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Eine Anwendung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft

Deckungsbeiträge - Übersicht

LfL-Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten - Weide

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  • Detailinformationen zu den jeweiligen Punkten erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über das Fragezeichen-Symbol Hilfe An diesen Stellen können Sie sich weitere Erläuterungen anzeigen lassen. fahren.
Der Umsatzsteuer-Durchschnittssatz für pauschalierende Landwirte wurde ab dem 1.1.2023 von 9,5 auf 9,0 Prozent abgesenkt.

Da eine Berechnung mit zeitraumbezogenen MwSt.-sätzen aus programmiertechnischen Gründen im Programm nicht möglich ist, wird ab sofort - auch rückwirkend für die vergangenen Zeiträume - mit dem aktuellen Satz von 9,0 % gerechnet. Dies führt bei Brutto-Berechnungen zu geringen Abweichungen zu den bisherigen Werten.

Mehr Info Weniger Info Grundlegende Angaben zum Produktionsverfahren
Zielsetzung der Produktion
Tierart Weideverfahren Hilfe

Weideformen
Kurzrasenweide (intensive Standweide) Viehbesatz und Futteraufwuchs angepasst, keine Überalterung im Aufwuchs
mittelintensive Standweide Viehbesatz und Futteraufwuchs stimmen nicht überein, Geilstellen werden nicht mehr gefressen, Nachmahd nötig
extensive Standweide Viehbesatz deutlich unter dem Optimum, Aufwuchs großflächig überständig
Umtriebsweide (Koppelweide) abwechselnde Beweidung verschiedener Koppeln, Besatzdauer je nach Tierart und Aufwuchs 3-10 Tage
Portionsweide abwechselnde Beweidung verschiedener Koppeln, tägliche Futterzuteilung

Ertragsniveau gängige Nutzungsformen
1-schürige Wiese Hütehaltung
1-2 schürige Wiese extensive Standweide
3-4 schürige Wiese mittelintensive Standweide, Umtriebsweide
>= 4 schürige Wiese Portionsweide oder Kurzrasenweide

Quellen: LfL-IAB, LfL-ITE

Verwertungsform
Koppelgröße  
Ertragsparameter
Standort Hilfe

Standort Wasserversorgung Höhenlage Hanglage Bodenqualität Pflanzenbestand
sehr günstig, wenn ... Niederschläge > 1000 mm im Jahr; gleichmäßig verteilt 900-1200 m ü. NN   tiefgründig, sehr humusreich, keine Bodenverdichtungen dichte Grasnarbe, wüchsige Weidelgrasbestände
günstig, wenn ... Niederschläge 800-1000 mm im Jahr; gleichmäßig verteilt und/oder Grundwasseranschluß 1100-1800 m ü. NN   tiefgründig, humusreich, keine Bodenverdichtungen dichte Grasnarbe, Weidelgras / Wiesenrispe bestandsbildend
weniger günstig, wenn ... Niederschläge < 800 mm im Jahr und kein Grundwasseranschluß oder regelmäßige Trockenperioden in der Vegetationsperiode oder Staunässe 1700-2200 m ü. NN Steilhänge, heterogenes Gelände flachgründig-sandig oder deutliche Bodenverdichtungen (Pfützenbildung) Anteil Gemeine Ripse, Ampfer > 15% oder lückige Grasnarbe (>15%)

Düngung ausgeglichen Düngung (stark) unterbilanziert
Weideverluste Hilfe

Weideform Gräserstadium zum Auftrieb Folgeauftrieb nach .. Weideverluste in %
Portionsweide Blattstadium < 4 Wochen 15 1
Schossen 4-5 Wochen 20
Beginn Rispenschieben 6-7 Wochen 25
volles Rispenschieben > 7 Wochen 35
Umtriebsweide Blattstadium < 4 Wochen 15 1
Schossen 4-5 Wochen 20
Beginn Rispenschieben 6-7 Wochen 35 2
volles Rispenschieben > 7 Wochen 45 2
Kurzrasenweide 3     5
mittelintensive Standweide 4     30
extensive Standweide 5     50
1 Mähweide: 10 % Verlust
2 gegenüber Portionsweide bei gleichem Vegetationsstadium 10 % höhere Verluste (Vertritt)
3 Viehbesatz und Futteraufwuchs angepasst, keine Überalterung im Aufwuchs
4 Viehbesatz und Futteraufwuchs stimmen nicht überein, Geilstellen werden nicht mehr gefressen, Nachmahd nötig
5 Viehbesatz deutlich unter dem Optimum, Aufwuchs großflächig überständig

Quellen: LfL-IAB, LfL-ITE

% Ertragsniveau entspricht einer...
Verfahrensparameter
Betrachtungszeitraum Hilfe Der Betrachtungszeitraum sollte sich an der Fragestellung orientieren. So wird man sich beispielsweise am laufenden Erntejahr orientieren, um das betriebswirtschaftliche Ergebnis bereits vor der Ernte abzuschätzen. Für eine längerfristige Betriebsplanung wird man dagegen eher auf mehrjährige Durchschnitte zurückgreifen.
Kommentar Hilfe Sie können für diese Berechnung einen Kommentar vergeben, wie z. B. "Deckungsbeitrag optimistisch". Dies erleichtert Ihnen den Überblick, wenn Sie später mehrere Berechnungen einander gegenüberstellen.
Anzeige der Leistung-/Kostenpositionen
inkl. MwSt. = Einstellung für pauschalierende Betriebe
ohne MwSt. = Einstellung für optierende Betriebe

Ein Wechsel zwischen Brutto- und Nettowerten wirkt sich grundsätzlich auf alle Leistungs- und Kostenpositionen aus.

Unabhängig vom Betrachtungszeitraum wird mit aktuellen Mehrwertsteuersätzen gerechnet.

Erträge
Mehr Info Weniger Info Trockenmasseertrag Weide

Die Ertragswerte werden nach unten dargestelltem Schema ermittelt.

Alternativ können auch die mittleren Landkreiserträge für Dauergrünland für die Düngebedarfsermittlung verwendet werden. Diese sind zu finden unter https://www.lfl.bayern.de/duengebedarfsermittlung, Zwischenüberschrift "Erträge". Die Werte des jeweiligen Landkreises in dt TM/ha sind dazu in die erste Zeile "Trockenmasseertrag Feldbestand" von Hand einzutragen.

