt werden. Der Gesamtverbrauch in Frischmasse je Mastschwein wird errechnet. Der Preis der jeweiligen Komponente ist in € je dt Frischmasse einzugeben.

Aus dem Gesamtfutterverbrauch und den Gesamtfutterkosten wird ein Durchschnittspreis der gesamten Futtermischung bezogen auf 88 % TM ermittelt.

* Berechnung Preis der Futtermischung, 2 -phasige Fütterung
Komponente Phase 1, Futtertyp Anfangsmast Phase 2, Futtertyp Endmast
Bezeichnung Preis der Komponente
€/dt
Mwst.-
Satz
Anteil in der Mischung
%
Anteil in der Mischung
%
7.0 %
10.7 %
Mineralfutter 7.0 %
Sojaextraktionsschrot 44% XP 7.0 %
Gerste 10.7 %
Weizen 1) 10.7 % 56.0 55.5
Preis der Futterkomponenten €/dt 22.66 21.38
Schroten, Mischen €/dt (inkl. 19.0 % MwSt.)
Preis der Futtermischung €/dt 23.66 22.38
1) In der letzten Futtermittelzeile wird die Spalte "Anteil in der Mischung" immer so berechnet, dass sich in der Summe 100 % ergeben. Dieser Wert darf nicht negativ sein!

Die KTBL-Datensammlung weist für Schroten und Mischen bei eigener Anlage eine Spanne von 0.8 - 1.4 €/dt und für Lohnverfahren von 1.2 - 1.6 €/dt aus.

€/Tier
58.4
Mehr Info Weniger Info Tierarzt, Medikamente, Hygiene (inkl. 19.0 % MwSt.)

Neben den tierärztlichen Leistungen sind auch die Kosten des Arzneimitteleinsatzes sowie für Reinigung und Desinfektion zu berücksichtigen. Wie sich aus LKV-Auswertungen ergibt, ist mit entsprechenden Kosten von ca. 1.18 €/Tier zu rechnen.

Die KTBL-Datensammlung 2014/15 weist eine Spanne von 1.67 bis 2.98 € je Mastschwein aus (Ø 2.31 €/Mastschwein). Bei der ökologischen Erzeugung liegt die Spanne laut KTBL zwischen 1.02 und 2.08 € je Mastschwein (Ø 1.55 €/Mastschwein).

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Einstreu (inkl. 10.7 % MwSt.)
Einstreumenge Hilfe Vorbelegung siehe Modul Wirtschaftsdünger dt /Tier
Preis Einstreu Hilfe Vorbelegung: Preis für Weizenstroh (siehe Verfahren Winterweizen) (inkl. 10.7 % MwSt.) €/dt
Einstreukosten (inkl. 10.7 % MwSt.) €/Tier 0.0
€/Tier
0.0
Mehr Info Weniger Info Strom, Heizstoffe, Wasser (inkl. MwSt.)

Die Kosten sind stark abhängig von Stallsystem, Lüftungssystem und Technisierung.

Laut Buchführungsauswertung werden Spannen von 0.87 bis 1.2 € je Mastschwein ausgewiesen.

LKV-Auswertungen ergeben einen Wert von 2.43 € je Mastschwein.

Nach KTBL-Datensammlung 2014/15 ist mit ca. 5.65 € je Mastschwein zu rechnen.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Variable Maschinenkosten (inkl. 19.0 % MwSt.)

In dieser Kostenposition sind die Aufwendungen für Reparaturen und Ersatzteilbeschaffung an Aufstallungs-, Lüftungs-, Klima-, Fütterungs- und Entmistungstechnik enthalten.

Die KTBL-Datensammlung 2014/15 weist 0.07 € je Tier für die variablen Maschinenkosten ohne die Futteraufbereitung aus.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs

Aushilfs-Arbeitskräfte sind entlohnte Fremdarbeitskräfte, die nicht zum ständigen Personal gehören.