= Trockenmasseertrag Feldbestand * (100% - Feldverluste)

Trockenmasseertrag Feldbestand dt TM/ha
Weideverluste % 30.0
Trockenmasseertrag Weide dt TM/ha 58.8

Erträge von bayerischem Dauergrünland in Abhängigkeit von Standort, Düngung und Nutzung

Grünlanderträge in dt TM/ha ohne Verluste (brutto) und inklusive Feldverlusten (netto)
Quelle: Nettoerträge aus "Leitfaden für die Düngung von Acker- und Grünland" (Gelbes Heft), 2018

Ertrag in dt TM/ha Nutzung/Schnitte
netto brutto 1)
34 37 1
47 51 2
68 74 3
77 84 4
94 102 5
102 111 6
1) hochgerechnet auf brutto unter Annahme von 8 % Feldverlusten

In Abhängigkeit der Weideform werden folgende Erträge in der Vorbelegung angenommen:

Weideform Ertragsniveau entspricht einer .. Ertrag in dt TM/ha
Kurzrasenweide 4 schürigen Wiese 84
Portionsweide 4 schürigen Wiese 84
Umtriebsweide 4 schürigen Wiese 84
mittelintensive Standweide 4 schürigen Wiese 84
extensive Standweide   51

In Abhängigkeit des Standortes und der Düngung werden darüber hinaus folgende Ertragsfaktoren angewandt:

Standort Düngung Ertragsniveau entspricht einer .. Ertragsfaktoren
sehr günstig ausgeglichen 4-6 schürigen Wiese 1.10
unterbilanziert 4 schürigen Wiese 0.95
5-6 schürigen Wiese 0.90
günstig ausgeglichen 1-6 schürigen Wiese 1.00
unterbilanziert 1-4 schürigen Wiese 0.85
5-6 schürigen Wiese 0.80
weniger günstig ausgeglichen 1-4 schürigen Wiese 0.85
unterbilanziert 1-4 schürigen Wiese 0.70

Quelle: LfL, Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau

dt TM/ha
58.8
Mehr Info Weniger Info Frischmasseertrag Weide

= Trockenmasseertrag Weide / Trockenmassegehalt Weide

Trockenmasseertrag Weide dt TM/ha 58.8
Trockenmassegehalt Weide Hilfe

In der Vorbelegung werden folgende Trockenmassegehalte angenommen:

Weideform Gräserstadium zum Auftrieb % TM
Portionsweide Blattstadium 15
Schossen 16
Beginn Rispenschieben 17
volles Rispenschieben 18
Umtriebsweide Blattstadium 15
Schossen 16
Beginn Rispenschieben 17
volles Rispenschieben 18
Kurzrasenweide   18
mittelintensive Standweide   16
extensive Standweide   18
Hütehaltung   20

Quellen: LfL-IAB, LfL-ITE, Gruber Tabelle Schafe/Ziegen, 2015, S. 63, Nr. 1016/1026 (Hütehaltung)

% TM
Frischmasseertrag Weide dt FM/ha 367.5
dt FM/ha
367.5
Mehr Info Weniger Info Energieertrag Weide

= Trockenmasseertrag Weide * Energiegehalt Weide

Trockenmasseertrag Weide dt TM/ha 58.8
Energiegehalt Weide Hilfe

Durchschnittliche Futterqualität des Jahresaufwuchses in Abhängigkeit vom Schnittzeitpunkt

Weideform Gräserstadium zum Auftrieb Ø Energiegehalt im Jahresaufwuchs
MJNEL je kg TM MJME je kg TM
Portionsweide Blattstadium 6,5 10,8
Schossen 6,3 10,5
Beginn Rispenschieben 6,1 10,2
volles Rispenschieben 5,9 9,9
Umtriebsweide Blattstadium 6,5 10,8
Schossen 6,3 10,5
Beginn Rispenschieben 6,1 10,2
volles Rispenschieben 5,9 9,9
Kurzrasenweide   6,5 10,8
mittelintensive Standweide   6,3 10,5
extensive Standweide   5,8 9,8
Hütehaltung   - 8,0

Quellen: LfL-IAB, LfL-ITE, KTBL-Landschaftspflege mit Schafen, S. 20, Magerweide (Hütehaltung)

MJ NEL/kg TM
Energieertrag Weide MJ NEL/ha 36926
MJ NEL/ha
36926
Mehr Info Weniger Info Eiweissertrag Weide

= Trockenmasseertrag Weide * Rohproteingehalt Weide

Trockenmasseertrag Weide dt TM/ha 58.8
Rohproteingehalt Weide Hilfe

Durchschnittliche Futterqualität des Jahresaufwuchses in Abhängigkeit vom Schnittzeitpunkt

Weideform Gräserstadium zum Auftrieb Ø Rohproteingehalt im Jahresaufwuchs
g XP je kg TM
Portionsweide Blattstadium 185
Schossen 175
Beginn Rispenschieben 165
volles Rispenschieben 160
Umtriebsweide Blattstadium 185
Schossen 175
Beginn Rispenschieben 165
volles Rispenschieben 160
Kurzrasenweide   185
mittelintensive Standweide   175
extensive Standweide   155
Hütehaltung   100

Quellen: LfL-IAB, LfL-ITE, KTBL-Landschaftspflege mit Schafen, S. 20, Magerweide (Hütehaltung)

g XP/kg TM
Eiweissertrag Weide kg XP/ha 1029
kg XP/ha
1029

Deckungsbeitragsberechnung

Leistungen
Mehr Info Weniger Info Sonstige marktfähige Leistungen (inkl. 19.0 % MwSt.)

Sonstige marktfähige Leistungen fallen bei diesem Produktionsverfahren üblicherweise nicht an. Falls im Einzelfall doch, können sie hier angegeben werden.

€/ha
Mehr Info Weniger Info Summe Leistungen (inkl. MwSt.)

Die Summe der Leistungen wird folgendermaßen berechnet:

Sonstige marktfähige Leistungen
= Summe der Leistungen

€/ha
0.0

Variable Kosten
Mehr Info Weniger Info Saatgut (inkl. 7.0 % MwSt.)
Kalkulation der anteiligen jährlichen Saatgutkosten
  Menge
Saatgut
kg/ha
Saat alle
n Jahre Hilfe keine Übersaat/Nachsaat -> Eingabe 0 Jahre
anteilige jährl.
Saatgutmenge
kg/ha
Preis Saatgut
(inkl. 7.0 % MwSt.)
€/kg
anteilige jährl.
Saatgutkosten
(inkl. 7.0 % MwSt.)
€/ha
Übersaat 2.0 9.1
Nachsaat 0.0 0.0
Summe     2.0   9.1
€/ha
9.1
Mehr Info Weniger Info Dünger (nach Nährstoffabfuhr) Hilfe Die mit dem Erntegut abgefahrenen Nährstoffe werden unabhängig von einer tatsächlich erfolgten Düngung mit Reinnährstoffkosten bewertet. Die Reinnährstoffkosten werden anhand von Preisen für Düngemittel berechnet. Im Gegenzug wird der Wert von organischem Dünger im Tierhaltungsverfahren als "Güllewert" auf der Leistungsseite berücksichtigt. (inkl. 19.0 % MwSt.)

Hinweis: Werden organische Dünger eingesetzt, so müssen ggf. die Arbeitsgänge unter dem Punkt "Variable Maschinenkosten" sowie der Feldarbeitszeitbedarf ("Feldarbeits-AKh/ha") angepasst werden.

Berechnungsmethode
Düngung nach Nährstoffabfuhr (Bedarf abhängig vom geernteten Ertrag abzüglich Feldverluste), Kostenansatz: Reinnährstoffkosten
Tatsächlich ausgebrachte Düngemittel (Typ, Ausbringmenge und Kosten: betriebsindividuell)

Näherungsweise Berechnung des Nährstoffbedarfs Weide in Abhängigkeit des Trockenmasseertrags ( 58.8 dt/ha ) und Nährstoffkosten
  Einheit Stickstoff
N
Phosphat
P2O5
Kali
K2O
  Nährstoffabfuhr je dt Trockenmasseertrag 1) kg/dt
  Nährstoffabfuhr je Hektar kg/ha 153 47 182
+ Sonstige Zuschläge Hilfe z. B. unvermeidbare N-Verluste kg/ha
- Stickstofflieferung durch Leguminosen und Boden Hilfe
Standortfaktoren Stickstofflieferung durch Leguminosen und Boden
in kg N/ha u. Jahr
Böden mit Kleeanteil < 10 % * 30
Kleeanteil langjährig 10-20 % ** 50
Kleeanteil langjährig > 20% 80
* meist auf intensiv genutzten und regelmäßig gedüngten (obergrasreichen) Grünlandflächen
** auf eher extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen mit geringer Güllegabe/Stallmist, bei Neuansaaten und Nachsaaten

Quelle: Leitfaden für die Düngung von Acker- und Grünland ("gelbes Heft"), eigene Berechnungen
kg/ha --- ---
= Nährstoffbedarf gesamt kg/ha 123 47 182
X Reinnährstoffkosten 2) (inkl. 19.0 % MwSt.) €/kg
= Nährstoffkosten (inkl. 19.0 % MwSt.) Hilfe Die Nährstoffkosten für N, P2O5 und K2O berechnen sich aus dem Nährstoffbedarf multipliziert mit den Reinnährstoffkosten. €/ha 273.1 55.5 251.2
= Nährstoffkosten Summe (inkl. 19.0 % MwSt.) Hilfe Nährstoffkosten für N, P2O5 und K2O aller eingesetzten Düngemittel (Mineral- und Wirtschaftsdünger) €/ha 579.8
1) Quelle: Leitfaden für die Düngung von Acker- und Grünland ("gelbes Heft"), eigene Berechnungen

2) Vorbelegung: bayerische Reinnährstoffkosten (Grafik "Reinnährstoffkosten" )

€/ha
579.8
Mehr Info Weniger Info Pflanzenschutz (inkl. 19.0 % MwSt.)
Kalkulation der anteiligen jährlichen Pflanzenschutzkosten
Pflanzenschutzkosten (inkl. 19.0 % MwSt.) €/ha
Behandlung alle Jahre 1)
anteilige jährliche Pflanzenschutzkosten (inkl. 19.0 % MwSt.) €/ha 8.8
1) kein Pflanzenschutz -> Eingabe 0 Jahre
€/ha
8.8
Mehr Info Weniger Info Zaun- und Tränkeunterhalt (inkl. 19.0 % MwSt.)
In der Vorbelegung werden für den Zaun- und Tränkeunterhalt 4 % der vorbelegten Investitionskosten (siehe Modul Investitionskosten bei den Vollkosten) angenommen.
€/ha
Mehr Info Weniger Info Variable Maschinenkosten / Maschinenring / LU (inkl. MwSt.)

Berechnungsgrundlagen: Dieselpreis Hilfe Vorgabewerte ohne Berücksichtigung einer etwaigen Agrardieselvergütung.
Eine Änderung des Dieselpreises hier wirkt sich nur auf die Kosten der Eigenmechanisierung aus.
€/l , Schlaggröße 10.0 ha (siehe "Grundlegende Angaben")

Arbeitsgang Eigen­mechanisierung inkl. Schlepper
(inkl. 19.0 % MwSt.)
Maschinenring / Lohnunt.
(inkl. MwSt.)
Gesamt-
kosten in €/ha
(inkl. MwSt.)
Anzahl Durchgänge Kosten in €/ha
je Durchgang
Arbeitszeit
AKh je Durchgang
Anzahl Durchgänge Kosten in €/ha
je Durchgang
(inkl. MwSt.)
MwSt-
Satz Hilfe
%

Die Kosten in €/ha je Durchgang sind je nach gewählter Grundeinstellung inklusive bzw. ohne MwSt. anzugeben.

Die Angabe des jeweilig zugehörigen MwSt.-Satzes in dieser Spalte dient lediglich dazu, bei einer Umschaltung der Grundeinstellung brutto/netto den neuen Wert berechnen und bei einem Ausdruck den jeweils relevanten MwSt.-Satz ausweisen zu können.

Nachsaat von Grünland 0.0 
Pflanzenbehandlung (Feldspritze) 0.0 
Grünland abschleppen inkl. Übersaat 10.55 
Grünland walzen 16.73 
Striegeln 7.3 
Mulchen 0.0 
Nachmahd 9.64 
Mineraldünger streuen Hilfe In der Voreinstellung wird von einer Mineraldüngergabe zu jedem Aufwuchs ausgegangen. Wird alternativ mit Gülle gedüngt, müssen die Arbeitsgänge für die mineralische Düngung entsprechend reduziert werden. Der Wert des Wirtschaftsdüngers, der von den Weidetieren auf die Fläche zurückgelangt, wird in den Internet-DB den jeweils tierischen Verfahren (z. B. Milchvieh, Mutterkuh, Aufzuchtkalbinnen) zugeordnet, ebenso die Ausbringkosten bei Gülledüngung.
In der Regel keine Güllegabe während der Weideperiode.

Extensive Standweide: Mineraldüngung nicht notwendig, max. 1 x Gülle (20 m3/ha u. Jahr)

Mittelintensive Standweide, Umtriebsweide: Mineraldüngung zu jedem Aufwuchs (20-30 kg N je ha) oder 1-2 x Gülle (15-20 m3/ha u. Jahr)

Portionsweide, Kurzrasenweide: Mineraldüngung zu jedem Aufwuchs (30-40 kg N je ha) und 2 x Gülle (20 m3/ha u. Jahr

Quelle: LfL-IAB

17.04 
 
Gesamt   61.26 2.14 0.0 61.3

Quellen: KTBL-Datensammlungen, KBM, eigene Berechnungen

€/ha
61.3
Mehr Info Weniger Info Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs

Saison-Arbeitskräfte sind entlohnte Fremdarbeitskräfte, die nicht zum ständigen Personal gehören.