Kalkulation der Aushilfs-Arbeitskräfte-Kosten
Gesamtarbeitszeitbedarf Hilfe Der AKh-Bedarf ist abhängig von Bestandsgröße, Haltungsform und Mechanisierungsgrad. Er beinhaltet neben der Tierbetreuung und den anteiligen Arbeiten für die Betriebsführung grundsätzlich auch die Ausbringung des Wirtschaftsdüngers (in der Vorbelegung ist die Arbeitszeit für die Wirtschaftsdüngerausbringung allerdings nicht im AKh-Bedarf enthalten, da von einer überbetrieblichen Ausbringung ausgegangen wird). AKh/MP u. Jahr
Einsatz von Aushilfs-Arbeitskräften AKh/MP u. Jahr
Entlohnung Hilfe Bruttolohn plus ggf. weitere Arbeitgeber­kosten (z. B. Sozialversicherung) €/AKh
Lohnkosten Aushilfs-Arbeitskräfte €/MP u. Jahr 0.0
Zahl der Umtriebe Hilfe siehe "Grundlegende Angaben" Umtriebe/MP u. Jahr 2.83
Lohnkosten Aushilfs-Arbeitskräfte €/Tier 0.0

€/Tier
0.0
Mehr Info Weniger Info Lohnarbeit und Dienstleistungen (inkl. 19.0 % MwSt.)
Zum Beispiel Stallreinigung durch Dienstleister
€/Tier
Mehr Info Weniger Info Tierseuchenkasse, Betriebskontrolle (inkl. 19.0 % MwSt.)

Der Beitrag zur Tierseuchenkasse beträgt in Bayern für jeden Schweineplatz (auch Ferkel) 0.80 €/Tier (Stichtagsbestand).

Je nach der Zahl der erzeugten Mastschweine je Bestandstier (Platz) ergeben sich damit ca. 0.3 bis 0.4 € je Mastschwein.

Die Gebühren für die Leistungsprüfung im Erzeugerring betragen ca. 0.5 (0.25 bis 0.85) € je Tier.

Weitere Beiträge können für Versicherungen (z.B. Betriebsunterbrechungs-, Ertragsschadensversicherungen) anfallen.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Sonstige variable Kosten (inkl. 19.0 % MwSt.)

Falls im Einzelfall variable Kosten auftreten, die bisher noch nicht berücksichtigt wurden, können Sie diese hier eintragen.

€/Tier
Mehr Info Weniger Info Summe variable Kosten (inkl. MwSt.)
  Ferkelkosten
+ Futterkosten
+ Tierarzt, Medikamente, Hygiene
+ Einstreu
+ Strom, Heizstoffe, Wasser
+ Variable Maschinenkosten (Stall)
+ Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte
+ Lohnarbeit und Dienstleistungen
+ Tierseuchenkasse, Betriebskontrolle, Sonstiges
+ Sonstige variable Kosten
= Summe der variablen Kosten

Die variablen Kosten sind derjenige Teil der Gesamtkosten, die unmittelbar vom Umfang der Produktion abhängen: Wird ein Mastschwein mehr oder weniger erzeugt, steigen bzw. sinken die Kosten um diesen Betrag.

Im Unterschied dazu sinken die Festkosten (z.B. Gebäudekosten) nicht automatisch, wenn weniger Mastschweine gehalten werden.

€/Tier
135.2

Mehr Info Weniger Info Deckungsbeitrag je Tier (inkl. MwSt.)

  Summe Leistungen
- Summe der variablen Kosten
= Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist der Beitrag einzelner Produktionsverfahren zur Abdeckung der Fest- und Gemeinkosten des Betriebes, sowie der Finanzierungs- und Pachtkosten des Unternehmens.

Er ist der ökonomische Maßstab für die Produktionsqualität des laufenden Betriebes und ist in seiner Veränderung voll gewinnwirksam.

€/Tier
24.1

Mehr Info Weniger Info Sonstige Leistungen/Prämien
Hier können Sie sonstige Leistungen bzw. verfahrensgebundene Prämien erfassen.