Hinweis: Der Arbeitszeitbedarf für den Viehtrieb von und zur Weide ist dem jeweiligen tierischen Produktionsverfahren zugeordnet.

Gesamtarbeitszeitbedarf und Arbeitserledigung
Arbeitsgang Saison-AK
AKh/ha
ständige AK
AKh/ha
gesamt
AKh/ha
Arbeiten als Maschinenführer
für alle Maschinenarbeitsgänge Hilfe Der Gesamtarbeitszeitbedarf zum Führen der Maschinen wird aus dem Modul "Variable Maschinenkosten / Maschinenring / LU" übernommen. Änderungen können dort vorgenommen werden. 2.14 2.14
 
Weitere Arbeiten
Zaun- und Tränkepflege 5.5
Weideführung/-management 3.5
Allgemeine Betriebsarbeiten Hilfe z.B. Verwaltung, Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten, Informationsbeschaffung, Kontrollen 3.0
Gesamt weitere Arbeiten 0.0 12.0 12.0
 
Gesamtarbeit 0.0 14.14 14.14
Kalkulation der Kosten für Saison-Arbeitskräfte
Einsatz von Saison-Arbeitskräften Hilfe Soweit nicht bereits unter "Variable Maschinenkosten" berücksichtigt. AKh/ha 0.0
Entlohnung Hilfe Bruttolohn plus ggf. weitere Arbeitgeber­kosten (z. B. Sozialversicherung) €/AKh
Lohnkosten Saison-Arbeitskräfte €/ha 0.0
€/ha
0.0
Mehr Info Weniger Info Sonstige variable Kosten (inkl. 19.0 % MwSt.)
Sonstige variable Kosten können z.B. für Bodenuntersuchungen und Wildtierrettung anfallen.
€/ha
Mehr Info Weniger Info Summe variable Kosten (inkl. MwSt.)

Die Summe der variablen Kosten wird folgendermaßen berechnet:

   Saatgut
+ Dünger
+ Pflanzenschutz
+ Zaun- und Tränkeunterhalt
+ Variable Maschinenkosten / Maschinenring / LU
+ Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte
+ Sonstige variable Kosten

= Summe der variablen Kosten

€/ha
680.0

Mehr Info Weniger Info Variable Kosten je Energieeinheit (inkl. MwSt.)
Summe variable Kosten / Energieertrag Weide

ct/10 MJ NEL
18.42
Mehr Info Weniger Info Variable Kosten je kg Rohprotein (inkl. MwSt.)

Summe variable Kosten / Eiweißertrag Weide

€/kg XP
0.66
    Variable Kosten je dt Frischmasse Weide (inkl. MwSt.)
€/dt FM
1.85
    Variable Kosten je dt Trockenmasse Weide (inkl. MwSt.)
€/dt TM
11.56

Mehr Info Weniger Info Deckungsbeitrag (inkl. MwSt.)

  Summe Leistungen
- Summe der variablen Kosten
= Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist der Beitrag einzelner Produktionsverfahren zur Abdeckung der Fest- und Gemeinkosten des Betriebes, sowie der Finanzierungs- und Pachtkosten des Unternehmens.

Er ist der ökonomische Maßstab für die Produktionsqualität des laufenden Betriebes und ist in seiner Veränderung voll gewinnwirksam.

€/ha
-680.0

Mehr Info Weniger Info Sonstige Leistungen/Prämien
Sonstige Leistungen bzw. verfahrensgebundene Prämien können z. B. sein: KuLaP, Ausgleichszulage, Entschädigungen. Je nach Zielsetzung der Kalkulation können auch Betriebs- und Flächenprämien berücksichtigt werden.

Sonstige Leistungen €/ha
Prämien €/ha
Summe €/ha 0.0

€/ha
0.0

    Deckungsbeitrag inkl. sonstiger Leistungen/Prämien (inkl. MwSt.)
€/ha
-680.0

Weitere Kennzahlen des Verfahrens
Mehr Info Weniger Info Arbeitszeitaufwand je ha
Der Gesamt-AKh-Bedarf je ha wird im Modul "Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt.
AKh/ha
14.1
Mehr Info Weniger Info Deckungsbeitrag je Fest-AKh (inkl. MwSt.)

Deckungsbeitrag je ha / verbleibende Fest-AKh

Bei einem negativen Deckungsbeitrag oder wenn die gesamte Arbeit bereits entlohnt wurde, wird diese Kennzahl nicht ausgewiesen.

Gesamt-AKh Weide (Schlaggröße: 10 ha) Hilfe Der Gesamt-AKh-Bedarf je ha wird im Modul "Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt. AKh/ha 14.14
davon abgedeckt über Saison-Arbeitskräfte Hilfe Siehe Modul "Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte" AKh/ha 0.0
verbleibende Fest-AKh AKh/ha 14.1
€/AKh
---
Mehr Info Weniger Info Faktoransprüche (Fläche, Arbeit, Umlaufkapital)

Fläche: 1 ha

Arbeit: 14.14 AKh

Umlaufkapital Hilfe Als Umlaufkapital werden alle Güter eines Verfahrens bezeichnet, die innerhalb eines Produktionszyklus zum Verkauf (z.B. Bestandsergänzungstiere, Pflanzgut, Wareneinstand) oder Verbrauch (z.B. Dünge-, Futter-, Reinigungsmittel, Energie, Wasser) bestimmt sind. Deshalb muss das Umlaufkapital nicht abgeschrieben, jedoch für die Länge der Produktionsperiode verzinst werden (siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten"). : 340 Hilfe Es wird angenommen, dass das durchschnittlich gebundene Umlaufkapital der Hälfte der variablen Kosten entspricht.

Mehr Info Weniger Info Vollkostenrechnung
Basis der weiteren Berechnungen ist der Deckungsbeitrag inkl. sonstiger Leistungen/Prämien

Mehr Info Weniger Info Zusatzkosten bei kompletter Fremderledigung der Feldarbeit (inkl. MwSt.)
Zusätzliche Kosten, wenn alle bisher selbst erledigten Arbeitsgänge durch den Maschinenring bzw. durch Lohnunternehmen erfolgen. Die Angabe von Festkosten für eine Eigenmechanisierung sowie von Lohnkosten bzw. eines Lohnansatzes für das Bedienen eigener Maschinen ist somit nicht mehr erforderlich.
€/ha
Mehr Info Weniger Info Investitionskosten (inkl. 19.0 % MwSt.)

Bei einer unterstellten Gesamtweidefläche von ha Hilfe Die Gesamtweidefläche in der Vorbelegung geht aus von Vollweide bei einer Herdengröße von 36 Milch- bzw. Mutterkühen und einem Flächenbedarf von 0,33 ha/Kuh (LfL-Information Kurzrasenweide, 2013).
Vorbelegung Koppelschaf: 6 ha (90 Mutterschafe, 215 Weidetage)
und einer angenommenen Zaunlänge von m Hilfe Annahmen in der Vorbelegung bei 12 ha Gesamtgröße (Rinder): Weidelänge: 400 m, Weidebreite: 300 m, ergibt 1400 m Zaunlänge.
Bei Portionsweide und Umtriebsweide wird angenommen, dass die Gesamtweide weiter unterteilt wird. Daher wird eine Zaunlänge von 2800 m angenommen.

Annahmen in der Vorbelegung bei 6 ha Gesamtgröße (Schafe): Weidelänge: 300 m, Weidebreite: 200 m, ergibt 1000 m Zaunlänge.
Bei Portionsweide und Umtriebsweide wird angenommen, dass die Gesamtweide weiter unterteilt wird. Daher wird eine Zaunlänge von 1700 m angenommen.
ergibt sich bei durchschnittlichen Zaunkosten von €/m (inkl. 19.0 % MwSt.) Hilfe Rinder (AID Sichere Weidezäune, 2013): Festzaun mit 3 stromführenden Stahldrähten mit Material und Montage (Zaun + Weidetor, ohne Zaungerät)

Schafe (KTBL-Landschaftspflege mit Schafen): Elektronetze

Bei Änderung der Kosten für den Zaun und das Zaungerät sind ggf. die variablen Kosten für Zaun- und Tränkeunterhalt anzupassen (unterstellt: 4 % der Investition).
eine Investitionssumme von 295.2 €/ha (inkl. 19.0 % MwSt.) .

Für das Weidezaungerät fallen zusätzlich (inkl. 19.0 % MwSt.) und damit 29.2 €/ha an.

Für das Tränkesystem fallen bei einem angenommenen Bedarf von Tränken für die Gesamtweidefläche und Kosten von €/Tränke (inkl. 19.0 % MwSt.) Hilfe Bei Änderung der Kosten für das Tränkesystem sind ggf. die variablen Kosten für Zaun- und Tränkeunterhalt anzupassen (unterstellt: 4 % der Investition). Investitionen in Höhe von 190.0 €/ha an.

  Investition
(inkl. 19.0 % MwSt.)
€/ha
Finanzierung Abschreibungs-
dauer
Jahre
Kosten
€/ha u. Jahr
eigen
%
fremd
%
Weidezaun 0.0 19.7
Weidezaungerät 0.0 1.9
Tränkesystem 0.0 12.7
Fanganlage, Futterraufen 0.0 0.0
Triebwege 0.0 0.0
Unterstand 0.0 0.0
Gesamt 514   34.3
 
Abschreibung Investition 34.3
Instandhaltung: % der Investitionssumme 5.14
Zinsaufwand: % der halben fremdfinanzierten Investitionssumme 0.0
Summe Kosten 39.4
Zinsansatz: % der halben eigenfinanzierten Investitionssumme Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 8.48

€/ha
39.4
Mehr Info Weniger Info Miete/Pacht für Weideeinrichtung

Kosten für fremde Weideeinrichtung oder Ergänzung zu Weideeinrichtung im Eigentum

€/ha
Mehr Info Weniger Info Flächenkosten
  Anteil
%
Kosten
€/ha
Anteilige Kosten
€/ha
Pachtfläche (Pacht) 156.0
Sonstige Flächenkosten Eigen- u. Pachtfläche Hilfe Bodenverbesserungen, Drainagen, Grundsteuer etc. - 15.0
Summe anteilige Flächenkosten - - 171.0
Eigenfläche (Pachtansatz) Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 40.0 104.0
€/ha
171.0
Mehr Info Weniger Info Personalkosten weitere Arbeiten festangestellte AK

Der AKh-Anfall für die weiteren Arbeiten, die von ständigen Arbeitskräften erledigt werden, wird im Modul "Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" festgelegt.

Die für das Führen und Bedienen von Maschinen notwendige Arbeit ist hier nicht mehr zu berücksichtigen, da im Bereich der Vollkosten davon ausgegangen wird, dass alle Maschinenarbeitsgänge überbetrieblich erledigt werden und folgedessen keine eigene Arbeitszeit anzusetzen ist (siehe Modul "Zusatzkosten bei kompletter Fremderledigung der Maschinenarbeit").

  Stunden
AKh/ha
Lohn/Lohnansatz Hilfe Bruttolohn plus ggf. weitere Arbeitgeber­kosten (z. B. Sozialversicherung)
€/AKh €/ha
Anfall Arbeitszeit weitere Arbeiten Hilfe Siehe Modul "Lohnkosten für Saison-Arbeitskräfte inkl. Berechnung des Gesamtarbeitszeitbedarfs" 12.0 - -
davon entlohnte, festangestellte AK 0.0
 
davon nicht entlohnte AK (Lohnansatz) Hilfe Siehe Modul "Kalkulatorische Faktorkosten" 12.0 288.0
€/ha
0.0
Mehr Info Weniger Info Sonstige Festkosten (inkl. 19.0 % MwSt.)
Wegen der besonderen Nähe zu den tierischen Produktionsverfahren werden bei der Weide und der Hütehaltung die sonstigen Festkosten (Buchführung, Verbandsbeiträge usw.) standardmäßig auf Null gesetzt, um eine Doppelzählung zu vermeiden.
€/ha
Mehr Info Weniger Info Vollkosten ohne kalk. Faktorkosten (GuV-Kosten) je dt Frischmasse Weide (inkl. MwSt.)

Summe der variablen Kosten, der Festkosten und der gezahlten Löhne, Zinsen und Pachten, bezogen auf den Frischmasseertrag

€/dt FM
2.72
Mehr Info Weniger Info Vollkosten ohne kalk. Faktorkosten (GuV-Kosten) je dt Trockenmasse Weide (inkl. MwSt.)

Summe der variablen Kosten, der Festkosten und der gezahlten Löhne, Zinsen und Pachten, bezogen auf den Trockenmasseertrag

€/dt TM
17.03
Mehr Info Weniger Info Gewinnbeitrag des Verfahrens ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
  Deckungsbeitrag inkl. sonstiger Leistungen/Prämien
- Zusatzkosten bei kompletter Fremderledigung der Feldarbeit
- Investitionskosten
- ggf. Miete/Pacht für Weideeinrichtung
- Flächenkosten
- Personalkosten festangestellte AK
- Sonstige Festkosten
= Gewinnbeitrag des Verfahrens
€/ha
-1001.3

Mehr Info Weniger Info Kalkulatorische Faktorkosten (inkl. MwSt.)