Sonstige Leistungen €/Tier
Prämien €/Tier
Summe €/Tier 0.0

€/Tier
0.0

    Deckungsbeitrag inkl. sonstiger Leistungen/Prämien (inkl. MwSt.)
€/Tier
24.1

Weitere Kennzahlen des Verfahrens
Mehr Info Weniger Info Arbeitszeitaufwand je MP u. Jahr
Der Gesamt-AKh-Bedarf je Mastplatz und Jahr wird im Modul "Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt.
AKh/MP u. Jahr
1.0
    Deckungsbeitrag je kg Schlachtgewicht (inkl. MwSt.)
€/kg SG
0.25
    Deckungsbeitrag je Tier und Tag (inkl. MwSt.)
€/Tier u. Tag
0.21
Mehr Info Weniger Info Deckungsbeitrag je Mastplatz und Jahr (inkl. MwSt.)

Der Deckungsbeitrag je Mastplatz und Jahr errechnet sich aus dem Deckungsbeitrag je Tier multipliziert mit der Zahl der Umtriebe. Die platzbezogene Betrachtung der Wirtschaftlichkeit der Schweinemast ist entscheidend, da hierbei auch der Zeitfaktor zum Tragen kommt.

€/MP u. Jahr
68.2
Mehr Info Weniger Info Faktoransprüche (Stallplätze, Arbeit, Umlaufkapital)

Stallplätze: 1 Mastplatz für 129 Tage Hilfe Belegungsdauer: 365 Tage / Umtriebe

Arbeit: 1.0 AKh/MP u. Jahr

Umlaufkapital: 103 € für 129 Tage Hilfe Als durchschnittlich gebundenes Umlaufkapital werden die vollen Ferkelkosten und die Hälfte der restlichen variablen Kosten angenommen.
Bindungsdauer: 365 Tage / Umtriebe

Mehr Info Weniger Info Vollkostenrechnung
Basis der weiteren Berechnungen ist der Deckungsbeitrag inkl. sonstiger Leistungen/Prämien

Mehr Info Weniger Info Gebäude und Technik der Innenwirtschaft (inkl. 19.0 % MwSt.)

Investitionssumme Gebäude und Technik: Hilfe Vorgabewert: Baukosten je Platz inklusive Güllelagerung für eine Neuerrichtung.: €/Platz, hiervon % Gebäude und bauliche Anlagen


  Investition
(inkl. 19.0 % MwSt.)
€/Platz
Finanzierung Abschreibungs-
dauer
Jahre
Kosten
€/Platz u. Jahr
eigen
%
fremd
%
Gebäude und bauliche Anlagen 275 70.0 11.0
Technik der Innenwirtschaft 225  60.0 22.5 
Gesamt 500   33.5
 
Abschreibung gesamte Investition 33.5
Unterhalt, Versicherung: % der Investitionssumme Gebäude u. Technik Hilfe Darunter fallen beispielsweise Versicherungen von Gebäuden und Technik, Instandhaltung einschl. Reparaturen von Gebäuden, Unterbringungskosten mobiler Technik 5.0
Zinsaufwand: % der halben fremdfinanzierten Investitionssumme 3.44
Summe Kosten Gebäude und Technik der Innenwirtschaft 41.94
Zinsansatz: % der halben eigenfinanzierten Investitionssumme Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 1.81
 
Umrechnung auf €/Tier Kosten
€/Tier
Summe Kosten Gebäude und Technik der Innenwirtschaft 14.82
Zinsansatz der halben eigenfinanzierten Investitionssumme Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 0.64
€/Tier
14.8
Mehr Info Weniger Info Miete/Pacht für Gebäude
Diese Kostenposition ist von Belang, wenn alternativ oder zusätzlich zum Bau ein Stall gemietet oder gepachtet wird.
€/Tier
Mehr Info Weniger Info Personalkosten festangestellte AK
  Stunden
AKh/MP u. Jahr
Lohn/Lohnansatz Hilfe Bruttolohn plus ggf. weitere Arbeitgeber­kosten (z. B. Sozialversicherung)
€/AKh €/MP u. Jahr
Arbeitszeitbedarf Tierhaltung nach Abzug der Aushilfs-AKh Hilfe Die Gesamt-AKh und die Aushilfs-AKh je MP u. Jahr werden im Modul "Lohnkosten für Aushilfs-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt. 1.0 - -
davon entlohnte, festangestellte AK 0.0
 
davon nicht entlohnte AK (Lohnansatz) Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 1.0 18.2
 