Kalkulatorische Faktorkosten sind Ansätze für die Entlohnung der eigenen Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital).

Zinsansatz eigenfinanzierte Investition €/ha 8.48
Zinsansatz: % des Umlaufvermögens ( 340.0 €/ha Hilfe Siehe "Faktoransprüche" ) €/ha 11.22
Pachtansatz Fläche Hilfe Siehe "Flächenkosten" €/ha 104.0
Lohnansatz weitere Arbeiten nicht entlohnte AK Hilfe Siehe "Personalkosten weitere Arbeiten festangestellte AK" €/ha 288.0
Summe €/ha 411.7
€/ha
411.7
Mehr Info Weniger Info Unternehmergewinn je ha ohne Prämien  (inkl. MwSt.)
Unternehmergewinn = Gewinnbeitrag des Verfahrens - kalkulatorische Faktorkosten
€/ha
-1413.0
Mehr Info Weniger Info Unternehmergewinn je dt Frischmasse Weide (inkl. MwSt.)

Unternehmergewinn je ha / marktfähiger Ertrag je ha (in dt)

€/dt FM
-3.84

Mehr Info Weniger Info Vollkosten je ha (inkl. MwSt.)
Summe aller Kosten
€/ha
1413.0
     Vollkosten je Energieeinheit (inkl. MwSt.)
ct/10 MJ NEL
38.27
     Vollkosten je kg Rohprotein (inkl. MwSt.)
€/kg XP
1.37
     Vollkosten je dt Frischmasse Weide (inkl. MwSt.)
€/dt FM
3.84
     Vollkosten je dt Trockenmasse Weide (inkl. MwSt.)
€/dt TM
24.03

Mehr Info Weniger Info Treibhausgasbewertung

Die Systemgrenzen der THG-Bewertung Weide sind wie folgt gesetzt: Die Bewertung erfolgt für Weide im gewählten Betrachtungszeitraum und endet je nach Auswahlverfahren ab Feld oder im Lager bzw. zur Entnahme oder frei Fermenter. Es werden die THG-Emissionen der Produktion des Weide, sowie die vorgelagerten THG-Emissionen aus der Herstellung der eingesetzten Betriebsmittel berücksichtigt. Für die Berechnung werden die vorgegebenen bzw. eingetragenen Daten bis zum Deckungsbeitrag übernommen.

Hinweis: Die THG-Bewertung trifft bei Düngung nach Nährstoffabfuhr die Annahme, dass rein mineralisch gedüngt wird. Bitte unter Variable Kosten - Düngung die Berechnungsmethode "Tatsächlich ausgebrachte Düngemittel" auswählen und vervollständigen, wenn organische Düngemittel eingesetzt werden bzw. Sie eine Berechnung mit den angewendeten Düngemitteln vornehmen möchten!

Grundsätzliche Informationen zur Treibhausgasbewertung im Rahmen des LfL Klima-Checks finden Sie im Merkblatt Klimacheck Landwirtschaft – Möglichkeiten und Grenzen.

Quellen für verwendete Emissionsfaktoren: Erklärung CO2-Äq. bezogen auf GWP 100 nach IPCC 2021 (geändert am 14.09.2023 auf "2021").

Ansprechpartner: Vanessa Karger, Anton Reindl, Dr. Monika Zehetmeier (E-Mail: klima.check@LfL.bayern.de, Tel.: 08161 8640-1249).

Mehr Info Weniger Info Saatgut

Beim Saatgut treten Treibhausgasemissionen durch die Herstellung auf.

Kalkulation der THG-Emissionen aus der Saatgutherstellung
Saatgut gesamt kg/ha 2.00
Emissionsfaktor kg CO2-Äq./kg 0.704 Hilfe Quelle: Frank et.al., 2013
Emissionen kg CO2-Äq./ha 1

kg CO2-Äq./ha
1
Mehr Info Weniger Info Düngung (nach Nährstoffabfuhr)

Die Treibhausgasemissionen der Düngung setzten sich aus direkten N2O-Emissionen aus der Düngung, indirekten N2O-Emissionen durch ausgewaschenem Stickstoff aus der Düngung, indirekten N2O-Emissionen aus der Deposition von reaktivem Stickstoff, CO2-Emissionen aus carbonathaltigen Düngemitteln sowie aus CO2-Äq.-Emissionen, die bei der Herstellung der mineralischen Düngemittel entstanden sind, zusammen.

Hinweis: Wenn unter variable Kosten beim Punkt "Dünger" die Einstellung "Düngung nach Nährstoffabfuhr" vorgenommen wurde, werden für die Treibhausgasbilanzierung die Düngemittel Kalkammonsalpeter (KAS), Triple-Superphosphat (TSP) und Kornkali (40%) angenommen. Wenn die Einstellung "Tatsächliche ausgebrachte Düngemittel" eingestellt wurde, wird die Treibhausgasbewertung für die angegebenen Dünger vorgenommen. Für freie Eingaben von Düngern, die sich nicht in der Liste befinden, kann keine THG-Bewertung durchgeführt werden.

0.0
Direkte N2O-Emissionen aus der Düngung mit Stickstoff
Stickstoff aus mineralischen Düngern kg N/ha 123.0
Summe Stickstoff aus Düngung kg N/ha 123.0
Umrechnungsfaktor kg CO2-Äq./kg N 4.29 Hilfe
  • Umrechnungsfaktor: 0.01 kg N2O-N/kg N (Quelle: IPCC, 2006)
  • stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/28) kg N2O/kg N2O-N
  • Treibhauspotential von Lachgas: 273 kg CO2-Äq/kg N2O (Quelle: IPCC, 2021)
Emissionen kg CO2-Äq./ha 528.0

Indirekte N2O-Emissionen durch Auswaschung aus der Düngung mit Stickstoff
Stickstoff aus organischen Düngern kg N/ha 0.0
Stickstoff aus mineralischen Düngern kg N/ha 123.0
Summe Stickstoff kg N/ha 123.0
Umrechnungsfaktor kg CO2-Äq./kg N 0.965 Hilfe
  • Umrechnungsfaktor: 0.3 kg N/kg Nzugeführt (Quelle: IPCC, 2006)
  • Umrechnungsfaktor: 0.0075 kg N2O-N/kg N (Quelle: IPCC, 2006)
  • stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/28) kg N2O/kg N2O-N
  • Treibhauspotential von Lachgas: 273 kg CO2-Äq./kg N2O (Quelle: IPCC, 2021)
Emissionen kg CO2-Äq./ha 119.0

Indirekte N2O-Emissionen aus NH3- und NO-Verlusten (Deposition von reaktivem Stickstoff)
NH3-N-Emissionen aus Stickstoff-Düngung kg NH3-N/ha 0.81 Hilfe Berechnet anhand des Ammoniak-Emissionsfaktor (KAS): 0.0066 kg NH3-N/kg N (Quelle: EMEP (2016))
NO-N-Emissionen aus mineralischer Stickstoff-Düngung kg NO-N/ha 1.48 Hilfe Berechnet anhand des NO-N-Umrechnungsfaktors: 0.012 kg NO-N/kg N (Quelle: Stehfest und Bouwmann (2006))
Summe N-Emissionen (NH3-N und NO-N) kg N/ha 2.29
Umrechnungsfaktor kg CO2-Äq./kg N 4.29 Hilfe
  • Umrechnungsfaktor: 0.01 kg N2O-N/kg N (Quelle: IPCC, 2006)
  • stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/28) kg N2O/kg N2O-N
  • Treibhauspotential von Lachgas: 273 kg CO2-Äq/kg N2O (Quelle: IPCC, 2021)
Emissionen kg CO2-Äq./ha 9.8

CO2-Feldemissionen aus carbonathaltigen Düngemitteln
Ausbringmenge Kalkammonsalpeter kg KAS/ha 456.0
Umrechnungsfaktor kg CO2/kg KAS 0.101 Hilfe
  • Gehalt an CO2-C im KAS-Dünger: 0.02748 kg CO2-C/kg KAS
  • Stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/12) kg CO2/kg CO2-C
Quelle: IPCC, 2006
Emissionen kg CO2/ha 46.1

CO2-Äq.-Emissionen aus der Herstellung der eingesetzten Mineraldünger
Ausbringmenge
kg N bzw. P2O5 bzw. K2O/ha
CO2-Äq. Mineraldünger
kg CO2-Äq./kg N bzw. P2O5 bzw. K2O Hilfe Quelle: Eigene Berechnung nach Fertilizers Europe 2014 (calculated with FertEU Carbon Footprint calculator V 1.0).
CO2-Äq.
kg CO2-Äq./ha
Stickstoff (N) 123.0 3.7 455.1
Phosphat (P2O5) 47.0 0.54 25.4
Kali (K2O) 182.0 0.42 76.4
Emissionen 557.0
kg CO2-Äq./ha
1260
Mehr Info Weniger Info Ernterückstände

Die Treibhausgasemissionen der Ernterückstände setzen sich aus direkten und indirekten N2O-Emissionen aus Wurzel- und Ernterückständen zusammen.

Direkte N2O-Emissionen aus Wurzel- und Ernterückstanden
Wurzelrückstände
Trockenmasse Wurzelrückstände kg TM/ha 218
Umrechnungsfaktor kg CO2-Äq./kg TM 0.051 Hilfe
  • N-Gehalt in Wurzelrückständen: 0,012 kg N/kg TM (Quelle: IPCC, 2006)
  • Umrechnungsfaktor: 0,01 kg N2O-N/kg N (Quelle: IPCC, 2006)
  • stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/28) kg N2O/kg N2O-N
  • Treibhauspotential von Lachgas: 273 kg CO2-Äq/kg N2O (Quelle: IPCC, 2021)
Emissionen aus Wurzelrückständen kg CO2-Äq./ha 11
Ernterückstände
Trockenmasse Ernterückstände kg TM/ha 2583.0
Umrechnungsfaktor kg CO2-Äq./kg TM 0.112 Hilfe
  • N-Gehalt im Grünland je nach Schnitthäufigkeit: (Quelle: LfL-Leitfaden für die Düngung von Acker- und Grünland)
  • Umrechnungsfaktor: 0,01 kg N2O-N/kg N (Quelle: IPCC, 2006)
  • stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/28) kg N2O/kg N2O-N
  • Treibhauspotential von Lachgas: 273 kg CO2-Äq/kg N2O (Quelle: IPCC, 2021)
Emissionen aus Ernterückständen kg CO2-Äq./ha 289
Emissionen kg CO2-Äq./ha 300

Indirekte N2O-Emissionen aus Wurzel- und Ernterückstanden
Stickstoff aus Wurzel- und Ernterückständen kg N/ha 70.0
Umrechnungsfaktor kg CO2-Äq./kg N 0.965 Hilfe
  • Umrechnungsfaktor: 0.3 kg N/kg Nzugeführt (Quelle: IPCC, 2006)
  • Umrechnungsfaktor: 0.0075 kg N2O-N/kg N (Quelle: IPCC, 2006)
  • stöchiometrischer Umrechnungsfaktor: (44/28) kg N2O/kg N2O-N
  • Treibhauspotential von Lachgas: 273 kg CO2-Äq./kg N2O (Quelle: IPCC, 2021)
Emissionen kg CO2-Äq./ha 68

kg CO2-Äq./ha
368
Mehr Info Weniger Info Pflanzenschutz

Bei der Bewertung der Treibhausgasemissionen durch den Pflanzenschutzmitteleinsatz werden die Treibhausgase, die bei der Herstellung der Pflanzenschutzmittel anfallen, berücksichtigt. Mit Hilfe einer hinterlegten praxisüblichen Pflanzenschutzstrategie wurde wirkstoffbezogen für jede Behandlungsmaßnahme ein spezifischer Emissionsfaktor ermittelt (Quelle: LfL-IPS, LfL-IBA-1c).

Kalkulation der THG-Emissionen Pflanzenschutz
Behandlungsmaßnahme Behandlung alle x Jahre CO2-Äq. je Hektar
kg CO2-Äq./ha Hilfe Eigene Berechnung mit dem Emissionsfaktor von European Union, 1995-2021 - JEC E3-database (version 31-7-2008).
Herbizide 1.0 2.87
Emissionen 2.87
kg CO2-Äq./ha
3
Mehr Info Weniger Info Dieselherstellung und -verbrennung

Die Emissionen aus Dieselherstellung und -verbrennung beziehen sich auf den im Produktionsverfahren verbrauchten Dieselkraftstoff. Dieser wird im Modul "Variable Maschinenkosten" durch die dort hinterlegten Arbeitsgänge bestimmt. Der Dieselverbrauch für die Gärrest-/Güllerücknahme wird bei der Auswahl "Rücknahme erfolgt" im Modul "Grundlegenden Angaben zum Produktionsverfahren" hier mitberücksichtigt.