Umrechnung auf €/Tier €/Tier
Entlohnte, festangestellte AK 0.0
 
Nicht entlohnte AK (Lohnansatz) Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 6.43
€/Tier
0.0
Mehr Info Weniger Info Sonstige Festkosten (inkl. 19.0 % MwSt.)
Unter sonstige feste Kosten fallen zum Beispiel: Buchführung, Verbandsbeiträge, PKW, Telefon, Berufsgenossenschaft, sonstige Betriebsversicherungen (außer Tierseuchenkasse), berechnet jeweils anteilig auf Schweinemast und je Tier.
€/Tier
Mehr Info Weniger Info Gewinnbeitrag des Verfahrens ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
  Deckungsbeitrag inkl. sonstiger Leistungen/Prämien
- Gebäude und Technik der Innenwirtschaft
- Miete/Pacht für Gebäude
- Personalkosten festangestellte AK
- Sonstige Festkosten
= Gewinnbeitrag des Verfahrens
€/Tier
7.8

Mehr Info Weniger Info Kalkulatorische Faktorkosten (inkl. MwSt.)

Kalkulatorische Faktorkosten sind Ansätze für die Entlohnung der eigenen Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital).

Zinsansatz eigenfinanzierte Investitionskosten Hilfe Siehe "Gebäude und Technik der Innenwirtschaft" €/Tier 0.64
Zinsansatz: % des Vieh- u. Umlaufvermögens (103.0 €/Tier für 129  Tage HilfeVieh- u. Umlaufvermögen siehe Modul Faktoransprüche

Hinweis zur Berechnung:
Da das eingesetzte Kapital nur während der Belegungsdauer eines Tieres gebunden ist, der Zinsansatz sich aber auf ein ganzes Jahr bezieht, erfolgt die Berechnung folgendermaßen:

Zinsansatz * gebundenes Kapital * Belegungsdauer/365
)
€/Tier 0.36
Lohnansatz Innenwirtschaft (Stall, Futtervorlage, etc.) nicht entlohnte AK Hilfe Siehe "Personalkosten festangestellte AK" €/Tier 6.43
Summe €/Tier 7.43
€/Tier
7.4
Mehr Info Weniger Info Unternehmergewinn je Tier ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
Unternehmergewinn = Gewinnbeitrag des Verfahrens - kalkulatorische Faktorkosten
€/Tier
0.4
     Unternehmergewinn je kg Schlachtgewicht ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
Unternehmergewinn / €/kg SG
€/kg SG
0.0

Mehr Info Weniger Info Vollkosten je Tier (inkl. MwSt.)
Summe aller Kosten
€/Tier
158.9
Mehr Info Weniger Info Arbeitsertrag je nicht entlohnter Fest-AKh (inkl. MwSt.)

Arbeitsertrag je nicht entlohnter Fest-AKh = (Unternehmergewinn + Lohnansatz) / Zahl der nicht entlohnten AKh

€/AKh
19.24
Mehr Info Weniger Info Arbeitsertrag je AKh (inkl. MwSt.)

Arbeitsertrag je AKh = (Unternehmergewinn + Lohnansatz + Personalkosten Fest-AK + Lohnkosten für Aushilfs-AK) / Zahl der Gesamt-AKh

€/AKh
19.24
Mehr Info Weniger Info Vollkostendeckender Preis ohne Prämien  (netto)

Der vollkostendeckende Preis sagt aus, wie hoch der Erzeugerpreis des Hauptprodukts sein müsste, damit die Vollkosten gedeckt sind. Bei der Berechnung werden Nebenleistungen (z. B. Wirtschaftsdünger beim Tier, Strohverkauf beim Getreide) berücksichtigt.

€/kg SG
1.56





Josef Weiß, Andi Weiß, Jürgen Frank
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

Tel.: 089 17800-111 • Fax: 089 17800-113