Kalkulation der THG-Emissionen aus Dieselherstellung und -verbrennung
Dieselverbrauch l/ha 21.4
Emissionsfaktor Dieselherstellung kg CO2-Äq./l 0.526 Hilfe LfU-Leitfaden (2009); GEMIS-Datenbank, Version 4.94 - Vorketten Öl-Gas 2010, Diesel frei Tankstelle
Emissionen aus der Dieselherstellung kg CO2-Äq./ha 11.3
Emissionsfaktor Dieselverbrennung kg CO2-Äq./l 2.63 Hilfe LfU-Leitfaden (2009); GEMIS-Datenbank, Version 4.94 - Vorketten Öl-Gas 2010, Diesel frei Tankstelle
Emissionen aus der Dieselverbrennung kg CO2-Äq./ha 56
Emissionen kg CO2-Äq./ha 67

kg CO2-Äq./ha
67
Mehr Info Weniger Info THG-Emissionen je Hektar
Die THG-Emissionen je Hektar entsprechen der Summe aller berücksichtigten Treibhausgasemissionen.
kg CO2-Äq./ha
1699

Weitere Kennzahlen des Verfahrens
Mehr Info Weniger Info THG-Emissionen aus der Herstellung der eingesetzten Betriebsmittel

Die THG-Emissionen aus der Herstellung der eingesetzten Betriebsmittel setzen sich wie folgt zusammen:
   CO2-Äq. aus Saatgut
+ CO2-Äq. aus Mineraldüngerherstellung
+ CO2-Äq. aus Pflanzenschutz
+ ggf. CO2-Äq. aus Silolack und Silofolie
+ CO2-Äq. aus Dieselherstellung

kg CO2-Äq./ha
573
Mehr Info Weniger Info THG-Emissionen auf dem Feld

Die THG-Emissionen auf dem Feld setzen sich wie folgt zusammen:
   CO2-Äq. aus direkten N2O-Emissionen aus Düngung
+ CO2-Äq. aus indirekten N2O-Emissionen durch Auswaschung aus der Düngung mit Stickstoff
+ CO2-Äq. aus indirekten N2O-Emissionen aus NH3- und NO-Verlusten bei der Düngung (Deposition von reaktivem Stickstoff)
+ CO2 aus carbonathaltigen Düngemitteln und Harnstoffdüngung
+ CO2-Äq. aus direkten und indirekten N2O-Emissionen aus Wurzel- und Ernterückständen
+ ggf. CO2-Äq. aus Lagerverlusten
+ CO2-Äq. aus der Dieselverbrennung

kg CO2-Äq./ha
1126
Mehr Info Weniger Info THG-Emissionen je kg Frischmasse
Die THG-Emissionen je kg Frischmasse entsprechen der THG-Emission je ha/Frischmasse-Ertrag in kg.
kg CO2-Äq./kg FM
0.05
Mehr Info Weniger Info THG-Emissionen je kg Trockenmasse
Die THG-Emissionen je kg Frischmasse entsprechen der THG-Emission je ha/Trockenmasse-Ertrag in kg.
kg CO2-Äq./kg TM
0.29

Mehr Info Weniger Info Wettbewerbsfähigkeit des Futtermittels Weide in Bezug auf Energie und Eiweiß (inkl. MwSt.)

Die Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit erfolgt in fünf Schritten nach der Methode Löhr Hilfe Bei der Methode Löhr wird ein Futtermittel auf Basis zweier wertbestimmender Inhaltsstoffe verglichen mit typischen Energie- und Eiweißfuttermitteln. Als Energiefuttermittel wird oft Weizen herangezogen, als Eiweißfuttermittel dient in der Regel Sojaschrot.
Die Methode liefert nur einen ersten Anhaltspunkt zur Wettbewerbsfähigkeit eines Futtermittels, da für den Wert eines Futters außer Energie und Eiweiß natürlich auch andere Dinge wie z. B. der Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen eine Rolle spielen.

1. Wertbestimmende Inhaltsstoffe für den Wiederkäuer

Energie: MJ NEL Hilfe Siehe Grundlegende Angaben        Eiweiß: Rohprotein (XP)


2. Gehaltswerte Weide

  Bezugs-
einheit
Trockenmasse-
gehalt
Energiekonzentration
MJ NEL /kg TM bzw. FM
Rohprotein (XP)
g/kg TM bzw. FM
Weide TM 100 % 6.28 175
FM 16.0 % 1.00 28
TM: Trockenmasse, FM: Frischmasse

3. Gehaltswerte und Preise der Vergleichsfuttermittel

Energiefuttermittel       Eiweißfuttermittel

  Bezugs-
einheit
Trockenmasse-
gehalt
Energiekonzentration
MJ NEL /kg TM bzw. FM
Rohprotein (XP)
g/kg TM bzw. FM
  Preis (inkl. MwSt.)
€/dt TM bzw. FM
Bodenheu TM 100 %   13.12
FM % 4.53 84
Rapsextraktionsschrot TM 100 % 48.57
FM % 6.32 344


4. Berechnung der Mengen an Vergleichsfuttermitteln Hilfe Die Vergleichsfuttermittel enthalten ebensoviel Energie- und Eiweiß wie 1 dt Weide

Bezugs-
einheit
Menge
Weide
dt
Menge
Bodenheu
dt
Menge
Rapsextraktionsschrot
dt
  Summe Vergleichs-
futtermittel
dt
TM 1.0 0.88 0.23   1.11
FM 1.0 0.16 0.04 0.2


5. Wettbewerbsfähigkeit

Aus den Mengen der Vergleichsfuttermittel errechnet sich folgender Tauschwert von Weide

Bezugs-
einheit
Kosten der Vergleichsfuttermittel
= Tauschwert Weide Hilfe Rechenweg:
Menge Bodenheu * Preis Bodenheu
+ Menge Rapsextraktionsschrot * Preis Rapsextraktionsschrot

€/dt TM bzw. FM
FM 3.53

Dem gegenüber betragen die Erzeugungskosten von Weide

Bezugs-
einheit
Variable Kosten
€/dt TM bzw.FM
Variable + Flächenkosten Hilfe Variable Kosten + Pacht + Sonstige Flächenkosten Eigen- u. Pachtfläche + Pachtansatz
€/dt TM bzw.FM
Vollkosten
€/dt TM bzw. FM
FM 1.85 2.60 3.84

Wenn der Tauschwert höher ist als die jeweiligen Kosten von Weide, ist die Bereitstellung von Energie und Eiweiß über die Vergleichsfuttermittel teurer als über die Erzeugung von Weide.





Gerlinde Toews-Mayr, Martin Schägger, Jörg Reisenweber, Jürgen Frank
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Agrarökonomie
Tel.: 08161 8640-1111 • E-Mail: Agraroekonomie@LfL.bayern.de